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Guardian Angelinos (03) – Sekunden der Angst

Guardian Angelinos (03) – Sekunden der Angst

Titel: Guardian Angelinos (03) – Sekunden der Angst Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Roxanne St. Claire
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allein und kehrten in Vivis Zimmer zurück.
    »Ich habe Anweisung, Sie nicht allein zu lassen«, sagte Agent Iverson. »Aber ich bleibe im Schlafzimmer sitzen, während Sie duschen, wenn Sie wollen.«
    Natürlich. Sie war völlig verdreckt und hatte eine Dusche bitter nötig. Aber konnte sie dieses Badezimmer wieder betreten? Den Ort, wo sie und Lang sich vorhin geküsst, gestreichelt und wo sie geredet hatten?
    Und sie hatte ihn abblitzen lassen wie die weltgrößte Idiotin.
    Stattdessen griff sie sich eine Jeans und zeigte auf das Nebenzimmer. Das von Lang.
    »Ich will nicht in diesem Zimmer sein«, sagte sie ohne weitere Erklärung. Sie brauchte keine. Sarah Iverson war eine kluge Agentin, und sie hatte zweifellos zwei und zwei zusammengezählt, und rausgekommen waren … ein paar gebrochene Regeln.
    Nach ihrer Dusche schnappte Vivi sich ein weißes T-Shirt aus dem offenen Seesack in Langs Bad, inhalierte das duftende Waschmittel, das er benutzt hatte, bevor sie es sich über den Kopf streifte. Agent Iverson telefonierte im Zimmer mit ihrem Handy, legte jedoch auf, als Vivi hereinkam.
    »Sie stellen die Suche in Kürze ein«, erklärte die Agentin. »Sie haben niemanden entdecken können. Mr Lang wird gleich hier sein, falls Sie mit mir wieder in Ihr Zimmer gehen wollen.«
    »Ich bleibe hier«, sagte Vivi und streckte sich neben Stella auf dem Sofa aus. Der Hund machte einen Satz über die Kissen und schmiegte den Kopf an Vivis Bein. »Ach, plötzlich magst du mich. Hätte ich gewusst, dass ich dir bloß das Leben retten muss …«
    Agent Iverson, die in einem der Polstersessel saß, lächelte. »Wie gut kennen Sie Mr Lang eigentlich?«, fragte sie.
    Nicht so gut wie ich es gerne würde.
»Wir haben an ein paar Projekten zusammengearbeitet.« Vivi streichelte die Hündin, die endlich so viel Grips besaß, sie nicht mehr anzuknurren, nachdem sie ihr das Leben gerettet hatte. »Und Sie?«
    »Ich bin seit sieben Jahren im Bostoner Büro.«
    Sollte das heißen, dass sie ihn gut kannte? Vivi versuchte, das Gesicht der Frau zu deuten, doch die Miene der erfahrenen Agentin gab nichts preis. »Haben Sie an vielen Fällen mit ihm gearbeitet?«, fragte Vivi.
    »An einigen. Ich war in Jennifers Gruppe.«
    Bei der Art und Weise, wie sie den Namen Jennifer aussprach, zog sich Vivis Magengrube unangenehm zusammen. Sie konnte schließlich nicht ahnen, dass Vivi wusste, wer das war. Langs Worte über die Verstärkung, die ein tödliches Risiko eingegangen war, hatten sich in ihr Gehirn eingebrannt.
    Nichts an ihr hat mir nicht gefallen.
So ähnlich hatte er sich ihr gegenüber doch ausgedrückt, nicht wahr?
    »Sie war seine Partnerin, stimmt’s?«, versuchte Vivi es vorsichtig.
    Dafür erntete sie ein leises, vielleicht ein bisschen sarkastisches Lachen von der Agentin. »Definieren Sie ›Partnerin‹. Sie hatten ihre Pläne nicht öffentlich gemacht, aber Jenn wartete gerade auf ihre Versetzung aus seiner Abteilung, damit sie ihre Verlobung bekanntgeben konnten …«
    »Raus!«
    Beide Frauen zuckten bei dem Befehl zusammen, den Lang von der Tür aus erteilte.
    Vivi war immer noch dabei, das Wort Verlobung zu verarbeiten, aber Agent Iverson sprang sofort auf, und Stella ebenfalls, die förmlich in Langs Arme flog, als hätte er ihr das Leben gerettet und nicht Vivi.
    Die Agentin sammelte ihr Handy, Waffe und Jacke zusammen. »Geht es Ihnen auch wirklich gut?«, fragte sie Vivi.
    Es war ihr gut gegangen – bevor die Verlobungsbombe geplatzt war. »Bestens. Danke noch mal.«
    »Gute Nacht, Ms Iverson«, sagte Lang betont und wartete an der Tür, bis seine Kollegin draußen war.
    Dann schloss er ab, schob den Riegel vor und legte seine Waffe auf die Kommode neben der Tür. Wortlos zog er die Jacke aus, die ihm jemand gebracht haben musste, darunter immer noch ohne Hemd und in Schlafhosen. Arme und Brust waren von Ästen zerkratzt, Schmutzstriemen zogen sich über seine verschwitzten Muskeln.
    Vivi versuchte, ihn nicht anzustarren, und versagte kläglich. »Und, irgendwas Neues?«, fragte sie.
    Er streifte die Turnschuhe ab. »Wir haben ein paar Kugeln für die Ballistik, ein paar Fußabdrücke, die von jedem x-Beliebigen stammen könnten, aber keinen Schützen.«
    »Ich habe mit Mercedes gesprochen«, sagte sie und setzte sich ein bisschen mehr auf. »Sie behauptet, sie habe in ihrem Zimmer geschlafen.«
    »Die Betonung liegt auf behauptet.« Seine Stimme war angespannt und klang, als wäre er verärgert. Wahrscheinlich auch

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