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In deiner Hand

In deiner Hand

Titel: In deiner Hand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joey Tintenfee Lewis
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er es mit den anderen getan hatte. Und alle Anwesenden würden dabei zusehen!
Ich wusste nicht ob es schlimmer war von ihm oder von Malik umgebracht zu werden.
Tränen schossen mir in die Augen, als Jenks meinen Arm auf Eriks nadelspitze Zähne drückte, die sich mit Leichtigkeit in meine Haut bohrten. Erik streckte unwillkürlich die Zunge raus. Dann ging alles ganz schnell. Erik riss den Kopf zurück, bäumte sich unter wildem Brüllen auf. Der riesige Blutsauger riss die Fesseln los und stieß die Männer zur Seite, schob meine Trage von sich. Dann stand er über mich gebeugt da, schnaufend und den Blick pechschwarzer Augen auf mich gerichtet.
„Nein…“, keuchte er. „Das ist nicht … richtig!“
Ein schwerer Ruck ging durch seinen Körper, dann brach er zusammen. Bis auf mein Schluchzen war nichts mehr zu hören. Alle starrten Erik an, der neben mir auf dem Boden lag und sich nicht mehr rührte.
„Er stirbt!“, schluchzte Henriette, die wie aus dem Nichts neben ihm aufgetaucht war und ihre kurzen Arme um seine Schultern schlang. „TUT DOCH ETWAS!“, schrie sie und sah erst alle anderen und dann mich fuchsteufelswild an. „JETZT TU DOCH ETWAS!“, flehte sie. „ICH BITTE DICH!“ Sie drückte ihr Gesicht in sein feuchtes Haar. „Er stirbt!“ Ich schüttelte den Kopf.
„Mach mich los!“, giftete ich Jenks an, der seine schneeweißen Haare zu einem strengen Zopf nach hinten gebunden hatte und äußerst unzufrieden die Stirn runzelte. Er sah mich unglücklich an. „Das kann ich nicht tun. Tut mir leid!“ Er ging um die Trage herum, kniete sich zu Erik und schob Henriette auf die Seite. Eine erdrückende Stille erfüllte den Raum. Jenks griff nach oben, kugelte mir den Arm aus und ignorierte meinen Schmerzensschrei.
„Trink oder ich töte sie!“, murmelte er und presste Eriks Mund auf meinen Arm. Leben kam in ihn, er wich vor Jenks zurück und schüttelte schwach den Kopf. Im nächsten Moment wandte er sich unter scheinbar höllischen Qualen, die Hände fest gegen die Schläfen gepresst.
„Du musst trinken!“, schrie Henriette und einige andere stimmten ihr nickend zu. „Sie will … es … nicht. Ich kann sie nicht …“, krächzte Erik und sank wieder in sich zusammen. „… nicht zwingen …“
„Macht sie los!“, donnerte Jenks in schneidendem Ton. Zwei von den Blutsaugern schnitten mir mit den Fingernägeln die Gurte weg. Der Schmerz in meinen Unterarmen war dumpf pulsierend in den Hintergrund getreten. Mein Blick ruhte auf Erik und ich hatte keinen blassen Schimmer was ich von der ganzen Sache halten sollte. Ließ ich ihn trinken, würde er leben und wieder trinken wollen und wieder und wieder.
„Das hört niemals auf“, wisperte ich.
„Das ist dein Schicksal“, bemerkte Jenks trocken und hob mich von der Trage, um mich direkt vor Erik auf den Boden zu legen. Das Blut suppte aus meinem Handgelenk und die anderen Vampire hatten sicherlich Probleme damit, sich zu beherrschen. Ich war Eriks Häppchen, nicht ihres. Um der ganzen Scheiße die Krone aufzusetzen, ließ sich Jenks von einem der Kerle ein Unterarmgroßes Messer aushändigen und fuchtelte damit vor meinem Gesicht herum. Ich lag einfach nur da und starrte nach oben in Eriks schmerzverzerrtes Gesicht. Er war schrecklich weiß und hatte unglaublich dunkle Augenringe.
„Ich werde sie töten“, meinte Jenks wieder und kam mir mit der Klinge gefährlich nahe. „Es ist deine Entscheidung.“ Erik öffnete die Augen und musterte mich zutiefst enttäuscht und traurig.
„Wenn du sie anfasst, bring ich dich eigenhändig um.“
Es war nicht Erik der da sprach. Es war Brian, die Stimme würde ich unter Tausenden wieder erkennen. Sofort setzte mein Herzschlag ein, pochte wie verrückt gegen meine Rippen. Ich drehte den Kopf um ihn genauer anzusehen. Er stand mit entschlossenem Blick da, die Kiefer fest zusammengepresst und die Fäuste geballt. Hinter ihm bäumte sich Taylor mit gezückter Knarre auf.
„Eine falsche Bewegung und ihr seid alle Wandfarbe!“, knurrte dieser. Verrückt! Er hasste Brian, und trotzdem stand er hinter ihm. „Onyx wird jeden Moment hier sein“, fuhr Brian fort. „Was ihr tut ist gegen das Gesetz, und das wisst ihr!“ „ERIK DARF NICHT STERBEN!“, heulte nun Henriette auf. Ihre kleine Hand legte sich von hinten auf Eriks Schulter. „Versteht ihr das nicht? Verry hat ihn gar nicht lieb!“, schniefte sie herzzerreißend.
„Tut was ihr für richtig haltet, ich werde tun, was ich für richtig halte!“,

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