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Invasion 03: Der Gegenschlag

Invasion 03: Der Gegenschlag

Titel: Invasion 03: Der Gegenschlag Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: John Ringo
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sie.
    »Madame President«, sagte der High Commander, »es ist wirklich nicht nötig …«
    »Halt«, sagte sie und hob erneut die Hand. »Ich habe General Horner gefragt.«
    »Ja, Ma'am«, erwiderte der General. »Es ist wirklich so schlimm. Hinter der Rabun-Lücke gibt es eine ganze Anzahl Routen, die den Posleen offen stehen. Einige davon, die meisten sogar, sind ziemlich übel, aber wir haben nicht viel, um sie abzusperren. Es ist … kompliziert, aber ich schaffe es einfach nicht, genügend Streitkräfte zu sämtlichen Zugangswegen zu schaffen, die die Gäule vermutlich einschlagen werden, um die … die Flut aufzuhalten. Es gibt zu viele Ausgänge aus der Lücke. Sie können nach Westen abbiegen und die Route 129 öffnen, dann strömen sie wie ein Sturzbach nach Chattanooga. Und sie verfügen über genug … Schwungmasse … um zusätzlich nach Knoxville und Asheville zu ziehen. Mit den Verbänden, die ich dort habe, kann ich unmöglich alle Zugangswege absperren; dazu bin ich einfach zu knapp und habe in letzter Zeit schon zu viele Verbände für andere Notfälle abgezogen. Und jetzt ziehen sie mit riesigen Verbänden die Appalachen hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter: Wir verfügen einfach nicht über genügend Leute, um damit und den Verbänden in der Lücke fertig zu werden. Ich muss sie … einkesseln, bis ich weitere Verbände in die Gefechtszone schicken kann, um sie zurückzutreiben.
    Ich muss ihren Vormarsch zum Stehen bringen, ehe so viele durchgekommen sind, dass sie Asheville oder Chattanooga von hinten nehmen können; Madame President, zwischen Rabun Gap und Asheville gibt es drei SubUrbs mit insgesamt vierzehn Millionen Menschen. Und wenn Asheville fällt, dann können wir ebenso gut alle lernen, Kanadisch zu sprechen.«
    »Sie können sie mit Nukes nicht aufhalten «, wandte der High Commander ein. »Es sind einfach zu viele Posleen. Es ist physikalisch einfach nicht möglich, ›den östlichen Küstenbereich zu verglasen‹, selbst wenn wir das politisch oder umwelttechnisch überleben könnten.«
    »Das habe ich auch nicht vor«, antwortete Horner kühl. »Und das hätten Sie auch festgestellt, wenn Sie zugehört hätten. Ich habe vor, ein Loch aufzureißen und Mike O'Neal hineinzusetzen, damit er es zustopft. Und dann könnte ich die GKA auch an anderen Schlüsselpunkten einsetzen.«
    »Einen Augenblick, General Horner«, sagte die Präsidentin. »Ich möchte, dass alle jetzt diese Konferenzschaltung verlassen, und Mrs. Norris und Miss Shramm müssen den Raum verlassen.«
    Sie wartete ab, bis die anderen sich ausgeklinkt hatten, und wandte sich dann wieder dem Bild des Generals zu. »General Horner, die Chinesen haben über zweitausend Kernwaffen abgefeuert und das Jangtse-Tal für die nächsten zehntausend Jahre vergiftet. Sie haben vor, im Tennessee Valley etwa das Gleiche zu tun, das ist Ihnen doch klar? Und die Chinesen haben trotzdem verloren . Das ist die wichtigste Komponente des Problems, das sehr reale politische Problem, und was noch wichtiger ist, auch ein Problem unserer Kampfmoral . Atomwaffen gelten jetzt als letzte Verzweiflungswaffe von jemand, der im Begriff ist zu verlieren . Der praktisch betrachtet bereits verloren hat. Das ist der wahre Grund, dass ich ihren Einsatz verhindert habe; die Tatsache, dass sie als Verzweiflungswaffe gelten. Ist das, was Sie vorhaben, den … sozialen Schaden wert, der daraus erwachsen wird? Ist es den physischen Schaden wert; der Tennessee strömt in den Mississippi und liefert das Wasser für die ganze untere Verteidigungsfront. Wenn wir Nukes in das Tennessee-Tal werfen, wird er vergiftet werden.«
    Horner setzte zum Sprechen an, klappte dann den Mund wieder zu, setzte erneut an und seufzte.
    »Zunächst, Madame President, lassen Sie mich eines sagen: Ich weiß es zu schätzen, dass Sie … das erklären. Wenn Sie das freilich schon vorher getan hätten, hätte ich einige Empfehlungen abgeben können, wie wir die … Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit anpassen können. Wir hätten Nukes in den ›Festungsstädten‹ auf dem flachen Land einsetzen können, nachdem wir der Öffentlichkeit erklärt hätten, dass wir einfach alles einsetzen, was wir zur Verfügung haben. Ich denke, die Öffentlichkeit hätte das durchaus verstanden.
    Zum zweiten«, er hielt kurz inne, wusste nicht recht, wie er es formulieren sollte, »muss ich sagen, dass Ihr Verständnis von nuklearer Kriegführung und Waffentechnik weit hinter Ihren

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