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Invasion 03: Der Gegenschlag

Invasion 03: Der Gegenschlag

Titel: Invasion 03: Der Gegenschlag Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: John Ringo
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ziemlich große Beule, die sich bereits auf ihrer Stirn gebildet hatte. Ihre Uhr war stehen geblieben, entweder wegen des EMP oder weil sie sie beim Sturz angestoßen hatte, aber sie wusste ohnehin nicht mehr genau, wie spät es gewesen war, als sie in den Bunker gegangen waren.
    Sie dachte über das nach, was Papa O'Neal sie bezüglich Kernwaffen gelehrt hatte und was zu tun war. Allzu oft wurden sie ja nicht eingesetzt, aber Gramps war da gründlich gewesen. Unglücklicherweise lag seine Unterweisung ein paar Jahre zurück, und sie wusste nicht so recht, ob sie erst einen Geigerzähler suchen oder darüber nachdenken sollte, wie mit einem umzugehen war.
    Woran sie sich erinnerte, war, dass Menschen einen Atomschlag besser überstanden als Gebäude – irgendwie hing das mit Druckwellen zusammen, und das bedeutete, dass Gramps möglicherweise noch am Leben war. Wenn es ihn nicht beim Einsturz des Bunkers erwischt hatte.
    Als Nächstes musste sie also zusehen, den Haupttunnel zu verlassen, dann Gramps zu finden – ihn wenn nötig ausbuddeln – und in die Berge zu verduften.
    Sie stand auf, setzte sich aber gleich wieder hin, als der Boden infolge einer weiteren Explosion bebte.
    »Bisschen später vielleicht.«
     
     
    »Oooh, das wird wehtun!«, schrie Pruitt.
    Reeves hatte bereits den Rückwärtsgang des SheVa eingelegt, mit Ausnahme eines einzigen Plasmaschusses traf das Feuer der Lander daher nur die Landschaft. Aber jener eine Plasmaschuss hatte die Energieversorgung des SheVa getroffen.
    »Reaktoren Zwei und Drei soeben ausgefallen«, rief Indy. Sie schnallte sich los und setzte sich in Richtung auf die Luke in Bewegung. »Ich bezweifle, dass ich das allein schaffen werde.«
    »Fahrtgeschwindigkeit fällt ab, Sir!«, rief Reeves. Obwohl er Vollgas gab, bewegte sich das SheVa kaum. »Unter zehn Meilen die Stunde!«
    »Indy«, rief der Kommandeur über die Sprechanlage. »Sagen Sie mir gefälligst, dass wir das besser können! Bei dem Tempo überrennen uns die Lander in nicht einmal einer Viertelstunde.«
    »Nicht, solange ich nicht weiß, was kaputt ist, Sir«, rief sie zurück. Sie rutschte die dritte Leiter hinunter und schnappte sich dabei einen Geigerzähler, rannte nach hinten auf den Reaktorraum zu. »Wir haben die Hälfte unserer Energie verloren; schneller geht dieses Ding jetzt nicht.«
    »Verdammt, verdammt, verdammt«, murmelte er. »Pruitt, nehmen Sie das Steuer.«
    »Was?«, rief der Schütze zurück.
    »Ich geh in den Reaktorraum«, sagte der Kommandant. »Ich denke, Sie können diese Dinger auch ausmachen.«
    »Roger, Sir«, erwiderte der Kanonier und schluckte. »Komm schon, Schmoo, such uns eine neue Schussposition.«
    »In der Nähe von Fulchertown ist eine«, sagte der Fahrer nach einem Blick auf seine Karte. »Aber da müssen wir ein paar Häuser niederwalzen.«
    »Hast du Angst, dass sie uns in den Ketten stecken bleiben?«, fragte der Kanonier sarkastisch.
    »Nein … es ist nur …« Schmoo blickte auf, sah sich über die Schulter um zu dem Kanonier. »Schon gut. Ich hab nur versucht, in den Wäldern zu bleiben, um keine Leute zu überfahren.«
    »Jemand, der jetzt noch hier ist, hat 's nicht anders verdient .«
     
     
    Mitchell fuchtelte mit der Hand vor dem Gesicht herum, als er durch die Tür des Reaktorraums trat; Rauch und Dampf quollen heraus, und es stank nach Ozon. »Indy!«
    »Hier drüben, Sir«, war ihre Stimme von links zu vernehmen. Vier Turbinengeneratoren dominierten den Raum; die kleineren Reaktoren an den Seiten waren kaum wahrnehmbar. Mitchell hatte sein Handwerk auf Abrams gelernt, die waren mit großen Turbinen ausgestattet, die die Panzer auf bis zu hundert Stundenkilometer beschleunigen konnten. Die Energie, die in diesem Raum erzeugt werden konnte, würde ausreichen, um eine ganze Stadt mit hunderttausend Einwohnern mit Strom zu versorgen. Dass man mit all der Energie ein SheVa auf ebenem Gelände nicht einmal auf dreißig Stundenkilometer bringen konnte, war ernüchternd.
    »Wie sieht's denn aus?«, fragte er. »Und, sind wir heiß?«
    »Nein, Sir«, rief der Warrant Officer zurück und reichte ihm ein Ende eines Starkstromkabels. »Der Schuss hat Gott sei Dank weder Reaktoren noch Turbinen getroffen, sonst hätten wir ebenso gut in den Abrams steigen und abhauen können. Aber einen Transformator hat er erwischt und eine von den Hauptleitungen auch, deshalb konnte der Reservetransformator mangels Energie nicht einspringen. Der Reaktor hat sofort

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