Leadershit - warum es Arschloecher in Wirtschaft und Politik am weitesten bringen
Der Opportunist, die servile Windfahne, der Wendehals, der »Jenachdemdenker« 75 passt sich zweckmäßig an die jeweilige Situation an, kann gut abwägen und biegt seine eigenen Grundsätze (so er welche hat) mit dem Ziel, sich durchzuwursteln, durchzumäandern, ohne vor List, Tücke und Täuschung zurückzuschrecken. Als Politiker ist es hilfreich, zu wissen, dass das kollektive Gedächtnis schnell vergisst.
Vgl. > Der Bauer, Die Windfahne
Der Parvenü
Einer, der sich erfolgreich emporgewullft hat.
Vgl. > Der Neureiche
Der Pflichterfüller
Totalitäre Systeme und Diktaturen werden nicht primär qua Zwang und Unterdrückung ermöglicht, sondern durch die unzähligen Pflichterfüller und Windfahnen. Auch Wendehals genannt.
Vgl. > Der Opportunist
Der Pharisäer
Hat einzig den eigenen Vorteil im Sinn, es kann ergo nicht allzu viel Unmoralisches am Pharisäertum sein, vergleicht man die Zustände im real existierenden Kapitalismus. Pharisäer sind nach landläufiger Meinung so etwas wie der Abschaum der Heuchelei und der Hartherzigkeit , die vor zweitausend Jahren die normalen Gläubigen tyrannisierten und ausbeuteten und schließlich auch den guten und arglosen Wanderprediger Jesus von Nazareth ans Kreuz genagelt haben. So zumindest die christliche Sichtweise. Die Freud’sche Sichtweise scheint mir genauso interessant: Wer in anderen einen Heuchler sieht, ist selber einer, wer in anderen die Unmoral sieht, sieht in den anderen seinen eigenen Schatten.
Vgl. > Der Fingerpointer
Der Phrasendrescher
Vgl. > Der Dampfplauderer, Der Filibuster, Die Nebelgranate, Der Wolkenschieber
Der Politiker
Berlusconi, Mugabe, der Herrscher von Burma, die Despoten östlich von Asarbeidschan und die Schergen in Nodkorea haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind Teil des globalen Gruselkabinetts der Politiker, gekaufte Taugenichtse, die es in einem richtigen Beruf nicht zum Prokuristen geschafft hätten. Sie produzieren warme Luft und Darmgase, heizen die Atmosphäre auf. Ist das der Grund, dass sie meist Sonnenbrillen tragen? »Ich lese den Sportteil der Zeitung immer zuerst, denn er verzeichnet menschliche Leistungen. Auf den ersten Seiten stehen nur die Fehlleistungen« (Earl Warren, Gouverneur von Kalifornien, Oberster Bundesrichter, USA , 1891–1974).
Der Polizist
Vgl. > Der Bulle
Der Sadist
Achtung Helfersyndrom und weißer Kittel: oft als Zahnarzt getarnt.
Die Salmonelle
Im schönsten Genuß schlagen sie unbemerkt zu. Und wenn man merkt, dass man von einer Salmonelle befallen ist, ist es zu spät. Der Hinterrücksler par excellence.
Der Sarkastische
Findet das alles schon lange unlustig. Umgeben von lauter Verrückten, ist er hochgradig veränderungssatt. In diesem Überdruss der Beschleunigung ist Stillstand beruhigend, alles andere wird mit Hohn und Spott mies gemacht.
Der Säulenheilige
Selbst ernannte Instanz für und gegen alles, geprägt von bürgerlicher Arroganz, getrieben von linker Ignoranz.
Vgl. > Der Gutmensch
Die Schabracke
Eine Schabracke ist ursprünglich eine Decke für Pferderücken als Sattelunterlage. In Mittel- und Ostdeutschland umgangsprachliche Bezeichnung einer ungepflegten, unansehlichen Frau (»olle Schabracke«). Was der Volksmund damit meint: Die Dame wäre mit besagter Decke wohl besser verhüllt geblieben.
Vgl. > Die Ungeküsste
Die Schlampe
Vgl. > Die Schlange
Der Schlappschwanz
Ein Blindgänger und Weichei, in Zeiten von Viagra und anderen Chemokeulen nicht mehr leicht auszumachen.
Der Schleimer
Was Schnecken als Absonderung für die Fortbewegung brauchen, verwenden Schleimer, um bestimmte Ziele zu erreichen. Wer sich nicht hochschlafen kann, muss sich halt hochschleimen. Was ist der Super- GAU des Suck-up? Er schleimt sich hinten rein. Und es sind schon fünf andere da.
Der Schmeichler
Vgl. > Der Speichellecker
Der Schönredner
Vgl. > Der Beschöniger, Der Euphemist
Das Schwein
»Es ist so schön, ein Schwein zu sein«, sang der österreichische Sänger Georg Danzer, und weiter: »Hey du! Bist du ein Schwein? Dann komm doch rein und sei gemein. Meine Damen, meine Herren! Ich bin ein Schwein und ich bin es gern, denn Schweine gibt es überall, nicht nur in einem Schweinestall, man trifft sie auf der ganzen Welt, mal sind sie arm, mal haben sie Geld, mal sind sie herzlich, mal gemein, es ist so schön, ein Schwein zu sein. Es ist so schön, ein Schwein zu sein.« Auch wenn es Schweine überall gibt, am besten munden sie auf dem Teller, denn »des Genießers Lebenszweck
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