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Sean King 04 - Bis zum letzten Atemzug

Titel: Sean King 04 - Bis zum letzten Atemzug Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: David Baldacci
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rasch: »Sie hatte viele Freunde. Alle weiblich, soviel ich weiß. Wir haben viel zusammen unternommen und hatten eine Menge Spaß. Das war's.«
    »Kann ich ihre Namen haben?«, fragte Michelle.
    »Warum?«
    »Weil ich mich auch mit ihnen unterhalten will.«
    »Untersuchen Sie den Fall?« Donna beäugte Michelle misstrauisch. »Sally sagte mir, Sie wären früher mal beim Secret Service gewesen, und dass Sie jetzt als Privatdetektivin arbeiten.«
    »Stimmt. Im Augenblick bin ich aber nur eine Tochter, die ihre Mutter verloren hat. Kann ich die Namen haben?«
    Donna gab sie ihr zusammen mit den Kontaktinformationen.
    Auf der Fahrt zurück klingelte Michelles Handy. Sie nahm ab, hörte zu und unterbrach dann die Verbindung. »Scheiße.«
    »Was ist?«
    »Das war mein Bruder Bill. Die Cops haben gerade meinen Dad zum Verhör mitgenommen.«

35.
    S ie fuhren mit Bill Maxwell aufs Revier, doch trotz Bobbys Verbindungen erfuhren sie nur wenig, und schließlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als in der Lobby zu warten und schlechten Kaffee aus dem Automaten zu trinken. Zwei Stunden vor Sonnenaufgang kam Frank Maxwell blass und erschöpft durch den Flur geschlurft. Er war überrascht, seine Kinder zu sehen.
    Bill legte seinem Vater sofort die Hand auf die Schulter. »Alles okay, Pop? Ich kann einfach nicht glauben, dass sie so eine Scheiße abgezogen haben.«
    »Sie haben nur ihren Job gemacht, Billy. Du würdest es nicht anders machen.«
    »Was haben sie gewollt?«, fragte Michelle.
    »Das Übliche. Wer, was, warum«, antwortete Frank in beiläufigem Tonfall, doch ohne seine Tochter direkt anzusehen.
    »Was hast du ihnen erzählt?«, hakte Michelle nach.
    Jetzt schaute er sie streng an. »Die Wahrheit.«
    Michelle rückte näher an ihren Vater heran. »Und die wäre?«
    Bill trat zwischen die beiden und legte seiner Schwester die Hand auf die Schulter. »Könntest du dich mal zurückhalten? Mom wird heute Nachmittag beerdigt, verdammt.«
    »Ich weiß«, schoss Michelle zurück und riss sich von ihrem Bruder los. »Was hast du ihnen erzählt, Dad?«
    »Das geht nur sie und mich etwas an. Und meinen Anwalt.«
    »Deinen Anwalt?« Bill riss die Augen auf.
    »Ich stehe unter Verdacht. Ich brauche einen Anwalt.«
    »Aber du hast doch nichts getan.«
    »Sei nicht dumm, Billy. Es sind auch früher schon Unschuldige ins Gefängnis gegangen; das wissen wir beide. Aber wie jeder andere habe ich das Recht auf juristischen Beistand.«
    Sie fuhren gemeinsam nach Hause. Frank und Bill Maxwell saßen hinten. Während der ganzen Fahrt sagte niemand ein Wort.
    Später, als Sean das Haus der Maxwells verließ und in sein Hotel fahren wollte, sagte er zu Michelle: »Kümmere du dich um deinen Vater. Ich werde mal sehen, ob ich ein paar Freundinnen von dieser Liste noch vor der Beerdigung zu fassen bekomme.«
    »Ich komme mit dir.«
    »Aber deine Familie ...«
    »Er hat meine vier Brüder. Ich bezweifle, dass er mich vermissen wird. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn wir kommen nicht besonders miteinander zurecht.«
    »Okay, aber erst mal gönne ich mir ein paar Stunden Schlaf.«
    »Ich auch«, sagte Michelle.
    Zurück im Hotel plünderte Sean die Minibar, schlief vier Stunden und erledigte dann mehrere Anrufe. Tuck Dutton war aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sean rief Pam Duttons Schwester in Bethesda an. Tuck hatte die Kinder abgeholt und war in ein Mietshaus gefahren, berichtete sie Sean.
    Sean hatte Tucks Handynummer; also versuchte er es da. Nach dem zweiten Klingeln hob jemand ab.
    Es war nicht Tuck.
    »Jane?«
    »Hallo, Sean.«
    »Ich habe gehört, Tuck sei mit den Kindern in ein Mietshaus gezogen.«
    »Stimmt. Ich helfe ihnen, sich einzurichten.«
    »Wo ist das?«
    »In Virginia. Ein Stadthaus nicht weit von der Vienna Metro. Das FBI bringt hier manchmal ausländische Agenten unter. Natürlich ist auch der Secret Service hier.«
    »Wie geht es Tuck und den Kindern?«
    »Nicht gut. Hast du Fortschritte gemacht?«
    »Ja. Kann Tuck an den Apparat?«
    »Kannst du es mir nicht sagen?«
    »Ich muss mit Tuck darüber sprechen.«
    Jane machte ein missbilligendes Geräusch. Trotzdem hörte Sean einen Augenblick später Tucks Stimme.
    »Was gibt's, Sean?«
    »Steht Jane neben dir?«
    »Ja, warum?«
    »Für das, was ich dir zu sagen habe, wirst du ein bisschen Ungestörtheit brauchen. Such sie dir.«
    »Aber ...«
    »Such sie dir!«
    »Moment.«
    Sean hörte, wie Tuck etwas murmelte; dann waren Schritte zu hören. Schließlich

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