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Silberband 012 - Der Anti

Titel: Silberband 012 - Der Anti Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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Imperator zu begrüßen.
    Dann schritt Atlan neben Rhodan die Front der Arkoniden ab, die vor zehntausend Jahren auf
eine lange Reise gegangen waren.
    Es war alles sehr feierlich und eindrucksvoll. Wenn die führenden Ahnen von Atlans Macht
überzeugt waren, mußten es die übrigen in den fünf Transportern auch sein.
    Die Telepathen Betty Toufry, Ishy Matsu und Mausbiber Gucky saßen mit einigen
anderen Mutanten in der Messe der DRUSUS und vertrieben sich die Zeit bis zum bevorstehenden
Start.
    Wie üblich fand zwischen Ishy und Betty ein hartes Duell in dreidimensionalem Schach statt.
Wie gebannt beobachteten die anderen das Spiel, das in seiner Art einmalig war. Durch
Antigravfelder gehalten, schwebten die zweihundertsechsundfünzig Figuren in dem Kubus, der
doppelt so viele Kubikfelder enthielt. Die Figuren konnten in andere Ebenen überwechseln und
sogar springen.
    »Du bist am Zug, Betty«, piepste Gucky und rutschte unruhig auf seinem Sessel hin und her.
»Ist doch kinderleicht jetzt. Mindestens einen der Könige kannst du schachmatt setzen.«
    Betty starrte weiter auf den flimmernden Kubus und streichelte dabei Guckys rotbraunes Fell.
»So? Meinst du, es wäre besonders klug, in einer Ebene einen Sieg zu erringen – und dafür
mindestens zwei eigene zu verlieren? Ich dachte, du spieltest besser Schach, Gucky.«
    Man konnte in der Tat bei einem Spiel achtmal verlieren. Man mußte aber mehr als achtmal
soviel denken als bei gewöhnlichem Schach. Es war daher kein Wunder, wenn dreidimensionales
Schach meist nur von Mutanten gespielt wurde.
    Betty zog. Sie drückte auf eine Schaltanlage auf ihrer Seite. Eine der Figuren glitt eine
Ebene tiefer und auf ein anderes Feld.
    Ishy Matsu versank in Nachdenken.
    Gucky sah plötzlich auf. Er blickte zur Tür. Sekunden später öffnete sie sich, und Rhodan trat
ein.
    Der Administrator des Solaren Imperiums nickte den Mutanten zu und setzte sich in einen der
freien Sessel, die zwanglos um die Schachspielanlage gruppiert worden waren. Es schien reiner
Zufall, daß sein Platz neben Gucky war.
    Der Mausbiber ließ sich wieder in die Polster zurücksinken und zeigte nur noch Interesse für
das Spiel.
    »Du hättest dir die große Parade ansehen sollen«, sagte Rhodan leise zu ihm. »Sehr
eindrucksvoll, versichere ich dir. Ich gehe jede Wette darauf ein, daß alle hundertzehntausend
Schläfer Atlan den Eid leisten werden.«
    Gucky sah gegen die Decke.
    »Und das hat er mir zu verdanken«, murmelte er und spielte damit auf die unbestreitbare
Tatsache an, daß er das Schiff der Ahnen entdeckt hatte. »Hoffentlich denkt Atlan immer daran,
daß wir Freunde sind.«
    »Das wird er niemals vergessen, mein Kleiner. Atlan ist mehr Terraner als Arkonide. Es kann
nichts geben, das ihn zu unserem Gegner machen würde.«
    Rhodan ahnte noch nicht, wie sehr er sich irrte, aber jenes Ereignis, das ihn eines Besseren
belehren würde, lag noch weit in der Zukunft.
    Gucky schien beschlossen zu haben, seine Skepsis aufzugeben und das Thema zu wechseln. Mit
einem kurzen Seitenblick überzeugte er sich davon, daß Ishy Matsu dabei war, die Partie gegen
Betty Toufry zu verlieren, dann meinte er, zu Rhodan gewandt: »Wann starten wir?«
    »Sikermann hat bereits seine Anweisungen. Wir werden einen kleinen Umweg machen, ehe wir zur
Erde zurückkehren. Es gibt einige Planeten, denen ich einen Besuch abstatten möchte.«
    Weiter kam er nicht.
    Es geschah etwas völlig Unerwartetes und Unerklärliches.
    Rhodan, der Guckys Worte deutlich hören konnte, spürte plötzlich einen fast körperlichen
Schmerz im Kopf. Es war, als presse sich eine unsichtbare Hand um sein Gehirn und wolle es
zerdrücken. Unwillkürlich griff er sich an den Kopf – wenigstens wollte er das tun. Aber
seine Glieder waren wie gelähmt. Er konnte sich kaum noch rühren.
    Gucky und den anderen Telepathen erging es nicht anders.
    Perry Rhodan!
    Der Gedanke stand klar und zwingend in aller Gehirn. Er kam aus dem Nichts und war so
intensiv, daß er schmerzte. Keiner der Mutanten wäre in der Lage gewesen, so stark und suggestiv
zu denken, daß er auf mentalem Wege hätte Schmerzen erzeugen können.
    Perry Rhodan!
    Diesmal war der Gedanke zwingender und drängender. Es war, als tappe der Urheber noch im
dunkeln, wo er Rhodan erreichen könne. Vielleicht war das sogar auch der Fall.
    Ishy Matsu stöhnte auf und sackte in sich zusammen. Sie hatte den körperlichen Schmerz nicht
ausgehalten und war

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