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Silberband 052 - Exil im Hyperraum

Titel: Silberband 052 - Exil im Hyperraum Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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alle. Die Grundgesetze der Mathematik besaßen genauso eine gemeinsame Basis wie die Gesetze der Natur. Die Resultate entsprechender Forschungen waren identisch.
    »Befehlsgeber für Impulsempfänger!« stellte Rhodan knapp fest und deutete auf eine zerbrochene Glasscheibe über einem grünen Knopf. »Da hat jemand manipuliert, der nicht mit der Anlage vertraut war.«
    »Dieser Hamart, ganz bestimmt!« meinte Gucky und berichtete, was er von Dronal erfahren hatte. »Der muß ja ganz schön hier herumgespielt haben.«
    »Das Unterwassergebirge …?« Rhodan sah gedankenverloren auf die Kontrollen, dann fuhr er fort: »Wir müssen diesen Hamart finden! Er scheint die Schlüsselfigur zu sein. Zwar habe ich den Eindruck, daß wir nicht viel von ihm erfahren können, aber der geringste Hinweis kann für Ovaron von großem Wert sein.«
    »Suchen wir ihn«, schlug Gucky vor.
    Rhodan nickte.
    »Gut, kehren wir zur Space-Jet zurück. Von dort aus versuchst du, seine Gedankenimpulse aufzuspüren. Nur so wird es möglich sein …« Er kam nicht weiter.
    Eine Erschütterung, der ein kurzer, harter Stoß folgte, riß sie von den Füßen. Sie verloren alle drei den Halt und sanken zu Boden. Auch der Roboter PRX-64 kam mühsam wieder auf die Beine. Er schien den Grund für das unerwartete Ereignis bei den drei bisher so friedfertigen Besuchern zu suchen, denn er kam schwankend auf sie zu.
    »Ein Seebeben!« vermutete Ras Tschubai und rappelte sich auf. Erwartungsvoll sah er dem Roboter entgegen. »Was will der Kerl von uns?«
    Rhodan stand bereits wieder. Er spürte, daß der Stoß erst der Anfang gewesen war. Über die Außenmikrophone vernahm er ein heftiges Rauschen, so als ströme plötzlich das ganze Meer an der Kuppel vorbei und versuche, sie mitzureißen.
    »Wir müssen hier fort! Die Space-Jet …!«
    Gucky und Ras Tschubai begriffen sofort. Noch ehe der Roboter sie erreichen und Schwierigkeiten machen konnte, sprangen die beiden Teleporter mit Rhodan in die Space-Jet zurück.
    Sie kamen keine Sekunde zu früh. Das Meer, auf unerklärliche Weise in Aufruhr geraten, zerrte mit aller Macht an den Magnetfeldern, mit denen sich das Raumschiff verankert hatte.
    »Starten!« befahl Rhodan. »Nach oben!«
    Wie eine riesige Luftblase schoß die Space-Jet aufwärts und durchbrach die Wasseroberfläche.
    Rhodan und die anderen sahen auf die Bildschirme. Ihnen bot sich ein seltsames und unheimliches Bild.
    Das Meer hatte sich in einen gigantischen Strudel verwandelt, als sei in der Kruste des Planeten ein Loch entstanden, in das es stürzte. Das Meer schien im Innern des Planeten Cham verschwinden zu wollen.
    Hamart glaubte sich verloren.
    Unerbittlich hielt ihn die metallene Kugel fest und schleppte ihn mit sich durch breite Korridore, enge Gänge und riesige, mit Maschinen angefüllte Hallen. Hamart hatte es längst aufgegeben, sich mit der Kugel telepathisch zu verständigen. Das Ding dachte nicht!
    Einmal begegneten sie anderen Wesen, die auch nicht dachten. In dieser Hinsicht ähnelten sie den angriffslustigen Metallwesen in der Heiligen Kuppel. Aber sie schienen friedlicher Natur zu sein. Sie gingen irgendwelchen geheimnisvollen Aufgaben nach, ohne sich um die Kugel und ihren Gefangenen zu kümmern.
    Hamart war sicher, daß er zu dem Häuptling oder Anführer der merkwürdigen Wesen gebracht werden sollte, die sich in dem Unterwassergebirge eingenistet hatten, ohne daß bisher jemand davon etwas gewußt hatte. Immerhin war er nun ganz sicher, daß zwischen der Heiligen Kuppel und dieser Festung ein inniger Zusammenhang bestand.
    Aber welcher?
    Immer wieder passierten sie Räume, in denen Dutzende von skurril geformten Gestalten herumstanden, die zu schlafen schienen. Sie bewegten sich nicht, und sie dachten nicht. Sie standen einfach da, als warteten sie auf das Signal, geweckt zu werden.
    Hamart konnte nicht ahnen, daß er sich in einem ›Sammler‹ aufhielt.
    Der Sammler besaß eine Länge von 230 Kilometern und war an der stärksten Stelle 68 Kilometer dick. In der unauffälligen Form eines riesigen Gebirges war er im Grund des Meeres verankert worden. Nur der geringste Teil ragte aus dem Meeresboden hervor, der Rest lag in der Planetenkruste eingebettet. Und zwar so eingebettet, daß er sich jederzeit aus ihr lösen konnte, wenn das Signal zum Aufbruch eintraf.
    Das Signal war eingetroffen!
    Die Vorbereitungen zum Start ins Unbekannte waren längst angelaufen, als Hamart in den Strudel und damit in den Sammler geriet. Er

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