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Silberband 059 - Herrscher des Schwarms

Titel: Silberband 059 - Herrscher des Schwarms Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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bemerkte den Ertruser. Er kam zu ihm. Sein Gesicht war ernst, aber entspannt.
    »Sie waren bei Dr. Jacobi?«
    »Das ist richtig«, entgegnete Kasom.
    »Er teilte mir mit, daß er sich offenbar geirrt hat. Wir wurden unterbrochen, als der Ortungsalarm kam.«
    »Der Virologe scheint sehr besorgt zu sein«, sagte Kasom. »Er befürchtet, daß das Regulationsvirus in seiner isolierten Form doch hochgradig ansteckend für Menschen sein könnte und dann eine tödliche Krankheit hervorruft.«
    Rhodan schien zu erschrecken. Atlan drehte sich nach ihm und dem Ertruser um. Rhodan ging sofort zu ihm.
    Bis jetzt hatte die MARCO POLO noch keinen einzigen Schuß abgefeuert. Der eigentliche Kampf fand weit von ihr entfernt statt.
    »Die Beiboote wehren den Angriff mühelos ab«, stellte Atlan fest. »Sie werden mit den etwa eintausend Angreifern leicht fertig. Man scheint den Transformgeschützen auch hier keinen ernsthaften Widerstand entgegensetzen zu können.«
    Perry Rhodan beobachtete das Schlachtgetümmel. Die großen Bildschirme vermittelten einen guten Eindruck vom Kampf. Einige Raumschiffe des Schwarms hatten den Abwehrgürtel der MARCO POLO durchbrochen. Sie flogen das Ultraschlachtschiff mit rasender Geschwindigkeit an. Blitzartig umgab sich das terranische Schiff mit seinen diversen Schutzschirmen.
    »Wie lange noch?« fragte Rhodan.
    Kasom las die Minuten von einem Bildschirm ab, auf dem die Zahlen eingeblendet wurden, die anzeigten, wieviel Zeit die Wissenschaftler noch benötigten.
    »Sieben Minuten«, sagte er.
    Atlan ging zur Steuerschaltung der Positronik, als ein Kontrollicht aufleuchtete. Er kehrte mit einem beschriebenen Blatt zurück. Flüchtig las er sich die Auswertung durch.
    »Nach der Ansicht unserer Psychologen hat es einen Kampf dieser Art im Schwarm nie zuvor gegeben«, berichtete er. »Wir haben bis jetzt noch keinen Verlust zu beklagen. Einige Beiboote meldeten lediglich leichte Beschädigungen. Der Gegner scheint völlig überrascht und verwirrt zu sein.«
    Jetzt blitzten die Energiegeschütze der MARCO POLO auf. Die Feuerleitzentrale schlug mit konzentrierter Kraft zu, als sich die fremden Raumschiffe bis auf 200.000 Kilometer genähert hatten. Mehrere grell aufleuchtende Gaswolken entstanden, als die Angreifer getroffen wurden. Danach gab es keinen Feind mehr in unmittelbarer Nähe des Ultraschlachtschiffes.
    »Der Gegner zieht sich zurück«, meldete einer der Offiziere.
    Auf den Bild- und Ortungsschirmen war deutlich zu erkennen, daß die Beiboote sich immer weiter von der MARCO POLO entfernten.
    Dann aber begann eine zweite Angriffsaktion. Der Gegner versuchte noch einmal, den Verteidigungsgürtel der MARCO POLO mit aller Macht zu durchbrechen. Die Beiboote setzten alle verfügbaren Waffen ein, um den Durchbruch zu verhindern. Die positronische Auswertung zeigte an, daß sie sehr erfolgreich waren.
    »Noch zwei Minuten«, sagte Toronar Kasom.
    Endlos langsam verstrichen die Sekunden. Immer wieder versuchten einige Angreifer die sich unglaublich schnell bewegenden ›Linien‹ zu durchbrechen, doch alle Bemühungen scheiterten.
    »Noch dreißig Sekunden.«
    Rhodan deutete auf einen Bildschirm. Ein riesiges, walzenförmiges Raumschiff raste direkt auf sie zu. Einige Lightning-Jäger verfolgten es und griffen es mit Energiegeschützen an, doch es verfolgte unbeirrt seinen Kurs.
    »Zehn Sekunden«, sagte Kasom.
    Rhodan beugte sich über ein Mikrophon. »Aktion beendet«, erklärte er. »Wir ziehen uns zurück.«
    Die MARCO POLO verließ ihre Warteposition. Sie begann sich zu bewegen und wurde von Sekunde zu Sekunde schneller. Die Emotionauten nutzten die volle Beschleunigungskraft von 720 Kilometern im Sekundenquadrat.
    Das walzenförmige Raumschiff blieb schnell zurück. Es begann, mit seinen Energiestrahlern zu feuern, aber es erzielte keine Wirkung. Die Energieblitze konnten weder den grünen Hochenergie-Überladungsschirm noch den Paratronschirm durchschlagen.
    Toronar Kasom beobachtete mit Hilfe der Ortungsschirme, daß auch die Beiboote der MARCO POLO sich aus diesem Raumsektor zurückzogen. Wenig später ging das riesige Raumschiff zum Linearflug über. Es glitt in die Librationszone und entzog sich damit seinen Gegnern.
    »Jetzt wird sich zeigen, ob die anderen auch so etwas wie einen Halbraumspürer haben«, sagte Toronar Kasom. »Wir werden bald wissen, ob wir uns länger im Schwarm halten können.«

20.
    Dr. Jacobi verließ die Messe, bevor er seine Mahlzeit beendet hatte. Seit einigen

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