TIFFANY SEXY Band 59
Füßen?“
Brooke zog eine Braue hoch, aber Zach lächelte. „Sie sind meine Nummer eins, Phyllis, das wissen Sie.“ Die alte Dame war ungewöhnlich blass und außer Atem, und das bereitete ihm Sorgen. Wahrscheinlich hatte sie wieder mal vergessen, ihre Medikamente einzunehmen. Er hockte sich neben sie und nahm ihre Hand. „Sie nehmen doch Ihre Pillen, Phyllis?“
Sie beugte sich über ihre Katze. „Ach, du weißt ja, wie das ist, Zachie.“
Mit einem Seufzer streckte er die Hand nach Brookes Blutdruckmesser aus. „Darf ich?“
Ihre Finger berührten sich, als sie ihm das Gerät gab, und ihn durchzuckte ein elektrisierendes Kribbeln. Er konzentrierte sich jedoch und wandte nicht den Blick von Phyllis ab, während er ihr die Manschette anlegte.
„Also ein Kab-Einsatz, ja?“, hörte er Brooke zu Dustin sagen.
„Katze auf Baum“, erklärte sein Kollege grinsend.
„Und? Habe ich den Test bestanden?“, wollte Brooke wissen.
„Ja. Sie waren gut, Nummer sieben.“
„Sie müssen die Katze im Haus halten“, sagte Zach zu Phyllis. Er gab Brooke den Blutdruckmesser zurück und streifte versuchsweise auch diesmal ihre Hand. Oh ja . Das Kribbeln war noch da. „Cecile ist hier draußen nicht sicher, Phyllis.“
„Jetzt ja.“
„Ja.“ Mühsam verdrängte er Brooke aus seinen Gedanken und konzentrierte sich auf Phyllis. „Wir haben einen neuen Chief.“
„Ich weiß. Allan Stone, in Santa Rey geboren und aufgewachsen und jetzt wieder aus Chicago zurück, um Gutes in seiner Heimatstadt zu tun. Ich habe in der Zeitung über ihn gelesen.“
Zach brauchte nicht erst die Zeitung zu lesen, um etwas über seinen neuen Vorgesetzten zu erfahren. Wann immer er seine Nase in Tommys Brandursachenermittlungen steckte, wurde er zu einem sehr persönlichen Gespräch in Mr. Stones Büro gerufen. „Nach allem, was er in Chicago gesehen hat, wird er das hier nicht als Notfall einstufen.“
„Aber es war ein Notfall.“
„Tut mir leid, Phyllis.“
„Ja.“ Die alte Dame seufzte. „Ich weiß. Ich bin alt, aber nicht senil. Ich verstehe schon.“ Sie streichelte ihre Katze liebevoll. „Cecile ist nur eben gern im Freien. Und dann kommt ihr ja auch immer …“
„Das meine ich ja. Wir können nicht immer kommen. Falls wir gerade hier sind, wenn ein Notfall eintritt, wäre jemand anderer ohne unsere Hilfe. Das wollen Sie doch sicher nicht, Phyllis.“
„Nein, natürlich nicht.“ Sie drückte die Katze an sich. „Du hast recht, Zachie. Es tut mir leid.“
„Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.“ Er kraulte die Katze hinter den Ohren und erhob sich, um zu gehen, aber Brooke vertrat ihm den Weg. Obwohl sie mit ihrem Stethoskop und dem Blutdruckmesser in der Hand sehr professionell und sachlich wirkte, war ihre Verärgerung ihr nur allzu deutlich anzusehen. „Ich würde Sie gern sprechen“, sagte sie steif.
Auch das gefiel Zach, dass sie trotz ihres attraktiven Aussehens so spröde klingen konnte. So beherrscht und souverän, dass er sich wünschte, sie einmal gründlich durcheinanderzubringen. Vorzugsweise im Bett natürlich. „Wollen Sie mich sprechen oder mir den Kopf abreißen?“
„Ich beiße nicht.“
„Schade.“ Er ging an ihr vorbei zu seinem Wagen, um Aidan mit der Leiter zu helfen, aber Brooke war noch nicht mit ihm fertig und kam ihm nach.
„Ich wäre fast auf diesen Baum gestiegen. Ohne Leiter, wie ich vielleicht hinzufügen darf.“
„Niemand hätte Sie hinaufsteigen lassen“, sagte Zach.
„So? Ich hatte aber den Eindruck, dass hier alle glauben, man hätte mich hierhergeschickt, um euch zu unterhalten.“
„Sie müssen das verstehen, Sie sind nun schon die siebte Rettungs…“
„… die das Handtuch schmeißen wird? Da irren Sie sich, denn ich denke nicht mal daran.“
„Das glaube ich Ihnen.“
„Wirklich?“
Er lächelte über ihre erstaunte Miene. „Ja. Und ich hätte Sie auch nicht auf diesen Baum steigen lassen, Brooke. Auf keinen Fall.“
Sie sah ihn lange schweigend an. „Gilt Ihr Wort etwas?“
Zach war vieles, aber ganz bestimmt kein Aufschneider. „Das werden Sie hoffentlich mit der Zeit selber merken.“
Wieder sah sie ihn lange an, dann wandte sie sich ab und entfernte sich mit einer Würde, die ihn sich wie ein Schuft vorkommen ließ, obwohl er doch eigentlich gar nichts falsch gemacht hatte.
In den nächsten Tagen wurden sie buchstäblich nonstop zu Einsätzen gerufen. Die momentane Hitzewelle machte allen auf der Feuerwache sehr zu schaffen.
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