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Two Night Stand

Two Night Stand

Titel: Two Night Stand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Ki-Ela Stories
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ist meine Sache, was ich tue oder lasse!“
    „Noch lange nicht! Denk an deine Oma – und denk mal an mich! Ich habe mir Sorgen gemacht!“
    „Nicht jeder, der auf ein Motorrad steigt, baut zwangsläufig einen Unfall oder ist dem Tode geweiht – meine Güte!“, sie verdrehte genervt die Augen.
    „Aber es hätte passieren können!“
    „Ist es aber nicht! Und jetzt hör bitte auf damit, ich habe es nun einmal getan, und es hat totalen Spaß gemacht! Und nein, ich bereue es nicht, es war toll, mal wieder zu fahren!“, zeterte sie weiter.
    „Ich fand es unmöglich!“
    „Ist mir egal, damit muss ich wohl leben. Aber ich kann ja abreisen, dann störe ich dich nicht mehr mit meiner Anwesenheit und meinen unmöglichen Aktionen!“, sie sprang vom Bett auf und ging zum Schrank.
    Shona war mächtig aufgebracht, sie konnte jetzt einfach nicht mehr in seiner Nähe sein. Sie zog wahllos ihre Sachen aus dem Schrank und stopfte alles in ihren Koffer.
    „Das ist nicht dein Ernst, oder?“, Tim beobachte sie fassungslos. „Du kannst nicht einmal einen Fehler eingestehen! Du bist total kritikunfähig!“
    „Und du bist ein Kontrollfreak! Es tut mir leid, wenn du das nicht verstehen kannst, aber es hat einfach nur Spaß gemacht. Du kannst mich ja bei der Polizei hier anzeigen, weil ich ohne Helm gefahren bin.“
    Shona hastete noch ins Bad und stopfte ihren Kulturbeutel in den Koffer dazu. „Und jetzt lass mich durch, ich muss hier raus, sonst ersticke ich!“

23
     
     
    „Wo willst du denn hin?“, Tim schaute sie ratlos an, erst jetzt fiel ihm auf, dass sie ihren Koffer in der Hand hatte.
    „NACH HAUSE! Da kann ich wenigstens tun und lassen, was ich will “, sie stapfte an ihm vorbei und eilte die Treppe hinunter.
    Unten in der Halle standen Severin und Zacharias von Hofmannsthal, sie sahen sie ebenso erstaunt an.
    „Danke für die Einladung, es war sehr schön, aber… aber… ich muss weg“, jetzt kullerten die ersten Tränen über ihre Wangen, sie wischte sie hastig weg und stürmte zur Türe.
    Tim war für einen Moment wie erstarrt, das konnte jetzt ja wohl unmöglich wahr sein! Doch dann wurde ihm der Ernst der Lage klar und er lief ihr schnell nach.
    „Sie ist da lang“, Severin deutete auf die Haustüre.
    „DANKE! Das hab’ ich mir fast schon gedacht“, zischte Tim ihm böse zu.
    „Hier!“, Antoine war dazugekommen und schmiss ihm einen Autoschlüssel zu. „Warte noch einen Moment bis sie sich beruhigt hat, dann kannst du sie einfangen. Sie kann ja nur den einen Weg in den Ort nehmen, wenn sie hier wirklich weg will!“
    Tim atmete tief durch, er fuhr sich hastig mit der Hand durch die Haare. „Es… es tut mir leid, dass ihr das mitbekommen habt.“
    „Oh, für mich ist das kein Problem, ich hab’ Erfahrung mit temperamentvollen Frauen“, Antoine verdrehte die Augen. „Ich will auch gar nicht wissen, worum es hier geht.“
    „Ist eh eine Lappalie“, mischte sich Severin wieder ein, er schüttelte den Kopf und ging nach draußen, wo Manuela und Renate von Hofmannsthal auf der Terrasse saßen und von dem Drama scheinbar nichts mitbekommen hatten.
    Nur sein Vater stand Tim noch gegenüber. „Hol sie zurück, Tim. Vertragt euch wieder. Sie ist ein nettes Mädchen, vielleicht noch ein bisschen wild, aber sie ist nicht verkehrt.“
    Tim knurrte noch etwas, dann sah er auf den Autoschlüssel in seiner Hand. „Dieser kleine Teufel…“
    Sein Vater lachte nur und klopfte ihm auf die Schulter.
     
    Shona schluchzte laut auf, sie sah den Weg nur verschwommen, der vor ihr lag. Eben noch war sie ihn total glücklich auf dem Motorrad hinaufgefahren und jetzt… jetzt war alles nur noch furchtbar.
    Furchtbar und ungerecht.
    TIM war furchtbar und ungerecht.
    Okay, sie sah noch ein, dass es leichtsinnig gewesen war, ohne Helm zu fahren. Aber sie hatte da überhaupt nicht drüber nachgedacht. Trotzdem hatte er kein Recht dazu, ihr SO eine Szene deswegen zu machen. Er hatte ihr alles verdorben und er hatte sich unnötig aufgeplustert. Dazu hatte sie überhaupt keine Lust, so was würde sie sich nicht noch einmal antun. Da konnte er machen, was er wollte…
     
    Sie hörte ein Motorengeräusch, es kam immer näher und es kam aus der Richtung der Villa. Shona straffte ihre Schultern und sah stur geradeaus.
    Tim fuhr langsam an sie heran, irgendwie hatte er gehofft, dass sie von selbst einsehen würde, dass sie einen Fehler gemacht hatte und wieder umgekehrt war, aber da machte ihm ihr Sturkopf einen Strich

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