Two Night Stand
eingestehen müssen, richtig aufgeregt gewesen zu sein.
„Hast du es eigentlich schon jemandem erzählt?“, fragte er sie dann. „Also, dass wir ein Paar sind?“
„Nein, ich habe heute so viel zu tun gehabt, dass ich nur mit dir kurz telefoniert habe. Und du?“, sie musterte ihn gespannt.
„Nein, auch noch nicht. Wir hatten heute drei Besprechungen und nachmittags war ich noch kurz bei einem Kunden. Außerdem wollte ich das mit dir erst absprechen. Ist es okay, wenn ich es meiner Familie erzähle?“
„Ja, wenn… wenn es für dich in Ordnung ist“, sie freute sich darüber, wenn er selbst diesen Schritt machen wollte, dann konnte es doch nur bedeuten, dass es ihm mit ihr ernst war, oder?
„Natürlich“, Tim griff nach ihrer Hand. „Du kennst doch meine Eltern schon, sie sind sehr nett und sie werden es auf jeden Fall positiv aufnehmen. Aber was ist mit deiner Familie? Meinst du, ich habe eine Chance, in ihren Augen zu bestehen?“
„Kokettierst du jetzt gerade?“, Shona kniff die Augen zusammen und musterte ihn misstrauisch. „Was sollten sie gegen dich haben, Timotheus? Mal abgesehen davon, dass du ein verwöhntes Söhnchen bist und dein Geld zum Fenster rauswirfst, hm?“
„Hexe!“
„Ja, ich könnte mir vorstellen, dass sie dich mögen. Zumindest wäre das nicht völlig undenkbar“, antwortete sie ihm arrogant.
„Stellst du mich ihnen vor?“
„Sehr gerne, wenn du das nervlich verkraftest“, kicherte sie.
„Sind sie so wie du? Dann überlege ich es mir noch einmal.“
„Nein, sie sind netter. Und Chloe ist eine Schönheit, dir werden die Augen rausfallen.“
Tim griff nach ihrer Hand. „Ich liebe dich. Da kannst du noch so frech werden…“
„Du weißt nicht, was du da sagst“, lachte sie auf, dann beugte sie sich zu ihm hinüber um sich noch einen Kuss zu stehlen. „Ich liebe dich auch.“
„Was? Mit wem bist du zusammen? Ich glaub’s nicht!“
Die schrille Stimme ihrer Schwester drang durchs Telefon, Shona hielt entnervt den Hörer etwas weiter von sich weg.
„Doch, das kannst du ruhig glauben“, entgegnete sie.
„Du hast ein Glück, das ist ja schon unverschämt“, platzte es aus Chloe heraus.
„Tja, während du krampfhaft auf der Suche bist, angele ich mir einfach mal einen der Hofmannsthaler. Ich kann verstehen, dass dich das anpiekst.“
„Ich will ihn mit eigenen Augen an deiner Seite sehen, vorher glaube ich dir kein Wort!“
„Keine Sorge, ich habe Ma schon angerufen, wir sind am Sonntag bei ihr zum Essen eingeladen. Kannst ja auch kommen“, schlug Shona ihr gönnerhaft vor.
„Darauf kannst du Gift nehmen!“
Shona drückte kichernd das Gespräch weg, so und nicht anders hatte sie sich die Reaktion ihrer Schwester vorgestellt. Sie war gespannt, wie es am kommenden Sonntag bei ihrer Familie werden würde, wenn sie mit Tim dort auflief.
Ihre Mutter und Oma Mimi hatten sich sehr gefreut, als Shona von ihm erzählt hatte, sie konnte sich auch vorstellen, dass vor allem auch ihre Mutter hoffte, dass sie jetzt ein wenig ruhiger werden würde.
Und Isabelle war eher erleichtert als verwundert, als Shona mit der Neuigkeit um die Ecke gekommen war.
Tim und sie hatten ihre Beziehung jetzt anderthalb Wochen vor den anderen geheim gehalten, sie wollten die ersten Tage nur für sich genießen.
Und es war wunderschön gewesen. Er war meist bei ihr vorbeigekommen, sie hatten zusammen gegessen, viel geredet und natürlich auch häufig miteinander geschlafen. Jetzt wollten sie sich auch den anderen als Paar vorstellen – Shona war gespannt, wie das werden würde.
„Hallo mein Engelchen“, Oma Mimi öffnete erfreut, als Tim und Shona am nächsten Sonntag pünktlich bei ihrer Familie ankamen.
‚ Engelchen? ’, Tim glaubte, sich verhört zu haben, das konnte ja nur ein Scherz sein, oder?
„Hi Omi. Das ist Timotheus“, stellte sie ihn artig vor.
„Bitte nennen Sie mich Tim“, korrigierte er Shona sofort. Er wusste, dass sie es liebte, ihn mit seinem richtigen Namen anzusprechen – vor allem dann, wenn sie ihn hochnehmen wollte.
„Hallo, Tim. Dann nennen Sie mich bitte auch Mimi“, lächelte Shonas Oma ihm zu. Sie hatte freundliche, warme Augen, Tim mochte sie sofort.
„Da ist also Shonas erster Mann – wie schön“, Cathleen Miller empfing ihn mit offenen Armen, Shona hatte ihn schon vorgewarnt, dass ihre Familie sehr direkt war, er war also gewappnet.
„Erster Mann kann man so ja nicht sagen“, stellte Shona gleich klar, bevor
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