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Waffenschwestern

Waffenschwestern

Titel: Waffenschwestern Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Elizabeth Moon
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Ihre Wachleute …«
    »Wissen Sie irgendetwas über diese Personen, Lord
    Thornbuckle?«
    »Sie gehören meiner Miliz an. Brun war … mit dem
    Sicherheitspersonal des Royal Space Service nicht ausgekommen, das sie nach Copper Mountain begleitet hatte. Es war zu einem Zwischenfall gekommen …«
    »Und Sie sagen, es waren mehr als fünf…«
    »Ja … es müssten zehn sein.« Lord Thornbuckle starrte auf die Tischfläche zwischen seinen Händen. »Brun fand, dass es zu viele waren.«
    »Naja, wir müssen unbedingt so schnell wie möglich die
    Beweise erhalten, die Solis gesammelt hat.« Savanches Augen glitten durch das Zimmer und richteten sich auf Barin. »Ensign
    – suchen Sie den Chief meiner Funkabteilung und sagen Sie ihr, dass ich eine abhörsichere Verbindung zur Shrike haben möchte.«
    »Sir.« Barin fand die Funkspezialistin des Grand Admirals vor dem Konferenzzimmer – jemand hatte vorhergesehen, dass 311
    sie gebraucht würde – und schickte sie hinein. Er war froh, dass er dort herausgekommen war und hoffte, dass man ihn nicht wieder hereinrief. Die Shrike … Esmay war an Bord der Shrike.
    Er fragte sich, wie sie die Nachricht aufgenommen hatte.
     
    Kapitel zwölf
     
    Die Shrike fegte wie ein Racheengel ins System, ein Eintritt mit hoher Geschwindigkeit durch eine für diesen Zweck
    freigehaltene Schneise; anschließend ging es mit einer Folge von Mikrosprüngen tiefer ins System … was einen Transit von normalerweise acht Tagen auf gerade mal elf Stunden
    reduzierte. Drei Schlepper kamen der Shrike entgegen und zogen sie mit einer leichtsinnig wirkenden relativen
    Geschwindigkeit zur Station. An Bord der Gyrfalcon lauerte Barin in der Scannerabteilung und verfolgte das Geschehen zusammen mit allen anderen.
    »Ensign …« Er drehte sich um und sah, dass ihn der
    Kommandant heranwinkte; er folgte ihm in dessen Büro.
    »Wir erhalten seit einer Stunde in Realzeit Daten von der Shrike«, sagte der Kommandant. »Ich möchte, dass Sie sie persönlich ins Büro des Grand Admirals bringen. Diese Daten sind nur für ihn gedacht, und ich möchte, dass Sie sie ihm persönlich übergeben.«
    »Sir.« Barin nahm den Ständer mit den vier Datenwürfeln entgegen – eine Menge Daten! – und machte sich auf den Weg zu der Bürosuite, die derzeit vom Grand Admiral belegt war.
    312
    Schon seit dem Eintreffen der Gyrfalcon hatte Barin das eine oder andere als Kurier überbracht, also hörten die Mitarbeiter des Admirals auf ihn, als er sagte: » … nur ihm persönlich.«
    »Sie müssen allerdings warten. Der Admiral empfängt gerade eine Delegation der Guernesi-Republik.«
    »Fein.« Barin fand einen Platz, wo er dem Verkehr, der
    durchs Vorzimmer lief, nicht im Weg war, und ließ die
    Gedanken zur Ankunft der Shrike abschweifen … und zu deren Erstem Offizier. Ob er wohl die Chance erhielt, Esmay zu sehen? Unwahrscheinlich; sicherlich war es der Kommandant der Shrike, der an irgendwelchen Konferenzen teilnehmen würde. Vielleicht lenkten die neuen Informationen, die Barin überbrachte, die Aufmerksamkeit von der ihm unterstellten Sachkenntnis von Brun ab; ihm selbst erschien das, was er über sie sagen konnte, immer ordinärer, je mehr er darüber
    nachdachte. Gut, sie hatte ihn in ihr Bett holen wollen; na und?
    Gut, sie war seiner Auffassung nach eine schwierige und eigensinnige Person gewesen … aber was auch immer sie
    gewesen war, sie hatte nicht verdient, was man ihr angetan hatte. Erneut sah er den Videoclip von dem chirurgischen Eingriff vor sich und spürte, wie ihm der Hals eng wurde; er schluckte mühsam.
    »Hallo, Ensign Serrano …«
    Sein Blick ruckte nach links, wo Lieutenant Esmay Suiza stand und ihn herausfordernd ansah … mit zweifellos einer Menge Daten in der abschließbaren Tasche.
    »Lieutenant!«
    313
    »Träumen Sie vor sich hin?«, fragte sie in beinahe dem Ton, den er von der alten Esmay kannte, aus der Zeit auf der Koskiusko.
    »Sir, meine Gedanken waren abgeschweift…«
    »Nur noch eine Minute, hat er gesagt«, unterbrach ihn der Sekretär am Schreibtisch. »Falls es dem Lieutenant nichts ausmacht, zusammen mit Ensign Serrano hineinzugehen …«
    »Überhaupt nichts«, sagte Esmay.
    Barin versuchte, nicht zu starren, aber – sie sah so gut aus!
    Ganz anders als Casea Ferradi; falls Esmay in mancherlei Hinsicht hochnäsig war, so war sie doch wenigstens sauber.
    Die Tür zum Admiral ging auf, und ein gehetzt wirkender Commander winkte sie herein. »Kommen Sie, Serrano, Suiza

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