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Werke

Werke

Titel: Werke Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Gotthold Ephraim Lessing
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hast, prophezeie ich dir deinen Mann.
    { ‡ }
Zweiter Auftritt
    Riccaut de la Marliniere. Das Fräulein. Franziska.
    Riccaut
noch innerhalb der Szene. Est-il permis, Monsieur le Major?
    Franziska
. Was ist das? Will das zu uns? Gegen die Türe gehend.
    Riccaut
. Parbleu! Ik bin unriktig. – Mais non – Ik bin nit unriktig – C’est sa chambre –
    Franziska
. Ganz gewiß, gnädiges Fräulein, glaubt dieser Herr, den Major von Tellheim noch hier zu finden.
    Riccaut
. Iß so! – Le Major de Tellheim; juste, ma belle enfant, c’est lui que je cherche. Où est-il?
    Franziska
. Er wohnt nicht mehr hier.
    Riccaut
. Comment? nok vor vier un swanzik Stund hier logier? Und logier nit mehr hier? Wo logier er denn?
    Das Fräulein
die auf ihn zu kömmt . Mein Herr, –
    Riccaut
. Ah, Madame, – Mademoiselle – Ihro Gnad verzeih –
    Das Fräulein
. Mein Herr, Ihre Irrung ist sehr zu vergeben, und Ihre Verwunderung sehr natürlich. Der Herr Major hat die Güte gehabt, mir, als einer Fremden, die nicht unter zu kommen wußte, sein Zimmer zu überlassen.
    Riccaut
. Ah voilà de ses politesses! C’est un très- galant-homme que ce Major!
    Das Fräulein
. Wo er indes hingezogen, – wahrhaftig, ich muß mich schämen, es nicht zu wissen.
    Riccaut
. Ihro Gnad nit wiß? C’est dommage; j’en suis faché.
    Das Fräulein
. Ich hätte mich allerdings darnach erkundigen sollen. Freilich werden ihn seine Freunde noch hier suchen.
    Riccaut
. Ik bin sehr von seine Freund, Ihro Gnad –
    Das Fräulein
. Franziska, weißt du es nicht?
    Franziska
. Nein, gnädiges Fräulein.
    Riccaut
. Ik hätt ihn zu sprek sehr notwendik. Ik komm ihm bringen eine Nouvelle, davon er sehr frölik sein wird.
    Das Fräulein
. Ich betauere um so viel mehr. – Doch hoffe ich, vielleicht bald, ihn zu sprechen. Ist es gleichviel, aus wessen Munde er diese gute Nachricht erfährt, so erbiete ich mich, mein Herr –
    Riccaut
. Ik versteh. – Mademoiselle parle françois? Mais sans doute; telle que je la vois! – La demande etoit bien impolie; Vous me pardonnerés, Mademoiselle. –
    Das Fräulein
. Mein Herr –
    Riccaut
. Nit? Sie sprek nit Französisch, Ihro Gnad?
    Das Fräulein
. Mein Herr, in Frankreich würde ich es zu sprechen suchen. Aber warum hier? Ich höre ja, daß Sie mich verstehen, mein Herr. Und ich, mein Herr, werde Sie gewiß auch verstehen; sprechen Sie, wie es Ihnen beliebt.
    Riccaut
. Gutt, gutt! Ik kann auk mik auf deutsch explizier. – Sachés donc, Mademoiselle – Ihro Gnad soll also wiß, daß ik komm von die Tafel bei der Minister – Minister von – Minister von – wie heiß der Minister da draus? – in der lange Straß? – auf die breite Platz? –
    Das Fräulein
. Ich bin hier noch völlig unbekannt.
    Riccaut
. Nun, die Minister von der Kriegsdepartement. – Da haben ik zu Mittag gespeisen; – ik speisen à l’ordinaire bei ihm, – und da iß man gekommen reden auf der Major Tellheim; et le Ministre m’a dit en confidence, car Son Excellence est de mes amis, et il n’y a point de mystères entre nous – Se. Exzellenz, will ik sag, haben mir vertrau, daß die Sak von unserm Major sei auf den Point zu enden, und gutt zu enden. Er habe gemakt ein Rapport an den Könik, und der Könik habe darauf resolvier, tout-à-fait en faveur du Major. – Monsieur, m’a dit Son Excellence, Vous comprenés bien, que tout depend de la maniere, dont on fait envisager les choses au Roi, et Vous me connoissés. Cela fait un très-joli garçon que ce Tellheim, et ne sais-je pas que Vous l’aimés? Les amis de mes amis sont aussi les miens. Il coute un peu cher au Roi ce Tellheim, mais est-ce que l’on sert les Rois pour rien? Il faut s’entr’aider en ce monde; et quand il s’agit de pertes, que ce soit le Roi, qui en fasse, et non pas un honnêt-homme de nous autres. Voilà le principe, dont je ne me depars jamais. – Was sag Ihro Gnad hierzu? Nit wahr, daß iß ein brav Mann? Ah que Son Excellence a le coeur bien placé! Er hat mir au reste versiker, wenn der Major nit schon bekommen habe une Lettre de la main – eine Könikliken Handbrief, daß er heut infailliblement müsse bekommen einen.
    Das Fräulein
. Gewiß, mein Herr, diese Nachricht wird dem Major von Tellheim höchst angenehm sein. Ich wünschte nur, ihm den Freund zugleich mit Namen nennen zu können, der so viel Anteil an seinem Glücke nimmt –
    Riccaut
. Mein Namen wünscht Ihro Gnad? – Vous voyés en moi – Ihro Gnad seh in mik le Chevalier Riccaut de la

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