Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

0158 - Die Geißel der Galaxis

Titel: 0158 - Die Geißel der Galaxis Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Unbekannt
Vom Netzwerk:
einsteigen, denen der gefahrvolle Abstieg im Kampfanzug erspart bleiben sollte.
    Nach und nach verließ die Mannschaft die Kaulquappe.
    Inzwischen waren die Hornschrecken weiter vorgedrungen. Gucky meldete erste Wellen aus dem Maschinenraum. Es wurde höchste Zeit zum Handeln, wenn die Gefahr nicht für alle Zeiten um Hirosha kreisen sollte.
    Rhodan vergewisserte sich, daß außer ihm und Gucky niemand mehr an Bord war, dann kehrte er in die Zentrale zurück. Die nächsten Hornschrecken würden noch eine halbe Stunde brauchen, bis hierher vorzudringen.
    Mit äußerster Vorsicht manövrierte er die K-9 ein Stück aus der Kreisbahn, um die Menschentraube nicht zu gefährden, die schwerelos den Planeten umflog. Das Schlimmste war vorbei, und er konnte sich Zeit lassen. Den Überlebenden konnte jetzt nichts mehr passieren, und es kam in erster Linie darauf an, alle Hornschrecken in der K-9 unschädlich zu machen. Sie waren widerstandsfähig und schwer zu töten, aber die Flammenglut einer Sonne wurde auch für sie zuviel sein, Über Funk gab Rhodan Oberst Jenkins seine Anweisungen.
    „Bleiben Sie in der Kreisbahn, bis ich zu Ihnen zurückkehre. Niemand darf auf Hirosha landen, der vorher nicht eingehend durchsucht wurde. Sie sind mir dafür verantwortlich."
    „Verstanden, Sir. Wir warten auf Sie!"
    Rhodan hatte nicht viel Arbeit, den richtigen Kurs zu berechnen und in den Autopiloten zu programmieren. Gucky war ständig unterwegs und kontrollierte den Vormarsch der Hornschrecken. Das Innere des Schiffes bot ein Bild sinnloser Zerstörung. In den Laderäumen gab es bereits mehrere tausend Hornschrecken. Sie schienen noch nicht bemerkt zu haben, daß die Menschen das Schiff verlassen hatten. Gucky vermutete, daß sie in aller Eile ihre Streitmacht vergrößern wollten, um dann ihr Vernichtungswerk desto schneller zu beenden.
    Als Gucky Rhodans Gedankenbefehl erhielt, sprang er zurück in die Zentrale.
    „Sie haben den Antriebsraum noch nicht erreicht. Wird noch eine halbe Stunde dauern."
    „In einer halben Stunde spielt das keine Rolle mehr."
    Rhodans Stimme klang grimmig. „In einer halben Stunde hat die K-9 Kurs auf die Sonne." Er gab Gucky die Hand. Mit der anderen schloß er den Helm seines Kampfanzuges und schaltete die Sendeanlage ein.
    Gucky hätte ihn auch so verstanden. „Wir springen in genau fünf Sekunden."
    Als die vierte Sekunde anbrach, schob Rhodan den Fahrthebel der K-9 bis zum Anschlag vor. Der Kurs stand fest. Das Schiff würde in einer halben Stunde soweit beschleunigt haben, daß auch der Ausfall sämtlicher Triebwerke den Sturz in die Sonne nicht mehr verhindern konnte.
    Dann teleportierte Gucky. Er machte nur einen kurzen Sprung, aber in der einen Sekunde hatte sich die K-9 bereits so weit von der Gruppe der Überlebenden entfernt, daß sie nicht mehr zu sehen war. Die Kaulquappe raste davon und war nach drei Sekunden verschwunden.
    Rhodan und Gucky schwebten im Nichts. Langsam fielen sie der Oberfläche von Hirosha entgegen. Über Funk nahm Rhodan Verbindung mit Oberst Jenkins auf.
    „Geben Sie Peilzeichen, Oberst. Stellen Sie meine Richtung und Entfernung fest."
    „Nicht nötig", meinte Gucky leicht verstimmt. „Ich habe tausend verschiedene Gehirnimpulse, nach denen ich mich richten kann. Drei oder vier Sprünge werden genügen."
    Die Überlebenden boten ein seltsames Schauspiel. Fast tausend Menschen schwebten schwerelos im All. Scheinbar bewegungslos, aber in Wirklichkeit rasten sie mit Satellitengeschwindigkeit um den Planeten, der sich langsam unter ihnen hinwegzudrehen schien. Rhodan hatte Zeit. Zehn Stunden verstrichen damit, daß jeder einzelne genau durchsucht wurde, soweit das im luftleeren Raum möglich war. Zur Vorsicht wurde angeordnet, daß sich jeder bei der Landung sofort seines Kampfanzuges zu entledigen habe, um das Einschleppen einer Hornschrecke am Körper zu verhindern.
    Inzwischen stan dder Landeplatz fest.
    „Wir nehmen die nördliche Hemisphäre", sagte Rhodan bei der letzten Besprechung vor dem Abstieg.
    „Dort scheint der Atomkrieg nicht so sehr gewütet zu haben. Es gibt dort Wälder und Steppen. Sogar Flüsse und ein kleineres Meer sind zu sehen. Wenn es in dieser Gegend eine Zivilisation gab, so werden wir Reste davon finden." Er machte eine Pause und überlegte, daß noch kein Planet einen merkwürdigeren Satelliten gehabt hatte wie Hirosha. Einen künstlichen Satelliten, der aus tausend Menschen bestand. „Achtung -Einschalten der Rückstoßaggregate in

Weitere Kostenlose Bücher