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Aerzte zum verlieben Band 55

Aerzte zum verlieben Band 55

Titel: Aerzte zum verlieben Band 55 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alison Roberts , Judy Campbell , Meredith Webber
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Cricketbälle!“, rief sie aus, als sie die Stufen hinuntergegangen waren.
    Nach fünf Minuten, in denen er überfluteten Abflussrinnen ausgewichen und einen mit Hagel übersäten Bürgersteig überwunden hatte, verkündete Hayley: „Hier müssen wir links, und dann sind wir da.“
    Regen rann ihm in den Nacken, und allmählich kroch die Kälte in alle Glieder. So viel zu Sydneys milden Wintern.
    Aber der Sturm hatte auch etwas Gutes. Er bot ihm die beste Gelegenheit, Hayley ins Bett zu locken. Schließlich musste er sich irgendwie aufwärmen, während seine Sachen auf der Heizung trockneten. Danach würde er sich ein Taxi rufen und sie in Ruhe lernen lassen.
    Hayley keuchte auf, blieb abrupt stehen, und Tom stieß mit ihr zusammen. Im selben Moment floss Wasser über seine Füße. „Steht dein Haus unter Wasser?“
    â€žIch glaube nicht. Das Wasser hat die Haustür noch nicht erreicht.“ Sie steckte den Schlüssel ins Schloss.
    Tom, die Hand immer noch auf ihrer Schulter, hörte die Tür knarren, dann einen leisen Aufschrei.
    â€žAch, du Schande!“ Sie lief los, und dem Echo ihrer Schritte auf den Holzdielen nach zu urteilen, eilte sie einen Flur entlang. Wieder ein verzweifelter Ausruf.
    â€žHayley?“ Tom tastete sich mit seinem Stock vorwärts. „Was ist passiert?“
    â€žDas Dach ist eingestürzt, fast alle Fenster sind geborsten, und mein Haus ist voller Hagel“, sagte sie matt.
    Tom dachte an den Milliardenschaden, den der Sturm damals in der Großstadt angerichtet hatte. Er zog sein Handy aus der Tasche. „Zeig mir, wo ich mich hinsetzen kann. Ich rufe den Katastrophenschutz an, damit jemand kommt und dein Dach mit einer Plane abdeckt. Und dann hänge ich mich in die Warteschleife bei deiner Versicherung. Die Leitungen werden alle belegt sein, es könnte also eine Weile dauern, bis ich durchkomme. Inzwischen kannst du die Hagelkörner wegfegen.“
    â€žWenn ich wüsste, wo ich anfangen soll.“ Sie klang verzweifelt. „Auf dem Fußboden ist mehr Putz als an der Decke, und ich kann den Himmel sehen!“
    Nicht gut. Tom fuhr sich durchs Haar. „Hier kannst du nicht bleiben, auch mit einer Plane nicht.“
    Sie zog einen Stuhl heran. „Was für ein Chaos! Das hat mir gerade noch gefehlt. Meine Eltern wohnen zu weit weg, da kann ich nicht unterschlüpfen. Also muss ich mir wohl ein Motel suchen.“
    â€žDas wird nicht einfach werden. Sicher bist du nicht die Einzige, die auf einmal kein Dach mehr über dem Kopf hat.“
    â€žVersuchst du gerade, mich aufzumuntern?“
    Tom konnte sich lebhaft vorstellen, wie es um sie herum aussah. Und was für ein trauriges Gesicht Hayley gerade machte. Ohne lange nachzudenken, sagte er: „Pack deine Bücher und deinen Computer ein und was du an Kleidung brauchst. Du kannst bei mir wohnen.“
    Was zum Teufel soll das? Du lebst allein. Du hast immer allein gelebt.
    Ich kann sie nicht sich selbst überlassen. Es ist doch nur für ein paar Tage. Für ein paar Tage wird es gut gehen.
    Ihre weiche Hand berührte seine Wange, und im nächsten Moment spürte er ihre Lippen auf dem Mund. „Danke, Tom. Ich bin so froh, dass du hier bist und mir sagst, was ich tun soll. Ich glaube, ich würde sonst durchdrehen.“
    â€žAndere herumkommandieren kann ich gut.“ Es gelang ihm, ein verwegenes Lächeln aufzusetzen, während er sich in Wirklichkeit schrecklich nutzlos fühlte. Früher wäre er mit aufs Dach gegangen, hätte die Plane festgezurrt oder sich einen Besen geschnappt, um Putzbrocken aufzufegen. Jetzt blieb ihm nur, ein paar Anrufe zu erledigen und Hayley für eine Zeit lang Unterschlupf zu gewähren.
    Hilfe, die kaum der Rede wert war.
    Tom erwachte jäh und fragte sich, was seine Beine aufs Bett presste. Dann stieg ihm der Duft von Sommerblumen in die Nase, und er erinnerte sich. Der Hagelsturm hatte Hayleys Haus unbewohnbar gemacht, und nun lag sie in seinem Bett.
    Er streckte den Arm aus, berührte die Matratze. Leer. Tom tastete weiter, streifte ihre Schulter und reimte sich zusammen, dass Hayley quer im Bett schlief. Er zog seine Beine unter ihrem Körper hervor, entschlossen, sich umzudrehen und sofort weiterzuschlafen.
    Da fiel ihm der Schatten an der Tür auf. Tom blinzelte, sah wieder hin. Der Schatten verschwand nicht, was bedeutete, dass es im Zimmer nicht so

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