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Bismarck 04

Bismarck 04

Titel: Bismarck 04 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Karl Bleibtreu
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an Übermacht abtreten, Luftangriffe beunruhigten die Linien. Indessen unterhielten 8. Erlangen und 2., 3. R. F. Art. so heftiges Geschützfeuer, daß viele Tanks vor Rosieres zerschmettert und der Sommekampf an beiden Ufern wieder eingerenkt wurde. Anreiten englischer Geschwader auf der Römerstraße nahm schon bei Vauvillers am ersten Schlachttag ein unzeitiges Ende: so viel Fassung bewahrten noch manche Überfallenen. Auch Hutiers Rechte wurde am 10. angefallen, das Hallutal überschwemmt, doch durch Gegenstoß des Alpen K. und rechts anstoßende Preußen gereinigt, hier standen bis Parvillers und Quesnoy 121., 204., 221., 24. D., 79. R. D. unerschüttert. Hutier nahm auf der Südfront eine ausweichende Stellung zwischen Orvillers und Ribecourt bis 15. so ziemlich gehalten gegen unablässige Angriffe, die besonders über den Matzgrund vorstrebten. Zwanzigmal suchte Debeney die Avre umsonst zu überschreiten, heldenhaft hielt die Nachhut Montdidier bis zum Äußersten. 54. D., 3. b., 105., 203. D. wichen langsam in eine Riegelstellung, heftige Stöße Humberts weiter rechts auf Roye vom 16. bis 22. wurden vom 1. R. K. abgeschlagen, zu dem 6. b. D. versetzt. Erst am 21. räumte das aus Flandern herverpflanzte K. Sieger Lassigny und den Divettegrund, noch später K. Wellmann (aus Reimser Gegend her) Roye, uns blieben Noyon-Nesle, der Feind litt ungemein. Erst am 1. Sept. zogen Humberts Zuaven in Noyon ein.
    Bei 9. A., jetzt mit 2., 18. dem Generaloberst Boehn unterstellt, griff Fayolle seit 17. die Linie Autreches an, wo 15., 202., 1. b. D. am 20. festen Fußes die vornehmlich aus Afrikanern bestehenden Sturmsäulen erwarteten. Diese 3 D. wurden in langem tapferen Kampfe, an dem sich zuletzt auch L. St. Batl. Mindelheim beteiligte, größtenteils aufgerieben, doch untersagten dem von mächtiger Art. begleiteten Feind den Durchbruch, bis frisch eingereihte 19. sächs. Ers., 237. D. die neue Front St. Mard–Pasly an der Aisne stärkten. Carlowitz, F. Below ersetzend, verließ am 22. die Stellung Carlepont, Vassens und richtete sich zwischen Schloß Coucy und der Morsainschlucht neu ein. Fortgesetzte Anstürme bis 2. Sept. vermochten Aisne und Ailette nicht zu überschreiten, trotz furchtbaren Trommelns schüchterten unsere dünnen Reihen die Feindesmasse gründlich ein. Bei Crouy verbluteten Amerikaner, bei Coucy weiße und schwarze Kolonialtruppen, ehe der Verteidiger auf Vregny und Laffaux wich. 1. Münch. Rgt. schmolz amtlich auf 150 Gew., doch hatte 1. D. viel Kranke und Versprengte, denn ihr Blutverlust betrug seit 11. Juli nur 110, 3500, was für 7 Wochen gar nicht so viel ist. Überhaupt waren die feindlichen Verluste überall größer und Fayolles Truppen zeigten Ermüdung. Bedenklich schien unsern Generalen damals nur ständiges Ausbleiben des Ersatzes, den die Heimat störrig verweigerte und ihre tapferen Söhne im Stich ließ.
    17. A. war mit Wegschaffung ihres Materials in rückwärtige Linie Moyenneville–Miraumont beschäftigt. Infolge ersatzloser Abspannung wendete sich auf Rupprechts Front das Blatt so sehr, daß er ganz in die Verteidigung gedrängt wurde, während England neue 300 000 übers Meer führte und die Amerikaner immer dichter heranzogen. Die franz. Bevölkerung begrüßte sie jubelnd und verglich ihre hohlwangigen Poilus mit diesen wohlgenährten Athleten. Am 21. bewegte sich Haighs Schlachtlinie unter gewaltigem Trommeln zwischen nördlich Albert und südlich Arras vor. Die Deutschen wichen im Vorfeld aus, nur die von Roubaix hergeschaffte 4. b. D. ließ sich bei Aichet abfangen, wickelte sich aber tapfer los. Wie hier 2. G. R. D., so schlugen unsere Truppen überall bis westlich Bapaume den nach Südosten zielenden Stoß vernichtend ab. Doch am heißen Hundstag des 22. scheiterte unser Gegenstoß, am 23. mußten Garde Res. über Gommecourt, Bayern über den Bahndamm von Achiet weichen, von 6. b. R. D. bei Sapignies aufgenommen. Sie blutete nun wieder auf neuem Schlachtfeld, wie auch die bisher bei Locre fechtende 16. b. D. hierher eilte. Weiter südlich gab man Miraumont erst auf, nachdem die Briten es allseitig umzingelten. 40., 202. D. traten jetzt fürs erschütterte Vordertreffen ein, die Franken sammelten sich nach Einbuße von 2800 bei Morchies, indessen sind solche Verluste von vielleicht 35% nicht geeignet, davon ein Aufhebens zu machen, sie stehen denen früherer Zeitalter nach. Am 24. überwältigte Übermacht die 6. b. R. D.

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