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Der eiserne Thron

Der eiserne Thron

Titel: Der eiserne Thron Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Simon R. Green
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Hadenmännern sagen, wenn man sie wirklich unter Kontrolle halten könnte. Jedenfalls kann ich es mir ganz
bestimmt nicht leisten, daß der Dunkelwüsten-Projektor und
die Armee von Haden jemand anderem in die Hände fallen.
Dein Agent sollte besser nicht vorzeitig geschnappt werden,
Dram.«
»Mach dir deswegen keine Gedanken«, erwiderte der Oberste Krieger. »Sie werden ihn niemals verdächtigen. Wenn
Owen Todtsteltzer den Dunkelwüsten-Projektor erst gefunden
hat, dann erfahre ich es augenblicklich, und meine Leute werden noch vor ihm und seinen Freunden dort sein. Der Todtsteltzer hat bis jetzt eine Menge Glück gehabt, aber die Unerschrocken hat sein Schiff ziemlich zusammengeschossen, als
er von Nebelwelt zu entkommen versuchte. Er wird bis nach
Shandrakor kommen, nicht weiter. Und dann gehört er uns.
Zusammen mit allem, was er in Erfahrung gebracht hat.«
» Nebelwelt «, sagte die Imperatorin nachdenklich und kräuselte die Lippen. »Dieses verdammte Höllenloch ist mir schon
viel zu lange ein Dorn im Auge. Ich will diese Esper haben!
Ich will, daß sie zahm und ergeben sind und sich unter meine
Kontrolle stellen! Genau wie all die anderen Rebellen, die
dachten, sie könnten mir die Stirn bieten. Und wenn das nicht
möglich ist, dann sollen sie alle zur Hölle fahren! Wir werden
sie vernichten! Ich werde ihnen nicht die Gelegenheit geben,
sich gegen mich zu stellen!«
»Sie werden schon rechtzeitig zur Vernunft kommen«, sagte
Dram. »Wenn wir erst den Dunkelwüsten-Projektor in unseren Händen halten …«
Die Imperatorin warf ihm einen wütenden Blick zu. »Wenn wir den Dunkelwüsten-Projektor in unseren Händen haben?
Du träumst wohl, Dram! Werde mir bloß nicht übermütig. Du
magst vielleicht mein Gemahl werden, aber niemals der Imperator. Der Dunkelwüsten-Projektor gehört mir allein, und ich
mache damit, was ich will, hast du verstanden? Und von diesem Tag an wird niemand je wieder wagen, sich gegen mich
zu stellen.«
Die Imperatorin saß auf der Bettkante, und ihre Augen
blickten leuchtend in eine ferne Zukunft, die nur sie allein
kannte. Dram fragte nicht weiter. Er hatte nicht das Gefühl,
daß er es wirklich wissen wollte. Seine eigenen Gedanken
wirbelten noch immer um die Pläne Löwensteins und die
Schlußfolgerungen, die sich daraus für seine Zukunft ergaben.
Das Problem lautete wie immer: Wieviel wußte die Eiserne
Hexe von seinen eigenen Plänen? Wenn nicht gerade ESPBlocker im Raum waren, reichte sein künstliches ESP völlig
aus, um seine Gedanken vor unbefugten Lauschern abzuschirmen. Seine Agenten waren ihm gegenüber loyal, nicht
ihr; trotzdem war er sich nie ganz sicher, wieviel sie wußte
oder zumindest ahnte. Sie wußte von seiner Doppelrolle als
Huth, weil sie ihm geholfen hatte, die Rolle zu erschaffen.
Aber sie hatte keine Ahnung, wie stark er sich im Untergrund
engagiert hatte. Es gab zum Beispiel keine Möglichkeit, wie
sie hätte herausfinden können, daß er an dem Untergrundtreffen teilgenommen hatte, das ihre Leute mit der Razzia ausheben wollten. Außer natürlich, wenn sie unter seinen Leuten
Agenten hatte. Das war nicht völlig unmöglich. Schließlich
hatte er auch Agenten unter ihren Leuten. Nur für den Fall.
»Mir ist zu Ohren gekommen, daß du heute eine Razzia angeordnet hast?« fragte er unschuldig. »Ist etwas Interessantes
dabei herausgekommen?«
»Die Aktion war ein einziges Debakel«, erwiderte sie.
»Aber versuch nicht, mir zu erzählen, du wüßtest nicht längst
alle Einzelheiten. Ich weiß, daß ich mich zuerst mit dir hätte
absprechen sollen, doch ich erfuhr erst im allerletzten Augenblick von einem geplanten Treffen der Anführer, und es
schien eine zu gute Chance zu sein, um sie einfach so verstreichen zu lassen. Ich hätte es besser wissen müssen. Jemand hat geredet. Sie haben auf uns gewartet. Die meisten
meiner Leute sind tot, und wir haben nicht einmal einen einzigen Gefangenen gemacht, um den Einsatz zu rechtfertigen.
An manchen Tagen geht auch einfach alles schief.« Unvermittelt sprang sie auf die Beine. »Genug davon. Sicher kommen
noch andere Gelegenheiten. Im Augenblick gibt es etwas viel
Wichtigeres, über das wir sprechen müssen. Komm mit mir.«
Löwenstein ging zur gegenüberliegenden Wand, berührte
mit einer flüchtigen Handbewegung einen verborgenen Sensor und blieb ungeduldig mit dem Fuß tappend vor der Wand
stehen, während sich eine verborgene Tür langsam zur Seite
schob. Sie trat

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