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Der Präsident

Der Präsident

Titel: Der Präsident Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: David Baldacci
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hier herumzuhängen, bis ich bei Ihnen aufkreuze. Die beiden Männer, die bei Ihnen waren, was können Sie mir über die erzählen?«
    Pettis rauchte seine Zigarette aus und blickte Frank an, ohne zu antworten. Frank wollte das Notizbuch wieder wegstecken.
    »Wollen Sie einen Anwalt, Jerome?«
    »Brauche ich einen?«
    »Soweit es mich betrifft nicht, aber es liegt an Ihnen. Ich habe jedenfalls nicht vor, Ihnen Ihre Rechte vorzulesen, wenn Sie sich darüber Gedanken machen.«
    Schließlich schaute Pettis auf den Betonboden, trat die Zigarette aus und sah wieder zu Frank auf. »Hören Sie, Mann, ich bin schon lange bei Mr. Patterson. Komme jeden Tag her, mach’ meine Arbeit, nehm’ den Lohn und geh’ nach Hause.«
    »Klingt, als hätten Sie nichts zu befürchten.«
    »Stimmt. Aber wissen Sie, vor einer ganzen Weile hab’ ich mal Scheiße gebaut. Hab’ ein bisschen Zeit abgesessen. Ihr Computer spuckt’s Ihnen in fünf Sekunden aus. Also hab’ ich nicht: vor, hier rumzusitzen und Sie zu Verscheißern, klar?«
    »Klar.«
    »Ich habe vier Kinder und keine Frau. In das Haus bin ich nicht eingebrochen, und ich hab’ der Frau nichts getan.«
    »Ich glaube Ihnen, Jerome. Rogers und Budizinski interessieren mich weit mehr.«
    Mehrere Sekunden lang musterte Pettis den Fahnder. »Machen wir einen kleinen Spaziergang.«
    Die beiden Männer verließen die Garage und marschierten auf einen alten, schiffsgroßen Buick zu, der nur noch vom Rost zusammengehalten wurde. Pettis stieg ein. Frank folgte ihm.
    »Zu viele Ohren in der Garage, Sie verstehen?«
    Frank nickte.
    »Brian Rogers. Wir haben ihn Slick genannt, weil er ein guter Arbeiter war und schnell gelernt hat.«
    »Wie hat er ausgesehen?«
    »Ein Weißer um die Fünfzig, vielleicht älter. Nicht allzu groß, etwa einsfünfundsiebzig. Hat gern geredet. Und hart gearbeitet.«
    »Und Budizinski?«
    »Buddy. Jeder hier kriegt einen Spitznamen. Ich bin ›Skel‹. Kommt von Skelett, wissen Sie.« Darüber musste Frank lächeln. »Auch ein Weißer, eine Spur größer. Vielleicht ein wenig älter als Slick. Hat kaum was von sich gegeben. Er hat getan, was man ihm sagte, aber keinen Handstrich mehr.«
    »Wer hat das Schlafzimmer der Hausbesitzer gemacht?«
    »Wir alle. Wir mussten das Bett und den Schreibtisch hochheben. Hat beides ein paar Tonnen gewogen. Mein Rücken tut immer noch weh.« Jerome fasste auf den Rücksitz und holte eine Kühlbox nach vorn. »Hatte heute Morgen noch keine Zeit fürs Frühstück«, erklärte er, als er eine Banane und ein Eiersandwich herausnahm.
    Unbehaglich rutschte Frank auf dem abgewetzten Sitz hin und her. Ein Metallstück bohrte sich ihm in den Rücken. Der Wagen stank nach Zigarettenqualm.
    »War einer der beiden mal allein im Schlafzimmer oder im Haus?«
    »Es war immer irgendjemand im Haus. Viele Leute arbeiten dort. Slick und Buddy könnten aber allein hinaufgegangen sein. Hab’ nicht ständig auf die beiden geachtet. War nicht mein Job.«
    »Wieso haben gerade Rogers und Budizinski an diesem Tag mit Ihnen zusammengearbeitet?«
    Jerome überlegte einen Augenblick. »Weiß ich nicht mehr genau. Ich kann mich erinnern, dass ich schon früh losfahren sollte. Kann sein, dass sie einfach als erste hier waren. Manchmal reicht das schon.«
    »Wenn die beiden also vorher gewusst hätten, dass Sie an dem Tag schon früh zu dem Haus sollten, und sie vor allen anderen da gewesen wären, hätten sie mit Ihnen rausfahren können?«
    »Ja, schon möglich. Mann, wir brauchen bloß kräftige Hände, verstehen Sie? Für diesen Mist muss man kein Gehirnchirurg sein.«
    »Wann haben Sie die beiden zum letzten Mal gesehen?«
    Sein Gegenüber runzelte die Stirn und biss in die Banane.
    »Vor ein paar Monaten, kann aber auch schon länger her sein. Buddy ist als erster gegangen. Hat nie gesagt, warum. Diese Typen kommen und gehen ständig. Ich bin neben Mr. Patterson am längsten hier. Slick ist weggezogen, glaube ich.«
    »Wissen Sie, wohin?«
    »Ich glaube, er hat mal irgendwas von Kansas gesagt, von einer Baufirma. Früher war er Zimmermann. Hat seine Arbeit hier oben verloren, als die Zeiten härter wurden. Hatte geschickte Hände, der Bursche.«
    Frank notierte sich die Auskunft, während Jerome sein Frühstück aufaß. Zusammen gingen sie zur Garage zurück. Frank schaute in den Laster, auf all die Schläuche, Düsen, Flaschen und schweren Reinigungsmaschinen.
    »Sind Sie mit diesem Laster zu Sullivans Haus gefahren?«
    »Das ist seit drei Jahren

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