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Fan Man

Fan Man

Titel: Fan Man Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: William Kotzwinkle
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gleich.«
    »GIB MIR KEINE VERDAMMTE HUNDSOHNSCHECK, DU PENNER!«
    »Fuchtel mir nich mitm Hammer im Gesicht rum, Mann, du könntest dir damit auf den Kopf haun. Guck ma, Mann, ich versicher dir, dieser Scheck ist völlig in Ordnung, ich hab grade Geld fürn Artikel übern Fußabdruck vom Schneemensch im Argosy -Magazin gekriegt.«
    »Raus aus meinem Haus, das wärs, Mister, hau ab.«
    Einen Stock tiefer ruft eine Stimme, eine Dame ruft den Hausbesitzer: »Hallo, Mr. Patrutchka, sind Sie es da oben?«
    »Je, ich bins, was los?«
    »Das Wasser läuft durch meine Decke, kommen Sie lieber mal runter.«
    Hausbesitzer wendet sich mir zu, bevor er die Treppe runtergeht: »Du bist in fünf Minuten draußen, nimm dein Zeug und geh!«
    »Gut, Mann, wenn Sie vielleicht wieder die Bretter von der Tür zu meinem Apartment abmachen …«
    »Du haben das Apartment ruiniert, du Hundsohn Bastard, ich krieg es nie wieder sauber.«
    »Kleinigkeit, Mann, eine einzige Pfadpfinderin könnte es in einer Stunde saubermachen. Gib mir den Hammer, Mann, ich mach die Tür auf und hol sofort meine Sachen raus, Mann. Machen Sie inzwischen unten weiter und kümmern Sie sich um die Decke.«
    »In fünf Minuten biste raus, verstehst, oder ich ruf Bullen.«
    »Ich versteh vollkommen, Mann, geh mal zur Seite, Baby, während ich …«
    Treff die Tür und hau genau das Mittelteil raus. Da geht der Hausbesitzer, die Treppe runter, außer Sicht. »Gut, Baby, komm hier lang, um die Ecke, leise.«
    Und wir gehn um die Ecke, das Mädel und ich, in das alte Apartment von Luke dem Buddhisten, von dem der Hausbesitzer nicht weiß, daß ich den Schlüssel hab, und öffne die Tür und geh rein. »Hier isses, Baby, mein Apartment Nummer zwei.«
    »Die Tür springt auf, Mann, zur ehemaligen Wohnung des Buddhistenmönchs, Mann, die er vollkommen sauber und aufgeräumt hinterlassen hat. Ich hab nur ein paar vertraute Horse-Badorties-Spuren hinzugefügt.«
    »Liegt wirklich ne Menge Schrott hier drin.«
    »Kunstmaterialien, Baby, dienen als Tarnung für einen Geheimgang, den du augenblicklich sehen wirst. Folg mir durch den Haufen Müll Konservendosen und alten Lumpen, steig über den Berg von Dreck und zerbrochenem Geschirr, wimmelnd von Küchenschaben und komm hierher und hilf mir diesen Wahnsinnsschrank voller Flaschen und Lumpen abzurücken. Genauso, schieb ihn von der Wand weg und was, Baby, siehst du vor dir?«
    »Ein Loch in der Wand.«
    »Das ist richtig, Baby, ein Loch in der Wand, das ich, vorsichtig wie ich bin, gestern rausgehaun hab. Wenn der Hausbesitzer aus irgendeinem Zufall entdecken sollte, daß ich in diesem Apartment Nummer Zwei wohn, machts nichts, denn jetzt werden wir durch den Geheimgang hier rutschn – los, Baby, durch die zersplitterte Täfelung und den herabfallenden Verputz – durch das Loch in der Wand in mein Horse-Badorties-Nummer-Drei-Apartment.«
    »O je, hier is aber auch ne Menge Schrott drin.«
    »Ja, Baby, und es war nicht leicht, diese Stapel von Notenblättern und Mülltüten durch das kleine Loch in der Wand zu kriegen. Jetzt hilf mir den Schrank zurück an seinen Platz schwenken, um das Loch abzudecken, Baby, das wärs, und jetzt sind wir völlig sicher vorm Hausbesitzer, hier im Nummer-Drei-Apartment, aber sei leise.«
    »Wohnt denn sonst niemand hier?«
    »Ich hab jetzt die ganze Etage für mich, Baby.«
    Mann, und jetzt könn wir unsre Gemüsesuppe essen, wenn wir den Herd finden. Tasten rum zwischen alten Kartons und leeren Büchsen, da isser, Mann. Tret, schick verschiedene Krempelhaufen in die Luft, schaff wertvolle kostbare Gegenstände ausm Weg, Mann, und steck den Herd an. »Und jetzt, Baby, kommt aus meinem Beutel griffbereiter Dosenöffner und wir könn die Suppe gleich in der Dose kochen, da keine Töpfe verfügbar sind, die nicht bereits mit wissenschaftlichen Moderexperimenten besetzt wären. Wir stelln die Dosen einfach auf die Flammen.«
    »Die Etiketts brennen!«
    »Ja, Baby, es kocht sich schneller so. Wir werden in Kürze essen, Dosensuppe, ohne irgend nen Wert für den menschlichen Körper. Setz dich, Baby, irgendwo. Hier oben ist man ganz zwanglos, nimm deinen Rucksack ab und entspann dich, Horse Badorties paßt auf ihn auf für dich, Baby. Wo kommst du her, Baby?«
    »Ich war in Provincetown.«
    »Weißt du, ob sie da irgendwelche Postwagen zu verkaufen haben?«
    Mann, die Suppe kocht über, sie is heiß.
    »Ich hab ein paar Löffel in meinem Rucksack.«
    »Irre, Baby, das isn Leben, mit Suppe und

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