Heldentod - Star trek : The next generation ; 4
inne.
Botschafter Spock stand im Gang und blickte ihn an.
Sie sagten beide nichts, maßen sich nur gegenseitig mit Blicken.
Dann ging Stephens ohne ein Wort davon. Spock schaute ihm nach und richtete dann seinen Blick auf die Tür von Kadohatas Quartier. Er stand dort eine ganze Weile.
KAPITEL 20
Der Borg-Kubus
Im Herzen des Borg-Kubus näherte sich Zwei seiner Königin. Er sah, dass sie lächelte. Für gewöhnlich war das ein Zeichen, dass sie darüber nachdachte, vernunftbegabte Lebewesen zu absorbieren. Er nahm an, dass dieser Fall keine Ausnahme darstellte.
»Ihr habt die Übertragung zwischen der Erde und der Enterprise gehört?«, fragte er.
»Natürlich«, sagte die Königin. »Ich war es schließlich, die sie beendet hat. Ich sah keinen Grund, dieses Schauspiel zu verlängern, nachdem wir erfahren hatten, was wir wissen wollten.«
»Sie haben nicht gesagt, wohin sie fliegen.«
»Das war auch nicht notwendig«, erwiderte die Königin. »Die Übertragung selbst war alles, was ich benötigte. Nachdem die Verbindung hergestellt worden war, konnte ich die Datenbank der Enterprise durchsuchen. Während Picard und die anderen damit beschäftigt waren, die Befehlskette zu diskutieren, habe ich ihre Navigationsaufzeichnungen studiert. Ich weiß genau, wohin sie fliegen.«
»Wenn Ihr Zugriff auf ihr Computersystem hattet, weshalb habt Ihr dann nicht einfach die Selbstzerstörung ausgelöst?«
»Meine Präsenz vor Ort war rein passiver Natur. Ich konnte keinen aktiven Zugriff auf ihren Computer erlangen. Sie haben zu viele Schutzwälle errichtet, um eine derartige Beeinflussung zu erlauben.« Die Andeutung eines Lächelns umspielte ihre Mundwinkel. »Zumindest im Augenblick noch«, fügte sie hinzu.
»Wenn sie nicht hierher zurückkehren, sollen wir dann den Rest des Sol-Systems assimilieren?«
»Alles zu seiner Zeit«, sagte die Borg-Königin. »Solange die Erde existiert, werden Picard und Seven of Nine früher oder später hierher kommen und einen Rettungsversuch unternehmen. Weshalb sollten wir ihnen also diesen Ansporn nehmen?«
»Wenn Seven und Picard auf Geheiß der Föderation hierher zurückkehren, werdet Ihr dem Rat dann wirklich erlauben, zu leben, wie Ihr es gesagt habt?«
»Ja«, sagte die Borg-Königin, dann fügte sie hinzu: »Ich habe allerdings nicht gesagt, für wie lange.«
Sie lächelte in Erwartung dessen, was kommen würde.
Sie würde bald Mutter werden.
Zugegeben, sie glühte noch nicht, wie es schwangere Frauen zu tun pflegten. Aber darum würde sie sich in Kürze kümmern.
KAPITEL 21
Die Pride
Grim Vargos Vater würde sich schämen.
Vargo konnte regelrecht hören, wie sein Vater in seinem Kopf brüllte: Was zur Hölle glaubst du eigentlich, dass du da tust? Habe ich dir denn gar nichts beigebracht? Du solltest dich von all dem fernhalten!
Und dennoch war er gekommen. Er musste es mit eigenen Augen sehen.
Er hatte die Route des Borg-Kubus aufgezeichnet, nachdem dieser verschwunden war, und nachdem er den allgemeinen Notruf in so viele Richtungen abgeschickt hatte, wie ihm in den Sinn gekommen waren, hatte er lange und eindringlich nachgedacht, bevor er die Pride schließlich dem Kubus hatte nachfliegen lassen.
Es lag nicht in seiner Absicht, zu versuchen, gegen das Ding zu kämpfen. Das wäre der schiere Wahnsinn gewesen. Zumindest so weit war er bereit, den Lektionen seines Vaters zu folgen. Er konnte nichts dabei gewinnen, sich auf ein unsinniges Feuergefecht mit einem Schiff einzulassen, das ihn ohne die geringsten Schwierigkeiten auslöschen konnte.
Doch von all dem abgesehen war und blieb Grim Vargo ein Mensch. Und wenn das hier das letzte Gefecht der Wiege der Menschheit werden würde, wollte Vargo dort sein und dabei zusehen.
Im Schutze der Unsichtbarkeit seines Tarnschirms und mit einem gehörigen Sicherheitsabstand zu dem Borg-Kubus war er ihm unentdeckt gefolgt. Da er sich deutlich langsamer als der Kubus bewegte, hatte es ihn einige Zeit gekostet, aufzuholen. Während des ganzen Fluges war er überzeugt gewesen, dass er zu spät eintreffen würde. Daher war er freudig überrascht (auch wenn ‚freudig‘ vielleicht nicht der ganz richtige Ausdruck war), als er vor Ort eintraf und feststellte, dass der Borg-Kubus in der Nähe von Pluto im All hing, während eine Armada aus Schiffen ihn aus sicherer Distanz beäugte. Es schien eine Art Pattsituation zu bestehen, was in Vargo die vage Hoffnung nährte, dass vielleicht …
»He, Moment mal«, murmelte er und
Weitere Kostenlose Bücher