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Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar

Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar

Titel: Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Harald Evers
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ein.
»Munuel? Roya?«, rief er leise.
Die Reaktion erfolgte sofort. Zwei dunkle Gestalten erhoben sich
hinter einem Pult, das ein Stück entfernt an der Wand stand, die
eine groß, die andere kleiner. Dann kam die kleine auch schon
auf ihn zugeeilt. Ja, es war Roya, aber als sie drei Schritte vor
ihm angelangt war, blieb sie erschrocken stehen. »Meine Güte,
Quendras!«, keuchte sie. »Was ist denn mit dir passiert!«
Er schenkte ihr ein verlegenes Lächeln, während Munuel nun
auch aus dem Hintergrund an sie herantrat.
»Ein kleiner Zusammenstoß mit den Drakken. Seid ihr beide in
Ordnung?«
»Quendras!«, sagte Munuel. »Dein Gesicht... es ist feuerrot –
im Trivocum! Bist du verletzt?«
»Es geht schon. Kommt, wir müssen uns beeilen. Wir werden
versuchen, uns auf dem Schiff nach Soraka zu verstecken, ehe
die Gefangenen dorthin gebracht werden.« Er langte in seine Hosentaschen und holte die vier Amulette heraus.
Jeweils eines reichte er Roya und Munuel, das dritte wollte er
selbst behalten und das vierte eventuell Gilbert geben, obwohl
sein Rang als Jungmagier nicht gerade davon zeugte, dass er die
Magie meisterlich beherrschte.
»Hier, nehmt sie. Aber versteckt sie gut, sie sind unschätzbar
wertvoll, und ihr könnt euch damit vielleicht verteidigen.«
»Wolodit-Amulette?«, stieß Roya ungläubig hervor. »Woher hast
du die?«
»Das erzähle ich euch später. Wir müssen jetzt...«
Quendras erstarrte, als hinter ihm die Labortür das typische leise Zischen von sich gab, das auf einen Ankömmling hindeutete.
»Ich habe die drei!«, hörte er Gilberts Stimme und atmete erleichtert aus.
»Sogar in halbwegs richtigen Größen!« Er blieb bei ihnen stehen
und hielt stolz ein dickes Bündel in die Höhe. »Es war überhaupt
kein Problem. Ich habe einfach danach gefragt und sie bekommen.«
»Gut gemacht, Gilbert. Her damit!« Im notdürftigen Licht sortierten sie die drei Kutten auseinander und schlüpften hinein. Gilbert hatte tatsächlich drei passende Größen organisiert.
»Was tun wir jetzt?«, wollte Munuel wissen.
»Wir müssen uns auf das Transportschiff schmuggeln«, erklärte
Quendras. »Momentan dürfte es leer im Terminal liegen, aber
nicht mehr lange, dann werden die Gefangenen an Bord gebracht.
In Kürze wird ein Transporter mit Entführten von der Höhlenwelt
hier eintreffen. Wir müssen unbedingt an Bord des Schiffs nach
Soraka sein, ehe die Entführten dorthin gebracht werden. Dann
entgehen wir der persönlichen Prüfung Rasnors.«
»Aber... wie sollen wir das schaffen? Das Terminal wird sicher
scharf bewacht!«
Quendras schüttelte den Kopf. »Ich war ein paarmal dort.
Es gibt mehrere Zugänge in das Schiff, zwei davon sind zurzeit
angeschlossen. Der eine für die Fracht und die Passagiere, der
andere für die Piloten und die Besatzung.
Der Letztere liegt zur anderen Seite hin, und ich glaube nicht,
dass die Besatzung bereits an Bord ist. Das Schiff liegt seit Tagen
dort und wartet. Das Ganze wird erst losgehen, wenn die Gefangenen an Bord gebracht werden.«
»Und dort sollen wir uns hineinschleichen?«
»Das ist die einzige Möglichkeit, die ich sehe. Wir schmuggeln
uns an Bord, verstecken uns irgendwo und versuchen unterwegs,
uns unter die normalen Gefangenen zu mischen.«
Unentschlossen sah er seine drei Gefährten an. »Ich weiß, der
Plan ist riskant. Aber ich glaube, er bietet die einzige Aussicht,
hier überhaupt noch fortzukommen.
Allerdings müssen wir uns beeilen.«
Für kurze Zeit herrschte Schweigen unter ihnen. Gilbert schien
bereits von Munuel und Roya erfahren zu haben, dass sie die
Flucht nach vorn antreten würden, allerdings spiegelte sein anfangs noch zuversichtlicher Gesichtsausdruck nun Furcht. »Es gibt
keinen anderen Weg als diesen?«, stammelte er.
»Du musst nicht mitkommen, Gilbert. Es ist deine Entscheidung...«
Ein neuerliches Zischen ließ sie herumfahren.
Im Türdurchgang stand eine einzelne Person. Da das Licht hinter ihr heller war als die Beleuchtung im Laborraum, sahen sie
nur einen Umriss. Diese Gestalt aber war unverwechselbar – jeder von ihnen kannte sie.
Ein Geschmack wie von heißem Metall entstand auf Quendras’
Zunge, sein Herz verkrampfte sich, aber zugleich kam eine heiße
Lust auf Vergeltung in ihm auf. Er hielt zwei Wolodit-Amulette in
der Hand, und wenn er konzentriert blieb, war der kleine Kerl
kein Gegner für ihn. Er würde ihn für all seine grausamen Taten
zur Rechenschaft ziehen können, bevor er verschwand.
»Ah, da seid

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