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Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar

Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar

Titel: Höhlenwelt-Saga 7 - Die Monde von Jonissar Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Harald Evers
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ihr ja alle!«, sagte Rasnor und spazierte mit hinter
dem Rücken verschränkten Händen in den Raum hinein.
Vor Quendras blieb er stehen. »Hoppla. Was ist denn mit dir
passiert?«
Er lächelte spöttisch. »Bist du etwa in den Schuss aus einer
Drakkenwaffe hineingelaufen?«
Quendras antwortete nicht, er behielt Rasnor scharf im Blick.
Rasnor wandte sich an die anderen. »Und ihr? Wollt ihr mich
etwa schon verlassen?«
Quendras stellte sich vor seine Freunde, hielt sie mit dem ausgestreckten Arm hinter sich und drängte sie zurück und zur Seite,
während Rasnor, erstaunlich selbstsicher und großspurig, sie zu
umkreisen begann.
»Das ist aber schade«, erklärte er mit gespielter Traurigkeit.
»Wir hätten doch noch so viel Spaß miteinander haben können.
Nun aber muss ich euch alle töten. Wie unangenehm.«
»Spuck ruhig noch ein bisschen Gift«, knurrte Quendras.
Mit äußerster Konzentration beobachtete er das Trivocum.
»Glaubst du etwa, du Anfänger könntest mich besiegen?«
»Ach ja«, lächelte Rasnor. »Fünfhundertsoundsoviel Amulette
hast du ja jetzt. Nun gut, sie nützen auch nicht viel mehr als eines. Trägst du sie alle bei dir?«
»Ich habe sie vernichtet«, verkündete Quendras mit einem boshaften Lächeln.
Rasnors Gesicht wurde grau. »Vernichtet? Unmöglich!«
»Du wirst sie niemals wieder finden, glaub mir.«
Quendras fühlte sich plötzlich großartig. »Deine gesamte Produktion ist beim Teufel. Nur eines hab ich mir behalten. Und damit werde ich dich jetzt zur Rechenschaft ziehen!«
Rasnor stand wie versteinert. Die Nachricht der Vernichtung
seiner Amulette hatte ihn sichtlich erschüttert.
»Geht!«, befahl Quendras mit leiser Stimme seinen drei Gefährten. Der Weg zur Tür war frei und die Gelegenheit günstig.
»Geht! Ihr wisst, was zu tun ist!«
»Warte Quendras...«, sagte Munuel, aber Quendras unterbrach
ihn mit aller Schärfe.
»Verschwindet!«, forderte er. »Das hier mache ich allein! Und
glaubt mir, ihr wollt es gar nicht sehen. Ich komme gleich nach.
Wir treffen uns... ihr wisst schon, wo.« Rasnor schien gar nicht
mitzubekommen, was die vier gerade besprachen. Ungläubig
starrte er Quendras an. »Du hast fünfhundert Amulette vernichtet? Bist du völlig wahnsinnig geworden? Ist dir klar, welchen
Wert sie darstellen?« Quendras drängte Munuel, Roya und Gilbert
zur Tür und blieb dabei immer Rasnor zugewandt. In seinem Innern kochte es, und er war fest entschlossen, dieses Mal reinen
Tisch zu machen und Rasnor zu töten, komme was wolle. Hinter
ihm zischte die Tür, dann waren die drei draußen im Gang. Gilbert schien froh, den Raum verlassen zu haben, und trieb Munuel
und Roya an. Quendras und Rasnor aber waren allein.
»Sag mir, dass das nicht wahr ist!«, bellte Rasnor, der immer
noch nicht zu glauben schien, was seinen Amuletten passiert sein
sollte.
Quendras lachte spöttisch auf. »Wie kommst du darauf, du kleines Rattengesicht, dass ich irgendwas tun könnte, das dir nicht
schadet! Erwartest du etwa Loyalität von mir?
Freundschaft? Hilfe?« Mit langsamen, drohenden Schritten trat
er auf Rasnor zu. »Du hast gelogen, verraten und gemordet, du
Schwein – schlimmer noch als Chast und Sardin! Und dafür wirst
du jetzt büßen!«
Mit einer raschen, konzentrierten Willensanstrengung riss er das
Trivocum auf und achte dabei zugleich auf Rasnor, um ihm zuvorkommen zu können, sollte er einen Gegenangriff versuchen.
Doch dann stutzte er. Aus dem riesigen Riss im Trivocum, den er
gerade erzeugt hatte, kam nichts. Keiner der typischen Energiefinger, keine stygischen Emanationen, nichts.
Er blieb stehen, drei Schritt von Rasnor entfernt, und starrte ihn
ungläubig an.
In Rasnors Gesicht ging hingegen ein Lächeln auf. Es war ein
beängstigendes, dämonisches Lächeln... aber schlimmer noch, es
war eines, das ihm bekannt vorkam. Selbst die Gesichtszüge
Rasnors schienen sich verändert zu haben.
Verwirrt suchte er nach einer Erklärung dafür, doch dann fiel
ihm ein, wessen Lächeln und wessen Gesichtszüge sich da abzeichneten.
Chast!
Eine plötzliche, unerklärliche Kraft packte nach ihm, seine Knie
gaben nach, er knickte ein.
Rasnor, der noch immer die Hände auf dem Rücken verschränkt
hielt, kam mit einem Lächeln im Gesicht auf ihn zugeschlendert,
beugte sich über ihn und sagte freundlich: »Hast du mich erkannt, du Laus? Ja, ich glaube schon, nicht wahr?«
Diesmal brachte Quendras den Namen seines Gegenübers mühevoll zusammen: »Chast!«
»Ganz recht, du

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