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In deiner Hand

In deiner Hand

Titel: In deiner Hand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Joey Tintenfee Lewis
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wiederholte ich, nun voll auf Jenks konzentriert. „Was meinst du damit?“
Ich versuchte den Kopf zu heben.
„Es hat nicht funktioniert“, meinte er schlicht. „Die Giftzellen … sie sind da, in deinem Blut. “
„Wo ist dann das Problem?“, wollte nun auch Erik wissen, der sich neben Jenks kniete.
„Ihr Körper bildet unglaublich schnell Antikörper, die die Giftzellen neutralisieren. Schneller als ich es je für möglich gehalten hätte. So verrückt das klingt … ich befürchte Verry ist immun.“
„Immun?“ Meine Stimme überschlug sich schrill. „Soll das ein schlechter Scherz sein?“ Ich sah Jenks den Kopf schütteln. „DAS KANN NICHT SEIN!“, schrie ich ihn an. „Wir müssen das nochmal machen! ERIK!“
„Verry! Das hat keinen Sinn. Ich kann dir gerne die Aufnahmen aus dem Mikroskop zeigen.“
„Wir versuchen es nochmal!“, knurrte ich ihn an.
Ich und immun? Niemals! Jetzt wollte ich erst recht ein Vampir werden! Allein schon um Jenks zu beweisen, dass er absoluten Bullshit laberte.
Jenks ließ mich gewähren nachdem ich ihn ziemlich übel beleidigte. Er verschwand kopfschüttelnd nach draußen. Ich hörte ihn „Teenager“, meckern. Pfff. Vollidiot. Immun gegen Vampirgift! So etwas Behämmertes gab es nur in irgendwelchen bescheuerten Blutsaugerschmalzromanen aber doch nicht im echten Leben. Nicht mit mir!

So sehr ich Erik anfeuerte und sooft er mir seine Zähne auch in den Hals, die Arme und am Ende sogar in den Brustansatz rammte. Nichts an oder in mir veränderte sich. Gar nichts! Jenks behielt mit seiner Theorie Recht, was mir Tränen der Wut in die Augen trieb.
„Verfluchte scheiße!“, schrie ich wütend und stieß meinen Hinterkopf so fest auf den Boden, dass ich für einen Moment vom Schmerz wie geblendet war. Taylor und Erik lösten stumm die Ketten an meinen Armen und Beinen und ließen mich nach kurzem Zögern allein. Ich blieb liegen, zutiefst enttäuscht und heulte schließlich wie ein Baby.
Mit einer solchen Situation hatte ich meinen Lebtag nicht gerechnet. Jetzt hielt ich überhaupt nichts gegen Malik in der Hand. Nicht einmal die übernatürlichen Kräfte eines Vampirs wurden mir zuteil. Die einzige Chance gegen ihn war wie Sand durch meine Finger gerieselt. Ich konnte es einfach nicht glauben!!! Konnte diese verfickte Welt wirklich so sehr gegen mich sein?
Als ich mich endlich dazu aufraffte aufzustehen, fühlte ich mich wie einbetoniert. Die Bisswunden waren nicht mehr zu sehen, aber die Stellen taten mir trotzdem ziemlich weh. Vielleicht Phantomschmerzen? Wie dem auch sei. Ich fühlte mich wie ein Schweizer Käse. Mehr schlecht als recht strauchelte ich zur Tür und trat nach mehrmaligem Durchatmen nach draußen. Wie aus dem Nichts bäumte sich Brian plötzlich vor mir auf. Unsicher blieb ich stehen.
„Lass es mich versuchen“, flüsterte er und senkte den Kopf. „Lass mich dir helfen, Verry.“
Ich stand einfach nur da und sah ihn an und musste daran denken, wieso er so sauer auf Erik war. „Nein“, entschied ich. Ich wollte ganz bestimmt nicht diejenige sein, die seinen erneuten Versuch, den Freitod zu wählen, unterstützte.
„Verry. Bitte! Du willst es so sehr! Also wieso versuchen wir es nicht einfach?“
Zugern hätte ich gewusst, worauf sich das Flehen in seiner Stimme bezog. Mir den Wunsch zu erfüllen, unglaublich stark und schnell zu sein oder sich selbst die Möglichkeit zu verschaffen, sterben zu können.
„Mir tut alles weh, Brian. Ich hab einfach keine Lust mehr!“, seufzte ich. Was nicht gelogen war. Ich wollte mich an ihm vorbei drücken, aber er rührte sich nicht vom Fleck, starrte immer noch auf den Boden.
„Warum nicht?“ Seine Stimme war sehr leise, aber ich spürte die aufkeimende Wut darin.
„Das hab ich doch gerade gesagt“, murmelte ich. Wieder machte er den Weg nicht frei. „Brian. Was soll das?“
„Ich bin dir wohl nicht gut genug?“ Er hob den Kopf. Pechschwarze Augen glitzerten mich so wütend an, dass ich zwei Schritte vor ihm zurückwich. Sofort schwand der Ausdruck aus seinem Gesicht, was aber nichts an der Tatsache änderte, dass er mir gerade eine Scheißangst eingejagt hatte. Er zog die Hand zurück und wischte sich damit über die Augen. „Lass mich dir beweisen, dass mein Gift genauso viel wert ist, wie seines.“
„Das hat doch nichts mit Wertstellung zu tun! Du hast Jenks doch gehört.“
„Und was, wenn er sich irrt und diese Immunität sich nur auf Eriks Gift bezieht?“
„Das werden wir wohl nie

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