Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Killing Beauties: Thriller (German Edition)

Killing Beauties: Thriller (German Edition)

Titel: Killing Beauties: Thriller (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Beverly Barton
Vom Netzwerk:
sie ihn erreichen konnte, hatte Griff seine Schultern umfasst und von Barbara Jean fortgezogen. Mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund starrte sie den Mann an, der derart grob an sie herangetreten war.
    Judd befreite sich, fuhr herum und hob die Fäuste, um Griff anzugreifen. Aus reinem Instinkt trat Lindsay zwischen die beiden großen Männer. Aus dem Nichts erschien Rick Carson hinter Griff. Offensichtlich hatte er nur ein paar Schritte hinter Nic und Barbara Jean gestanden.
    Griff wurde wütend. Die Haut spannte sich über seinen scharf geschnittenen Wangenknochen, und seine eisblauen Augen verengten sich vor Zorn.
    Judd erstarrte auf der Stelle und starrte Lindsay an; ihr Eingreifen schreckte ihn wie erhofft ab. Offenbar hatte Judd noch nicht alle Hemmungen verloren, so dass er nicht so weit ging, sie zu schlagen.
    »Bringen Sie Mr. Walker unter Kontrolle, sonst tue ich es«, befahl Nic Griff.
    Griff bedeutete Lindsay, sich zurückzuziehen, und nachdem sie das getan hatte, bedachte er Judd mit einem finsteren Blick. »Ist es das, was du willst? In FBI-Gewahrsam genommen werden?«
    Judd gab keine Antwort, er öffnete nur einfach seine Fäuste und nahm eine entspannte Körperhaltung an.
    Griff, der Judds Rückzug beobachtete, wandte sich an Lindsay. »Carson übernimmt und bringt ihn hier raus. Du fliegst mit mir nach Hause.«
    Als Rick Carson vortrat, wich Judd zurück, und Lindsay befürchtete eine weitere Auseinandersetzung. Aber Rick machte keine Anstalten, Judd zu berühren, der mehr als bereit zu sein schien, eine noch üblere Szene zu machen als die im Krankenhauskorridor.
    Lindsay trat näher an Griff heran, um ein persönliches Wort mit ihm zu wechseln. »Lass mich auf Judd achtgeben. Er wird vermutlich weniger Widerstand leisten, wenn er mit mir kommen soll, als wenn du versuchst, ihm Rick unterzuschieben.«
    »Es ist offensichtlich, dass sich Judds emotionale und mentale Stabilität verschlechtert hat«, sagte Griff. »Er ist jetzt gefährlich.«
    »Ich weiß«, erwiderte sie. »Aber er ist eine größere Gefahr für sich selbst als für irgendjemand anders.«
    »Bist du sicher?«
    »Ja.« Sie hatte Griff nie belogen, und sie log auch jetzt nicht. Sie wollte daran glauben, dass Judd sie nicht mehr körperlich angreifen würde, obwohl sie wusste, dass er noch immer die Macht besaß, sie emotional zu zerstören.
    Griff nickte. »Sei vorsichtig.«
    »Werde ich sein.«
    Anschließend wandte sich Griff an Barbara Jean Hughes, bückte sich und drückte die Hände der Frau. »Es tut mir leid, was passiert ist. Das ist der Mann, von dem ich Ihnen erzählt habe, mein alter Freund, der halb wahnsinnig ist, seit der Beauty-Queen-Killer vor fast vier Jahren seine Frau ermordet hat.«

    Sanft wie ein Lamm verließ Judd mit Lindsay das Krankenhaus. Seine Fügsamkeit bereitete ihr weit mehr Sorge, als wenn er offen seine Aggressionen zeigte. Sie überlegte, was sie zu ihm sagen könnte, doch ihr fiel partout nichts ein. Als sich die Krankenhaustüren hinter ihnen schlossen, wehte ihnen die kalte Nachtluft entgegen. Sie verharrte gerade lange genug, um sich ihre Navy-Jacke zuzuknöpfen, dann strebte sie auf das Parkdeck zu.
    Judd hob sein Gesicht in den Wind, als würde er die bittere Kälte mögen. »So, was nun, meine kleine Retterin?«, fragte er in einem seltsam freundschaftlichen Ton.
    Während sie über den Parkplatz vor ihnen blickte, ein für Ärzte und VIPs reservierter Platz zum Parken, erläuterte ihm Lindsay in knappen Worten ihren Plan. »Wir suchen uns ein stilles Restaurant und essen zu Abend. Dann mieten wir in einem Motel vor Ort ein Zimmer für die Nacht. Bei Tagesanbruch fahren wir zurück nach Tennessee.« Sie zog ihre Handschuhe aus der Jackentasche und streifte sie über. »Ich kann dich entweder zurück zum Jagdhaus bringen und dich dort absetzen, damit du in Selbstmitleid ertrinken kannst …« Sie machte eine Pause, weil sie eine abfällige Bemerkung erwartete. Als er nicht antwortete, fuhr sie fort: »Oder ich bringe dich … vorausgesetzt, du kannst dich benehmen … zu Griff, und du kannst dich wieder an unseren Ermittlungen beteiligen, so wie du es zu Anfang getan hast.«
    »Entweder oder, nicht wahr?«
    »Das ist das allerletzte Angebot.« Unsicher, was Judd tun würde, eilte sie auf das zweistöckige Parkdeck auf der Westseite des Krankenhauses zu.
    Er holte sie ein, bevor sie den Trailblazer erreichte, den sie auf dem unteren Parkdeck abgestellt hatte. »Ich hätte gern ein

Weitere Kostenlose Bücher