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Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Titel: Privatdetektive (16 Romane in einem Band) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alfred Bekker
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Gesicht war grimmig geworden.
    Jo machte indessen die Tür zu. Was hier verhandelt wurde, mußte nicht die ganze Belegschaft mithören.
    "Ich möchte eines klarstellen, Lieutenant Marvin!" erklärte Rowland gedehnt. "Dies ist noch kein offizielles Verhör, sondern nur eine informelle Befragung. Mehr nicht. Vielleicht tun wir Ihnen Unrecht und alles stellt sich als Irrtum heraus. Ich wünsche es mir sehr, Cole! Sie sind ein hervorragender, eifriger Polizist."
    Marvin setzte sich.
    "Nur zu! Und was macht der hier?" Er deutete auf Walker.
    "Er ist auf meinen ausdrücklichen Wunsch dabei", erklärte Rowland. "Irgendwelche Einwände?"
    "Nein."
    "Dann los!" Rowland wollte ansetzen und hatte auch schon kräftig Luft geholt, aber Jo war schneller und kam ihm zuvor.
    "Haben Sie sich im Paradise nach Arnie Gonella erkundigt?"
    "Ich hatte mal mit seinen Angelegenheiten zu tun, als ich noch beim Rauschgift war. Gonella ist ja nun wirklich kein Unbekannter in der Szene", kam es zurück, aber das war nicht das, was Jo wissen wollte. Marvin wich aus.
    "Es gibt Leute, die Sie dort gesehen haben", preschte Jo vor.
    "Ach, ja? Das Paradise ist ein öffentlicher Ort!"
    "In dunkler Brille und Perücke, Marvin. Wenn wir Ray Chung Ihnen gegenüberstellen würden, würde er sie vermutlich identifizieren!"
    Marvin machte eine wegwerfende Geste. "Kommt wahrscheinlich darauf an, was Sie ihm dafür geben!" sagte er verächtlich.
    "Geben Sie's doch zu, Marvin!" meinte Rowland. "Sie machen die Sache doch nur noch schlimmer."
    Marvin schien zu überlegen.
    "Denken Sie, daß ich der Killer-Cop bin? Daß ich Gonella auf dem Gewissen habe?"
    "Bei Gonella liegt der Schluß doch nahe, oder etwa nicht?" meinte Rowland. "Er hat vielleicht Ihren Partner auf dem Gewissen."
    "Vielleicht? Das ist für mich eine Tatsache. Wir hatten kurz zuvor noch am Telefon miteinander gesprochen. Jack glaubte, Gonella auf frischer Tat bei einem Deal erwischen zu können. Eine ganz große Sache, auf die durch Informanten gestoßen war. Ich sagte ihm noch, er solle das alleine versuchen, sondern warten, bis er Verstärkung hätte. Eine halbe Stunde später war mein Partner tot!" Marvin schluckte. Noch jetzt, wenn er darüber sprach, schien ihn die Sache mitzunehmen.
    "Jack Calderwood war nicht nur Ihr Partner im Dienst. Er war auch Ihr Freund, nicht wahr?" fragte Rowland verständnisvoll.
    Marvin nickte.
    "Ich hätte Arnie Gonella töten können. Ich habe sogar einen Moment daran gedacht. Aber ich habe es nicht getan."
    "Und Sie haben Gonella nachspioniert", stellte Jo fest. "Der Mann mit der dunklen Brille, das waren doch Sie! Oder müssen wir erst eine Gegenüberstellung veranstalten?"
    "Es stimmt", sagte Marvin matt. "Das war ich. Ich dachte, daß ich ihm doch noch etwas anhängen, ihn bei seinen schmutzigen Geschäften erwischen könnte. Ich habe es in meiner Freizeit getan und versucht, seine Gewohnheiten herauszufinden und sein Umfeld auszuhorchen. Vielleicht..." Er sprach nicht weiter und meinte stattdessen: "Das war ich Jack schuldig."
    Rowland sagte: "Captain Basilovsky vom Rauschgift hat mir gesagt, in seinem Dezernat wären in letzter Zeit zwei Waffen weggekommen. Eine Spezialgewehr und ein 38er."
    "Na und? So etwas kommt vor, Captain. Es ist auch sicher schon in Ihrem Bereich vorgekommen, daß man einem Ihrer Leute seine Waffe abgenommen hat!"
    Rowland nickte.
    "Und bei irgendwelchen dunklen Geschichten tauchen sie dann wieder auf, ich weiß. Aber daß ein Beamter in verhältnismäßig kurzer Zeit zwei Waffen abgenommen kriegt ist doch merkwürdig, oder? Vor allem wenn etwas später mit genau solchen Waffen Morde verübt werden..."
    Marvin schluckte.
    Dann sagte er: "Okay, es besteht ein Zusammenhang zwischen mir und dem Fall Gonella. Gebe ich zu. Aber was ist mit den anderen? Was ist mit diesem Mann, der seine Frau umgebracht hat..."
    "... der in Verdacht geraten ist!" korrigierte Rowland.
    "Wie auch immer! Jarvis hieß er glaube ich. Oder dieser Arzt, der angeklagt wurde, einen Patienten vergiftet zu haben. Das waren Leute, mit denen ich nicht das Geringste zu tun hatte! Ich habe nicht gegen sie ermittelt und sie haben mir auch nichts getan - mögen sie nun schuldig oder unschuldig gewesen sein!"
    Das war tatsächlich ein schwacher Punkt. Sowohl Jo, als auch Rowland mußten das insgeheim zugeben.
    Nun gut, dachte Jo. Fangen wir die Sache anders an.
    "Sie haben ungewöhnlich gute Ergebnisse auf dem Schießstand, nicht wahr, Marvin?"
    Marvin verzog ungläubig das

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