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Two Night Stand

Two Night Stand

Titel: Two Night Stand Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Ki-Ela Stories
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Gastgebern ist das aber peinlich“, versuchte er es erneut und streckte ihr die Hand entgegen, um sie aus dem Motorenraum zu ziehen.
    „Das muss es doch nicht. Denen hier sollte es peinlich sein“, kicherte Shona mit einer Kopfbewegung zu den beiden Kerlen.
    „Sie lässt sich nicht umstimmen“, Tim wandte sich Claudine zu. „Sie hat ihren eigenen Kopf, wir sollten sie lassen, sie ist dort in ihrem Element, und sie wird es schaffen, dass der Motor bald wieder läuft.“
    „Aber wofür haben wir denn Angestellte?“, empörte Claudine sich. „Wie unangenehm…“
    „Das muss es nicht“, Tim erhob sich und legte einen Arm um Claudines Schulter. „Komm, wir trinken noch etwas von dem herrlichen Champagner und lassen Shona in Ruhe arbeiten.“
    Die ältere Dame seufzte auf, dann schaute sie noch einmal zurück, Shona kroch gerade halb in den großen Schiffsmotor. „Sie wird sich ganz schmutzig machen…“
    „Oh, glaub mir, das macht ihr nichts aus, das ist sie gewöhnt“, Tim zog Claudine wieder mit sich zu den anderen.
     
    „Und? Ist Shona abgetaucht?“, grinste Severin Tim an.
    „Ja“, antwortete Claudine tief betrübt.
    „Es ist sehr nett, dass sie sich kümmert. Ich werde mal mit der Werkstatt telefonieren müssen, wir hatten die Yacht gerade erst aus der Wartung zurück“, antwortete Antoine ärgerlich.
    „Aber wieso bekommen Serge und Philippe das nicht repariert?“, beschwerte Claudine sich.
    „Sie sind nun mal keine Mechaniker“, erinnerte Antoine seine Frau. „Gut, verbringen wir die Zeit mit etwas Sinnvollem“, er schenkte noch einmal Champagner nach. „Und hoffen wir, dass deine entzückende Freundin das hinbekommt.“
     
    „So, ihr Experten“, Shona ließ sich ein Handtuch geben und versuchte ihre Finger von dem Öl zu befreien, das war allerdings ein hoffnungsloses Unterfangen. „Startet bitte noch mal“, wies sie einen der beiden an.
    Die beiden sahen sich nur grinsend an, man konnte ihnen ansehen, dass sie Shona nicht zutrauten, es hinbekommen zu haben.
    „Was ist jetzt?“, drängelte Shona ungeduldig. „Oder soll ich das auch noch machen?“
    Endlich setzte sich einer der beiden in Bewegung, kurze Zeit später ertönte das Motorengeräusch und sie grinste den einen Kerl überheblich an. „Noch Fragen?“
    „Das hätte ich nie gedacht“, antwortete er ungläubig. „Woher hast du Ahnung von Motoren?“
    „Weil ich Mechanikerin bin“, sie kletterte aus dem Motorenraum, der andere Angestellte kam ebenfalls auf sie zu.
    „Super hinbekommen, danke“, lobte er sie.
    „Nichts zu danken, das ist mein Job.“
    „Sie ist Mechanikerin“, ergänzte sein Kollege.
    „Ach so…“, ihr Gegenüber riss sie Augen auf. „Das… das hätte ich echt nicht gedacht…“
    „Sieht man dir an“, kicherte Shona. „Und wenn ihr mir noch einmal so unverschämt auf den Hintern glotzen solltet, fangt ihr euch eine. Nur damit das klar ist, okay?“
    „Ähm… also… das haben wir doch gar nicht gemacht!“
    „Habt ihr wohl. Ich arbeite seit Jahren mit Männern zusammen und ich kenne die Blicke“, sie schmiss ihm den ölbeschmutzten Lappen an den Kopf, dann ging sie zur Treppe, um wieder zu den anderen zu gelangen.
     
    „Shona, Sie sind…“, Antoine wollte sie freudestrahlend umarmen, doch dann stockte er in seiner Bewegung. „… dreckig. Ziemlich dreckig“, fügte er nur hinzu.
    „Ja, das lässt sich nun mal nicht vermeiden“, antwortete Shona zerknirscht, sie sah an sich hinab, vielleicht hätte sie sich heute doch nicht ganz in Weiß anziehen sollen – aber wer konnte schon ahnen, dass der Luxus-Seelenverkäufer hier nicht anspringen würde?
    „Oh, mon dieu, warten Sie, Shona, ich gebe Ihnen etwas zum wechseln“, Claudine sprang aufgeregt um Shona herum.
    „Gut gemacht“, lobte Zacharias sie.
    „Das war keine große Sache, wenn man weiß, wo man suchen muss“, wiegelte Shona ab.
    Tim betrachtete sie voller Stolz, sie sah zwar wirklich furchtbar aus, hatte sogar Ölflecken im Gesicht, aber dafür hatte sie ein Strahlen in den Augen, das er heute bei ihr noch nicht gesehen hatte. Er konnte sich vorstellen, dass sie sich jetzt wohler fühlte, und er konnte das auch verstehen.
    Claudine gab Shona eine Shorts und ein T-Shirt von sich, die Sachen waren ihr zwar etwas zu groß, aber so eitel war Shona nun wahrlich nicht, und mit einem Gürtel ließen sie sich auch bändigen.
     
    Shona genoss die Bootsfahrt in vollen Zügen, wenn es nach ihr gehen würde, hätten sie

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