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Verzaubert fuer die Ewigkeit

Titel: Verzaubert fuer die Ewigkeit Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Amy J Fetzer
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denen Fionna spürte, dass sie glücklich war. Sie konnte kaum noch das Ende ihrer Verbannung erwarten - dann durfte sie endlich wirklich Mutter sein, statt sich mithilfe der Magie einen Moment des Zusammenseins mit ihrem eigenen Kind zu verschaffen.
    Fionna schäumte Sineads Haar ein und lachte, als sie einen Zweig darin fand. Sinead versuchte, die Seife zu fangen, und
    als Fionna danach griff, wurde die Vorderfront ihres Kleides nass. Sie richtete sich auf und tupfte die Nässe auf.
    »Werde ich mal Brüste haben, Mama?«
    Fionnas Blick ruckte hoch. »Ja, bestimmt.« Sie ging zu Sinead zurück und massierte die Seife in ihr Haar ein.
    »So große wie deine?«
    Fionna schüttelte den Kopf, während sie in sich hineinlachte. »Wahrscheinlich.«
    »Die Jungen gucken auf Brüste, weißt du.«
    »Manchmal machen sie auch mehr als schauen«, murmelte Fionna vor sich hin.
    Sinead drehte sich in der Wanne. »Ja. Sie fassen sie an.«
    Fionnas Brauen hoben sich.
    »Ich habe einen Mann gesellt...«
    »Ich habe einen Mann gesehen ...«
    »Ja, genau. Er hat ein Mädchen geküsst, und als er es angefasst hat, hat es ihn geschlagen.«
    »Das sollte es auch tun.«
    »Warum?«
    »Er hat es ohne die Zustimmung des Mädchens angefasst.«
    »Ist es gut, die Zustimmung zu geben?« Sinead sah bei dieser Vorstellung entsetzt aus.
    »Wenn du älter bist, wirst du es schon verstehen.«
    Sinead schnitt eine Grimasse. »Ich möchte nicht so lange warten.«
    »Da ich dich nicht schneller wachsen lassen kann, musst du dich einfach gedulden. Außerdem musst du noch viel lernen, und eines Tages wirst du eine schöne Dame werden. Und wenn ein Junge versucht, dasselbe mit dir zu machen, hast du meine Erlaubnis, ihn zu schlagen.«
    Sinead grinste.
    »Nicht zu hart, nur so, dass er weiß, dass er seine Grenzen überschritten hat!«
    Sinead sah sie verwirrt an, und Fionna wusste, dass diese Unterhaltung noch nichts für ihre Tochter war. Sie betete darum, dass Sinead die Jungen, die versuchten, frech zu werden, auch weiterhin verhauen würde, bis ihr klar geworden war, wonach sie jetzt noch fragte. Meine Güte, sie war noch nicht einmal fünf Jahre alt!
    Fionna schüttete warmes Wasser über Sineads Haar.
    »Ich habe Lord Antrim kennen gelernt, Mama.«
    Jeder Muskel in Fionnas Körper zuckte, und ihre Gedanken wurden von Raymonds Bild überschwemmt. »Oh?«
    »Er war sehr nett.«
    »Du hast keine Angst vor ihm?«, fragte Fionna in beiläufigem Ton, während sie weiter die Haare ihrer Tochter ausspülte, obwohl sie in Gedanken wieder jeden Augenblick in seinen Armen durchlebte.
    »Nein. Er sagt, ich soll nicht auf Jungen einschlagen, weil Männer es seit Urzeiten nicht gern haben, von Frauen besiegt zu werden «
    Fionnas Stirn runzelte sich. Etwas fehlte in dieser Äußerung, doch sie schob die Kritik beiseite. »Er hat Recht.«
    »Magst du ihn?«, wollte Sinead wissen, drehte sich um und sah ihre Mutter neugierig an.
    Ihn mögen? Oh nein, sie wollte nur vergehen, wenn er sie küsste, und seine Berührung machte sie willenlos. Sie hätte darum gebettelt, von ihm geliebt zu werden, wenn die Umstände andere gewesen wären. Aber ihn mögen? Nein. Er war ein eigensinniger und engstirniger Herr, der sie vor Wut kochen ließ, wann immer sie mit ihm sprechen musste. »Meine Meinung bedeutet wenig. Wie sieht es in der Burg aus?«
    »Schmutzig und dunkel. Und es macht auch nicht viel Spaß. Ich bin lieber draußen an der frischen Luft.«
    Fionna verstand dieses Bedürfnis ihrer Tochter, sich in der freien Natur aufzuhalten. Ein zu langer Aufenthalt innerhalb von Mauern regte sie selbst auch auf.«
    Sinead erwiderte ihren Blick. »Am allerliebsten bin ich hier.«
    Fionna lächelte, während sich ihr das Herz in der Brust zusammenkrampfte. Sie beugte sich herab und küsste Sinead. »Ich mag es auch sehr, wenn du hier bist, mein Lämmchen«, flüsterte sie und wünschte, dass es immer so sein würde wie jetzt. Dann fragte sie: »Also ist die Burg nicht sauber gemacht worden?«
    »Nein. Colleen, Hisolda und ich sind ja auch fast die einzigen Mädchen.«
    »Wirklich?« Sie vermutete, dass die Frauen aus dem Dorf wegen der vielen Männer und der Gefahr, die damit verbunden war, nicht in der Burg arbeiten wollten. Und vielleicht auch wegen der Trostlosigkeit dieses Ortes.
    »Da waren noch andere, doch Sir Alex hat die meisten wieder weggeschickt.«
    Alec. Der dunkelhaarige Ritter aus dem abgebrannten Dorf, erinnerte sich Fionna. »Warum?«
    »Ich weiß nicht. Es

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