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Aerzte zum verlieben Band 43

Aerzte zum verlieben Band 43

Titel: Aerzte zum verlieben Band 43 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Marion Lennox , Kate Hardy , Anne Fraser
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die Haustür steckte. Bevor er eintrat, holte er tief Luft. Drinnen lehnte er sich gegen die Wand und schloss die Augen.
    â€žIch will es eigentlich nicht tun, es kommt mir so falsch vor.“
    â€žIch weiß.“ Sie nahm seine Hand.
    â€žWenn ich ihr Haus ausräume, ist das endgültig.“ Er schluckte. „Wahrscheinlich habe ich insgeheim gehofft, dass alles nur ein böser Traum ist und dass sie doch zurückkommen werden. Aber das tun sie nicht, oder?“
    â€žNein“, sagte sie sanft.
    â€žOkay, lass uns anfangen.“ Doch dann glitt ein verlorener Ausdruck über sein kantiges Gesicht. „Wie macht man das? Das Leben eines Menschen zusammenpacken?“
    â€žDenk an die guten Zeiten, die ihr miteinander hattet. Die Erinnerungen werden dir helfen – und Kisten: eine für die Sachen, die du weggeben kannst, zum Beispiel an Kleiderkammern. In eine andere legst du die Dinge, die du behalten möchtest, auch wenn du dich jetzt damit erst einmal nicht befassen magst. Also Fotoalben und andere Erinnerungsstücke. In eine dritte sortierst du alles, das du wegwerfen willst.“ Sie suchte seinen Blick. „Du brauchst nicht alles heute zu schaffen, Tom. Wir können Zimmer für Zimmer durchgehen und jederzeit aufhören und an einem anderen Tag weitermachen.“
    â€žNein, Flora, ich habe es lange genug vor mir hergeschoben. Die Möbel gehen in Sozialwohnungen, da kommt bald jemand von der Gemeinde vorbei, um sich alles anzusehen und den Transport zu organisieren.“ Er atmete tief durch. „Manchmal denke ich, ich hätte hier einziehen sollen, um Joey die vertraute Umgebung zu lassen. Aber es geht einfach nicht, Flora, ich kann hier nicht leben. All die Erinnerungen würden mich ersticken.“
    â€žJoey wird das verstehen, wenn er älter ist“, versicherte sie ihm.
    Tom nickte. „Also gut. Wir fangen mit dem Schlafzimmer an.“
    Flora half ihm, die Schränke auszuräumen und die Kleidung in Säcken zu verstauen. „Vielleicht behältst du ein, zwei Stücke für Joey – den Lieblingspullover seines Vaters oder das Lieblingskleid seiner Mutter“, schlug sie vor. „Für später, als persönliche Erinnerung.“
    â€žDu hast recht.“
    Toms Gesicht war wie aus Stein gemeißelt, grimmig, mit scharfen Linien. Sie ahnte, dass er sich wahnsinnig zusammenriss, um sich seine Gefühle nicht anmerken zu lassen.
    Als Nächstes war die Küche an der Reihe, eine etwas einfachere Aufgabe, da es hier so gut wie nichts Persönliches gab … von den Notizen, Fotos und Urlaubskarten an der Kühlschranktür einmal abgesehen. Tom nahm sie ab und legte sie mit den Magneten zusammen zu den anderen Dingen, mit denen er sich später befassen würde.
    Im Wohnzimmer ging es weiter. Flora spürte die starke Anspannung, unter der Tom stand, als er Bücher, CDs und Fotoalben verstaute.
    Und dann nahm er eins der Fotos vom Kaminsims. Seine Hand zitterte so sehr, dass er es fallen ließ. Das Glas zerbrach. Tom bückte sich, um es aufzuheben, und Flora hörte, wie er scharf Luft holte, und sah Blut über seine Hand rinnen.
    â€žKomm mit in die Küche.“ Sie inspizierte die Stelle unter der hellen Arbeitslampe, fand keine Glassplitter, säuberte die Wunde und presste ein zusammengefaltetes Papiertuch darauf. „Drück gut drauf“, riet sie ihm. „Das wird die Blutung stoppen. Ich sammle die Scherben auf.“
    â€žDas kann ich doch machen.“
    â€žTom, ich möchte, dass du dich für ein paar Minuten hinsetzt. Befehl von der Krankenschwester.“ Flora nahm sich etwas altes Zeitungspapier und ging ins Wohnzimmer.
    Vorsichtig nahm sie die scharfkantigen Glasstücke auf und wickelte sie in Zeitungspapier. Dann drehte sie den Rahmen um. Sie verstand, warum er ihm aus der Hand geglitten war – auf dem Bild war er zu sehen, zusammen mit seiner Schwester und Joey. Alle drei lachten fröhlich in die Kamera.
    Erinnerungen.
    Manchmal taten die schönsten Erinnerungen am meisten weh. Auch sie hatte in den ersten Monaten nach dem Tod ihrer Eltern keine Fotos aus glücklicheren Tagen ansehen können.
    Behutsam löste sie den Abzug aus dem Rahmen und legte ihn in eins der Fotoalben. Danach ging sie wieder in die Küche. Glas und zerbrochener Rahmen waren schnell im Abfalleimer entsorgt. „Alles erledigt“, sagte sie.
    â€žEntschuldige, ich

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