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Bismarck 04

Bismarck 04

Titel: Bismarck 04 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Karl Bleibtreu
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die in freiem Feld nahe den Feind bestreichenden letzten Gesch. der 22. Art. unterhielten rollendes Feuer. Diese Bayern ließen seit Sept. Ende 3500 Mann, 40 Gesch., 250 Masch. G. liegen, was freilich einen traurigen Maßstab für die Prüfung der 4. A. bis 13. Okt. ergibt. Am 14. brach Verderben über 1. b. R. D. herein, nur 100 entkamen, der G. Ers. D. bei Morsele erging es ähnlich, die Art. ging verloren. Überreste der 11. b. D. und die 16. mischten sich unter die preuß. 3., 16., 36. R. D. bei Cortemark, 6. b. R. D. unter 39. D. bei Warwicq. Der König der Belgier sollte bei Roulers–Menin–Gent durchbrechen, Fochs ganze Heeresreiterei von 20 000 Säbeln nachhauen. Nichts gelang von Courtrai bis Brügge. Nachtmärsche unter widrigem Regenwetter führten die zerschlagenen Truppen in die Hermannsstellung bei Kortryk. Als sie am 19. dort ankamen, zählte 16. b. D. noch 800 Gew., die wieder etwas aufgefüllte 11. b. noch 1320. Trotz so winziger Bestände hielten sie und 207. D. noch lange, ehe man in die letzte Verteidigungslinie zwischen Antwerpen und Ecloo langsam wich.
    Der Feind entfaltete überall grobe Übermacht und rohe Gewalt seiner Kampfmaschinen, doch nur mit schweren Opfern konnte er die dünnen gelichteten Scharen vor sich her stoßen. Am 9. ließen zwar die Kanadier im geräumten Cambrai ihre Fahnen fliegen, am 10. wehten in Le Cateau und St. Quentin Union Jack, Sternenbanner, Trikolore. Gegen 6., 17. A. ließ der Druck gerade so nach wie gegen 7., 1., 3. Bei Bohain und Solesmes brachen Tankstürme übel zusammen, ehe 6. A. aus Lille nach Tournai, Below über Douai abzog. Nur 2., 18. A. wurden am 17. besonders bei Le Cateau von Massen Angelsachsen und Galliern angefallen, von listigen Fluggeschwadern umkreist. Am Sambrekanal vergällten bei Wassigny 6. b., 18. D. des K. Endres dem Feind den Übergang, südöstlich Cateau bei Ertreux wehrten sich Watters 3. Mar., 221., 23. D., obwohl jede nur 900, 330, 250 Gew. zählte. Auf dem Guiseplateau hielten Hutiers Gruppen Gontard und Sieger bis 26. den ungeduldigen Humbert überlegen in Schach. Nur südlich bei Marle wich er vor Debeney und Mangin. Rückzug bis 9. Nov. nach kurzem Halt bei Landrecies und Avesnes und östlich Maubeuge, während der im übermütigen Kraftbewußtsein über Valenciennes nachdrängende Haigh zugleich mit Gruppe Albert die 4. A. an Lyskanal und Schelde verfolgte. Zwischen 20. Okt. und 8. Nov. entschlüpfte man dem erschöpften Gegner ohne ernsteres Verbeißen, in voller Ordnung standen nun 4., 6., 17., 2. A. zwischen Termonde und Chaleroi. 18., 1., 3., 5. A. erhielten verschiedene starke Hiebe, die aber alle pariert wurden. 103., 199., 202., 213., 242. D. und b. Reste – noch 600 Gew. der 15. D., bei 1., 4. schwerlich mehr – fochten seit 14. Okt. zähe in Umgegend von Vouzier, wobei 475., 476. I., 280. Art., 127. der 242. D. sich am Käseberg hervortaten. Ein Gewaltstoß der Amerikaner, die über Grandpré immer weiter gegen 5. A. Sturm liefen, nötigte 240., 31. D. am 2. Nov. auf Buzancy zu weichen. Rgt. 70., 166 wurden hierbei von 149 Bayern unterstützt, jetzt die ganze 15. D. ausmachend. Allmählich wich diese Abteilung Maas-West bei Yvor hinter die Maas auf Diulet-Dun unterm Schutz der 115. D.; 5. A. lieferte zwischen Dun und Stenay mit 10., 20., 117. D. noch ganz günstige Gefechte, wobei den alten, Rgt. 77., 79. das junge 450. gut zur Seite stand.

X. November-Ende militärisch-politisch
    Dem bewährten General v. Scholtz, Befehlshaber der deutschen Balkantruppen, gelang es, sich von der bulgarischen Niederlage loszulösen, seine braven Landwehr- und Landsturmmänner hielten unter erschwerendsten Umständen aus, bis große neue Verstärkungen heran waren. Die in Albanien unter Pflanzer-Baltin bisher siegreiche österr. Gruppe zog sich auf Nisch bis Lascovic zurück, entkam also dem bis Üsküb eingetriebenen Keil der Armee Esperet. Der rüstige General muß schon große Verstärkungen erhalten haben, um die Offensive so kräftig aufnehmen zu können, wobei die Venizeloz-Griechen mit in die Wagschale fielen. Was dazu bewog, die Bulgaren wesentlich allein zu lassen und auf ihre dauernde Widerstandsfähigkeit zu vertrauen, ist nicht klar. Die Bulgaren begingen natürlich den dümmsten Streich, ihre jetzigen wie einst ihre Balkanbundesgenossen zu verraten, sie lieferten sich der Entente auf Gnade und Ungnade aus und begruben selber ihre nationalen Hoffnungen. Den Mittelmächten

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