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Commander Perkins 03 - Der verbotene Stern

Commander Perkins 03 - Der verbotene Stern

Titel: Commander Perkins 03 - Der verbotene Stern Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: H. G. Francis
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in der Galaxis, die nicht wußten, wie mächtig die Copaner waren. Unter ihnen waren einige unbedeutende Völker aus den Randgebieten der  Galaxis, die entweder noch keine Raumfahrt entwickelt hatten,  oder deren Raumschiffe nicht in der Lage waren, über Hunderte  von Lichtjahren hinweg zu anderen Sonnensystemen zu fliegen.
    Arentes griff sich mit beiden Händen an den Kopf. "Ich begreife es nicht", sagte er laut. "Wer so etwas macht, bringt sein  ganzes Volk in Gefahr. Wir Copaner sind so leicht nicht bereit,  Krieg gegen andere Völker zu führen, wenn jemand jedoch unser  Heiligtum verletzt, kann er nicht auf Gnade hoffen!"  "Die meisten Copaner kennen keine Gnade", ertönte eine helle  Stimme. "Du bist jedoch anders. Du bist gewillt, selbst ein solches Verbrechen zu verzeihen."  Arentes war ein menschenähnliches Wesen, das etwa zwei  Meter groß war. Die beiden Augen lagen tief in ihren Höhlen.
    Die Nase sprang weit vor. Sie bestand aus Hörn und war an der  Spitze scharf gekrümmt, so daß sie dem Schnabel eines Raubvogels glich. Die Lippen waren schwarz und schmal. Dickes, rotes  Haar bedeckte den Kopf des Copaners. Es reichte ihm bis auf die  Schultern herab. Der Körper des Tempelwächters war muskulös  und kräftig ausgebildet.
    Der Copaner trug eine braune Hose, die ihm bis an die Knie  reichte. Sie ließ die dicken Hornplatten frei, die Knie und Fußgelenke schützten. Ebenso die gelbe Bluse. Auch ihre Ärmel waren  so kurz, daß die Ellenbogen und die Unterarme nicht bedeckt  wurden.
    Ein gelber Pelzstreifen umspannte den Kopf des Tempelwächters. Er hatte mit heller Stimme gesprochen.
    "Wer könnte ein solches Verbrechen verzeihen?" fragte Areotes, während er behutsam mit den Fingerspitzen über den Symbionten an seinem Kopf strich, von dem er Energie in unbegrenzter  Menge beziehen konnte, wenn er nur wollte. "Darum geht es  auch gar nicht. Ich begreife nicht, wie jemand so etwas tun kann.
    Wieso dringen diese Frevler hier ein? Sie müssen doch wissen,  daß ein solches Verhalten grausame Konsequenzen für ihr Volk  hat."  "Sofern du meldest, was geschehen ist!"  "Ich muß es melden. Ich kann gar nicht anders. Das weißt du  sehr gut. Außerdem dauert es nicht mehr lange, bis die ersten Pilger hier eintreffen. Bald werden Millionen von Copanern diesen  Planeten bevölkern. Ich habe mir sagen lassen, daß beim letzten  Conna-Fest über fünfhundert Millionen Copaner auf Palenka  waren. Sie alle haben diese Schlucht besucht, in der Conna vor  nunmehr genau zwölftausendeinhundert Jahren die dunklen  Mächte des Bösen besiegt hat. Wenn die Pilger kommen, dann eilen ihnen die Priester voran."  "Ich erinnere mich", erwiderte der Symbiont. "Du hast mir davon erzählt. Sie bilden die Kommission der connanischen  Reinheit. Sie prüfen, ob Palenka auch wirklich unberührt geblieben ist."  Richtig, Quenny. Und dieser Kommission wird nicht entgehen, daß hier ein Raumschiff gelandet ist."  Der Symbiont tastete mit winzigen Fühlern die Stirn des Copaners ab. "Wie lange lebst du nun schon in dieser Schlucht?"  "Seit genau fünfzig Jahren", antwortete Arentes. "So schreibt  es das Große Buch vor. In einigen Tagen werde ich abgelöst,  und ein anderer wird Palenka fünfzig Jahre lang bewachen.
    Ein anderer wird die Tempel und die klingenden Flaschen  pflegen."  "Du müßtest eigentlich tödlich beleidigt sein, weil jemand gekommen ist und dein Heiligtum betreten hat."  "Ja - das müßte ich eigentlich", erwiderte Arentes überrascht.
    Er horchte in sich hinein. "Seltsamerweise bin ich es nicht. Ich  bin entsetzt, daß jemand das Verbot mißachtet hat. Zugleich tun  mir diese Fremden leid. Ich verstehe einfach nicht, wie sie so töricht sein konnten, so etwas zu tun. Und ich frage mich, wer sie  sind. Ich muß es wissen."  "Du willst das Tal verlassen?"  "Ja, das will ich."  "Warum wartest du nicht einfach ab? Du hast, wie es zum Ritual der Vorbereitungen für das Conna-Fest gehört, die Zeitpeitsche eingeschaltet. Sie wird die Fremden treffen, und in einigen  Tagen, wenn die Pilger kommen, ist alles vorbei. Keiner von ihnen wird noch leben."  "Das ist richtig", antwortete Arentes. "Ich habe jedoch seit  fünfzig Jahren mit niemandem außer mit dir gesprochen."  "Genügt dir das nicht?" Quenny schien beleidigt.
    "Verzeih mir", bat der Copaner. "Ich habe keinen Grund, mich  zu beschweren, dennoch möchte ich mich nach so langer Zeit  auch mal wieder mit anderen

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