Das Allheilmittel - Valoppi, J: Allheilmittel
Wasserkanone löschte die Feuerbälle effizient aus, und Spider räumte sein Spielfeld, allerdings ohne Gefangene. Justins Schild lenkte die Feuerbälle ab, und er errang kurz vor Ablauf der Zeit den Sieg, ebenfalls ohne Gefangene. Das Schlachtfeld schien ungewöhnlich schwierig für Level 1, und Justin hoffte, dies sei kein Zeichen für das, was noch kommen sollte.
Als Nächstes folgten der Felsherausforderer, die Löwen der Zerstörung und die Laserlegionen. Beide Könige rückten rasch weiter, erreichten die Spielstufe vier und wurden im direkten Kampf gegeneinander konfrontiert.
»Endlich«, murmelte Spider.
Auf dem Bildschirm wurde ein Text eingeblendet.
Die Könige ruhen sich kurz aus und lassen ihre Schergen für sie kämpfen. Wähle einen Gefangenen aus deiner Armee aus, der gegen einen Gefangenen aus der Armee deines Gegners antreten soll. Der Gewinner erhält die Gefolgstreue des gegnerischen Gefangenen und ein Lebenselixier.
Beide entschieden sich für einen Gefangenen aus den Laserlegionen. Spider überrumpelte Justin rasch und gewann.
Justin beschlich die Befürchtung, er könne nicht lange genug überleben, um den neuen Trick anzuwenden, den er entdeckt hatte.
121
Helene saß in ihrem Büro und führte Telefonate mit ihrem Agenten und Senderbossen aus der ganzen Stadt.
»Nun, natürlich würde ich in Erwägung ziehen , die Interview-Sendung im Rahmen der Oscar-Verleihung zu machen«, sprach sie in den Hörer. »Selbstverständlich würde ich ein paar Veränderungen vornehmen wollen, und ich würde Kyle brauchen.«
Kyle saß mit strahlender Miene auf einem beigen Ledersofa, doch sie konnte ihn durch den übergroßen Blumenstrauß auf ihrem Schreibtisch kaum sehen.
»Ich bin sicher, du bekommst das hin«, sagte sie zu ihrem Agenten, »und ich finde, der Sender sollte sich etwas Nettes für Kyle einfallen lassen.« Kurz lauschte sie. »Ich weiß, dass du nicht sein Agent bist, aber sag einfach, das würde mich sehr glücklich machen. Hätte er uns nicht all die Werbezeit verschafft, hätte niemand von uns gewusst und eingeschaltet. Oh, und danke für die Rosen. Sie sind ... na ja, einfach riesig. Ich würde sie gerne mit nach Hause nehmen, aber ich fürchte, sie passen nicht ins Taxi.«
Als Helene auflegte, konnte sie ihre Freude nicht verbergen. »Wir haben es geschafft!«, rief sie aus. »Sie fressen uns aus der Hand.«
Ihre Assistentin kam mit einer Flasche Champagner herein.
»Stell sie einfach dort drüben ab«, sagte Helene und deutete auf eine Reihe kleinerer Blumensträuße.
»Eigentlich ist sie für Kyle. Der Bote hat sie abgegeben.«
Kyle las die an der Flasche angebrachte Karte.
»Von wem ist sie?«, fragte Helene.
»Von meinem Kumpel bei CNN. Ihre Zahlen sind während deiner Interviews senkrecht in die Höhe geschnellt.«
»Diese Geschichte gehört uns«, sagte Helene.
»Da du gerade davon redest: Viviee soll Abstand davon nehmen, Ankündigungen über andere Medienkanäle zu machen. Ich war alles andere als erfreut, als diese Rothaarige in den Nachrichten aufgetaucht ist. Das hätten wir bringen sollen.«
»Du hast Recht. Ich werde den guten Doktor an eine engere Leine nehmen müssen.«
122
In Nam – jenem Abschnitt von Battle Ultimo , der vom Vietnamkrieg inspiriert war – besiegte Justin den ersten Soldaten rasch und nahm ihn gefangen, aber er bewegte den König beim Einsammeln der Sturmgewehre zu langsam, und als weitere Soldaten auftauchten, lief ihm die Zeit davon. Justin war gezwungen, sie zu töten, statt sie ebenfalls gefangen zu nehmen. Spider verwandelte alle Herausforderer in Nam zu Gefangenen.
Als Justin und Spider zu Level zehn gelangten, fühlte sich Justin angespannt und unsicher. Dabei wusste er, dass er nicht gewinnen konnte, wenn er sich nicht entspannte.
Sein Selbstvertrauen erfuhr einen Schub, als der Brainiac auftauchte. Bei ihm mussten die Spieler innerhalb einer vorgegebenen Zeit Rätsel lösen oder Fragen beantworten. Der Brainiac war zwar der körperlich schwächste Herausforderer, dennoch konnte er sich, wenn er in einem so hohen Level auftrat, als wichtiger strategischer Verbündeter bei Armageddon erweisen.
Sie hatten dreißig Sekunden Zeit, um die erste Frage zu beantworten:
Wie lange dauerte der Hundertjährige Krieg? A – 100 Jahre; B – 116 Jahre; C – Weder noch.
Justin wählte B . Er stieß ein nervöses Lachen aus, als die Antwort auf dem Bildschirm angezeigt wurde. Er hatte sich richtig entschieden.
Die nächste Frage war
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