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Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Titel: Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alan Dean Foster
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entspannt. Sie streifte den Thranx mit einem unsicheren Blick, ehe sie sich ganz auf Cullen konzentrierte.
    »Kommen Sie schnell, Mr Karasi!«
    Cullens Blick huschte in Pilwondepats Richtung, erst dann schenkte er der jungen Frau seine ganze Aufmerksamkeit. »Was ist, Therese? Was ist nicht in Ordnung?«
    Holoness blinzelte verständnislos. »Nicht in Ordnung? Alles ist in Ordnung! Bitte, kommen Sie mit! Sie werden nicht glauben, was wir gefunden haben!«

10
    Die Luftfeuchtigkeit in Chitteranx Port traf Baron Preed NNXV wie ein Sturm aus groben Sand und Kies. Er keuchte auf und beeilte sich, den Luftentfeuchter zu aktivieren, den er um seine Schnauze geschnallt trug. Sofort strömte Luft, der praktisch jede Spur Feuchtigkeit entzogen worden war, durch seine Nasengänge bis in seine Lungen. Erleichtert trat er hinaus in das ansonsten zuträgliche Klima innerhalb des Terminals. Was ich wirklich gebrauchen könnte, schoss es ihm in diesem Augenblick durch den Kopf, ist das optoelektronische Äquivalent zu einem Luftentfeuchter für meine Augen. Oder präziser ausgedrückt: einen Entkäferer.
    Der Terminal wimmelte vor Thranx. Die Insektoiden waren einfach überall: Sie betrieben die Einweisungsstellen und die Einrichtungen zur Nahrungsaufnahme, eilten hierhin und dorthin in grauenhaft großer Anzahl. Das war natürlich nicht überraschend, seit Chitteranx Port der Hauptanlandungs- und Einschiffungshafen für diesen Kontinent war, und Hivehom war ja schließlich ihre Heimatwelt. Das allerdings machte es keineswegs leichter, diesen Ort zu ertragen. Wie alle seiner Spezies verabscheute auch Preed die vielgliedrigen, hart gepanzerten Kreaturen. In ihm stieg das Verlangen auf, sich in diese wogende Masse zu werfen und Arme, Beine und Köpfe abzureißen. Abgesehen jedoch davon, dass er zahlenmäßig deutlich unterlegen war und eine solche Handlungsweise unverzüglich sein Ableben zur Folge gehabt hätte, hätte sich dies auch noch negativ auf seinen Auftrag ausgewirkt.
    Diplomaten, ermahnte er sich selbst, ist davon abzuraten, ihre Gastgeber in Stücke zu reißen.
    Jedenfalls war er nicht hierher gereist, um mit irgendwelchen Thranx zusammenzutreffen. Wäre das der Fall gewesen, wäre er in Daret gelandet und hätte die Einreiseformalitäten über die offizielle Kaiserliche Botschaft dort erledigen lassen. Sein Auftrag verlangte nach weitaus höheren Vorsichtsmaßnahmen. Die Thranx hatten nur widerstrebend ihre Erlaubnis gegeben, doch seit keine offenen Feindseligkeiten zwischen dem Großen Stock und dem Kaiserreich mehr herrschten, hatten sie keine ausreichende Begründung mehr finden können, den amüicherseits vorgebrachten Antrag abzulehnen. Es sollte ein inoffizieller Besuch werden, darauf hatten die verantwortlichen Stellen der AAnn, die die Arrangements getroffen hatten, gedrungen. Man hatte nichts Konkretes gewünscht. Weil es sich um eine wichtige Macht handle, die beiden Seiten freundlich gegenüberstehe, wünschten sich die AAnn nur zu versichern, wie es den Menschen so erging, die sich auf Hivehom aufhielten. Die Thranx konnten sich für dieses Anliegen überhaupt nicht erwärmen, fanden aber keinen legalen Weg, der Bitte zu widersprechen, ohne sich unnötig Ärger einzuhandeln.
    Man hatte Preed für diese Mission ausgesucht, weil er die Sprache der Menschen beherrschte und sich gut in schwierigen Situationen zurechtzufinden verstand. Er fühlte sich davon geschmeichelt, dass man ihm diese Aufgabe übertragen hatte, hätte aber auch in keinem Fall dankend ablehnen können. Also war er jetzt hier, umgeben von Käfern, und auf dem Weg, um schwammige, weichhäutige Säuger zu treffen. Die vertrauten Annehmlichkeiten Blassussars schienen wirklich weit, weit weg von diesem Ort hier.
    Die schwere Schutzkleidung, die er benötigte, um den Besuch auf dem menschlichen Außenposten durchzustehen, war sicher in dem Ranzen verpackt, den er über seine rechte Schulter geworfen hatte. Während er den Terminal durchquerte - der Entfeuchter über seiner Schnauze entstellte sein ansonsten seine edle Herkunft verratendes Profil -, suchte er vergeblich nach der Zugangsröhre, die ihn zu dem entsprechenden Shuttle leiten würde; der sollte ihn aufjene Hochebene bringen, die die Menschen Mediterrania nannten und wo sie ihre Ansiedlung hatten. Seine Flugverbindung war mit Absicht zeitlich eng bemessen geplant, damit er nicht mehr Zeit als unbedingt notwendig in Chitteranx Port verbringen musste. Ein Blick aufsein Chronometer zeigte

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