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Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Titel: Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alan Dean Foster
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Preed, dass er sich sputen musste. Er ließ ein Knurren tief aus seiner Kehle steigen, als ihm klar wurde, dass er nach dem Weg würde fragen müssen.
    Innerlich wappnete er sich für das nun Kommende und suchte gleichzeitig auf einem allgemeinen Lageplan des Terminals nach einer der Infotheken. Wenigstens blieb ihm dort der direkte Kontakt mit einem dieser Scheißkäfer erspart. Die Infothek war für die Benutzung durch Außenweltler gedacht, daher war ihre Instrumentierung intuitiv, und obwohl Preed hier nicht in seiner Muttersprache kommunizieren konnte, brachte er schnell in Erfahrung, wohin er musste. Während er die angegebene Richtung einschlug, musste er sich sehr zusammenreißen, um nicht einzelnen Thranx aus der Menge, die sich zu nah an ihn herandrängten, einen Tritt zu verpassen. Aufrecht auf zwei Beinen und so groß wie ein Durchschnittsmensch, überragte er die Masse der Eingeborenen turmhoch. Wegen ihrer Facettenaugen war es schwer zu sagen, ob sie einen anstarrten, aber Preed war sich sicher, dass sie das taten. Die Anwesenheit eines AAnn auf Hivehom außerhalb der diplomatischen Missionen, die sich in der Hauptstadt befanden, war äußerst ungewöhnlich. Preed bildete sich ein, den Hass und die Angst riechen zu können, die von ihnen aufstiegen. Es war ein gutes Gefühl, und er lächelte in sich hinein.
    Der Shuttle, der ihn zum Hochplateau bringen würde, war nachgerüstet worden, um den Bedürfnissen von Menschen und Thranx gerecht zu werden, war aber nahezu leer. Die wenigen Insektoiden an Bord drängten sich so weit nach vorn in den Sitzen dort zusammen, wie es nur ging, um so viel Abstand wie möglich zwischen sich und den ungewöhnlichen Passagier zu bringen. Das gefiel Preed außerordentlich. Was seinen eigenen Sitz anging, fand der AAnn heraus, dass, obwohl seine Beine offensichtlich an anderer Stelle des Körpers saßen als beim Menschen, sein Hinterteil ganz wunderbar in den Sitz passte, der eigentlich für diese Säuger gebaut worden war. Er hatte nur Schwierigkeiten mit seinem Schwanz. Auch wenn dieser extrem beweglich war, musste er irgendwo hin. Weil es in der Rückenlehne des Sitzes keine geeignete Öffnung für den Schwanz gab, war Preed gezwungen, ihn für die Dauer des Flugs seitlich nach vorn zu führen und über die Armlehne des Sitzes hängen zu lassen. Folglich saß Preed in recht verdrehter Haltung, was unbequem war, aber noch immer akzeptabel. Zumindest, dachte er bei sich, bin ich nicht gezwungen, mich irgendwo wie ein Stück Ladung festzurren zu lassen.
    Der Flug mit dem Hochgeschwindigkeits-Shuttle trug den AAnn hoch hinauf, über die Wolken, die den Dschungel unter ihn einhüllten, über den Regenwald, die Plantagen und die Siedlungsräume. Dann überflogen sie den Rand der Hysingrausen-Wand, und das Wetter auf der Hochebene klarte auf. Die Luft in der menschlichen Siedlung war wohltuend trockener, das wusste er, aber es war dort auch um einiges kälter. Er würde genötigt sein, den unbequemen Entfeuchter auf seiner Schnauze gegen eine unförmige Kaltwetter-Ausrüstung einzutauschen. Das waren die Qualen, die auszuhalten von einem Botschafter zwischen den verschiedenen Spezies erwartet wurden.
    Selbstverständlich wurde man dafür entschädigt. Preeds Fähigkeit, mit einer ganzen Reihe von Empfindungsfähigen auszukommen, in Gemeinschaft mit seiner ungewöhnlichen Begabung für Sprachen, hatte ihn zu selten erreichtem Prestige aufsteigen lassen. Tatsächlich hätte ihm seine Stellung und sein Rang einen Posten auf der Heimatwelt garantieren müssen - in einer Dienstvilla mit allem Komfort und vielleicht sogar mit Blick auf die Sand-Ronde auf Blassussars südlichstem Kontinent. Doch sein Können und seine Erfahrung machten ihn zu wertvoll, um ihn zu Hause bleiben zu lassen. So war er ein Vagabund im Dienste des Kaiserreichs geworden. Dieser Lebensstil passte hervorragend zu seinem Temperament, auch wenn er seiner Leber abträglich war.
    Aus der Luft betrachtet, hinterließ Azerick keinen bleibenden Eindruck. Preed hatte auch nicht viel erwartet. Der menschliche Außenposten hier war erst kürzlich entstanden, also vergleichsweisejung, physisch wie politisch. Er hatte nicht rasch wachsen dürfen, weil man befürchtete, dies könnte die Einheimischen beunruhigen. Das war zu schade. Es gab nichts, was Preed und jedem anderen AAnn mehr Freude bereitete, als wenn die Vielgliedrigen beunruhigt waren.
    Daher auch sein Besuch.
    Preeds vornehmliches Ziel war nicht, die Thranx zu

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