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GOR-Zyklus 22 - Die Tänzerin von Gor

GOR-Zyklus 22 - Die Tänzerin von Gor

Titel: GOR-Zyklus 22 - Die Tänzerin von Gor Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: John Norman
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geschoben wurde. Später, nachdem ich mich erleichtert hatte, erhielt ich meinen ersten Tanzunterricht.
    »Herr.« flüsterte ich.
    »Ja?« sagte er.
    »Darf ich sprechen?« fragte ich.
    »Ja.« erlaubte er.
    »Ich habe gehört, dass du mit dem Preis, für den du mich gekauft hast, zufrieden bist.« flüsterte ich.
    »Ja.« bestätigte er.
    »Das scheint für dich ein guter Kauf gewesen zu sein.« sagte ich weiter.
    Es kam mir seltsam vor, dass ich, die frühere Doreen Williamson, die scheue, schüchterne Bibliothekarin von der Erde, jetzt neugierig auf so etwas wie meinen Preis sein sollte. Als freie Frau war ich unbezahlbar gewesen und in diesem Sinn ohne Wert, wertlos. Andererseits hatte ich als Sklavin einen Wert, der davon abhing, was Männer bereit waren, für mich zu bezahlen.
    »Das war er.« bestätigte er.
    »Was hast du für mich bezahlt.« fragte ich weiter.
    »Du erinnerst dich bestimmt daran.« antwortete er.
    »Es war Zwei-fünfzig«, sagte ich, »aber ich weiß nicht richtig, was das bedeutet.«
    »Zwei Silber-Tarsks«, erklärte er, »und fünfzig Kupfer-Tarsks, keine kleinen Tarsks, sondern Tarsks, ganze Tarsks.«
    Ich sah zu ihm hoch.
    »Ach«, sagte er, »du eitler kleiner Tarsk, du willst wissen, ob das viel Geld ist, nicht? Du willst wissen, wieviel du wirklich auf dem Block gebracht hast, als nackte Sklavin. Du willst schätzen, was für einen Wert du hast. Du bist neugierig, wieviel du auf einem freien Markt bringen würdest.«
    »Ja, Herr.« flüsterte ich.
    »Neugier steht einer Kajira nicht zu.« sagte er.
    »Vergib mir, Herr.« entschuldigte ich mich und senkte schnell meinen Kopf.
    »Zuerst«, erklärte er dann doch, »musst du wissen, dass Frauen billig sind. Das hat mit den Kriegen zu tun. Wegen des Chaos und der Hungersnot in einigen Teilen des Landes mussten sich viele Frauen selbst in die Sklaverei verkaufen. Außerdem sind in den letzten Monaten tausende Frauen allein aus Torcadino wegen des einen oder anderen Coups auf den Markt gekommen. Es wimmelt überall von Söldnern und Plünderern. Sklavenhändler werden immer dreister, sogar in den großen Städten. In solchen Städten wie Ar drängen sich die Flüchtlinge und immer mehr strömen hinein, Flüchtlinge, die oft schön und wehrlos sind und leicht gefangen werden können. Das alles hat zur Krise des Marktes beigetragen.«
    »Ich verstehe, Herr.«
    »Aber du bist immer noch neugierig auf deinen Wert.« vermutete er.
    »Ja, Herr.« antwortete ich hochsehend.
    »Sogar unter normalen Verhältnissen«, sagte er, »wäre ein Silber-Tarsk ein sehr hoher Preis für ein halbaus gebildetes Mädchen.«
    »Ach.« sagte ich leise, mehr zu mir.
    Ich war sehr erfreut. Ich, halbausgebildet und eine Barbarin, war für mehr als das Doppelte dieses Preises weggegangen! Ich war wertvoll!
    »Lass es mich anders sagen«, fuhr er fort, »so dass es für dich noch verständlicher wird.«
    »Ja, Herr?«
    »Das war der höchste Preis, der an diesem Abend für eine Frau gezahlt wurde.«
    »Mehr als für Gloria oder Clarissa?«
    »Wer ist das?«
    »Die zwei Mädchen, die vor mir, direkt vor mir verkauft wurden.«
    »Schlampen von der Erde, wie du.« bemerkte er.
    »Ja, Herr.«
    »Jede ging für einen Silber-Tarsk und zehn weg.« sagte er. »Beide waren prächtig. Ich war versucht, selbst für sie zu bieten.«
    Ich war fassungslos, dass ich für mehr als Gloria und Clarissa verkauft worden war. Ich hatte beide für viel besser als mich gehalten.
    »Du bist natürlich eine Jungfrau.« sagte er.
    »Oh.«
    »Das ist für mich von Wert«, fuhr er fort, »weil ich Besitzer einer Taverne bin. Nachdem du den Jungfrauen tanz aufgeführt hast, werde ich deine Jungfräulichkeit verlosen.«
    »Ja, Herr.«
    Ich verstand nicht wirklich, was er gesagt hatte. Natürlich hatte ich begriffen, schon kurz nach Beginn meiner Ausbildung, dass mein Wert nicht einfach darin bestand, was ich war, ich selbst, oder auch darin, was für eine Frau ich war, dass ich zum Beispiel eine Barbarin war, sondern im relativen Überfluss oder Mangel solcher Ware im Markt. Ähnliches galt anscheinend für solche Dinge wie Haarfarbe oder Körpertyp. Wenn das so war, dann war es nur natürlich, dass meine Jungfräulichkeit oder ihr Fehlen genauso, wenigstens in einigen Fällen, meinen Preis beein flusste.
    Mein Herr, bemerkte ich, schien nicht persönlich an meiner Jungfräulichkeit interessiert zu sein, sondern nur an ihrem möglichen geschäftlichen Wert für ihn.
    »Aber auch wenn das nicht

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