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Im siebten Himmel mit einem Vampir: Argeneau Vampir 10

Im siebten Himmel mit einem Vampir: Argeneau Vampir 10

Titel: Im siebten Himmel mit einem Vampir: Argeneau Vampir 10 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Lynsay Sands
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verließ Mortimer die Polizeistation, um Decker anzurufen. Es war fast neun Uhr, und noch immer war es draußen hell. Aber es handelte sich um das graue Licht der Abenddämmerung. Trotzdem wunderte es ihn nicht, dass Decker sich sofort meldete. Sicher warteten die Männer auf eine Rückmeldung von ihm, überlegte er, als er Deckers Stimme erkannte.
    „Ist Bricker da?”, fragte er ohne Vorrede.
    „Ja. Willst du mit ihm reden?”, erwiderte Decker überrascht.
    „Nein. Doch. Ich will mit euch beiden gleichzeitig reden”, stellte Mortimer klar.
    „Wenn Bricker nicht im Zimmer ist, ruf ihn zu dir und schalt mich auf Lautsprecher.”
    „Er ist hier”, sagte Decker. Ein Klicken ertönte, dann fragte er: „Hörst du mich?”
    „Ja”, versicherte Mortimer ihm.
    „Hey, Mort, wie läuft’s? Lässt Sam dich ran, oder ziert sie sich?”, zog Bricker ihn auf. „Bricker?”, brummte er.
    „Ja?”, fragte der jüngere Unsterbliche. Sein Tonfall ließ erkennen, dass er breit grinste.
    „Ich werde mir das merken und es dir heimzahlen, wenn du deiner Lebensgefährtin begegnest”, versprach Mortimer ihm mit honigsüßer Stimme.
    „Ich glaube, jetzt ist er sauer, Bricker”, warf Decker amüsiert ein.
    Mortimer schüttelte den Kopf und ging in aller Eile durch, was er und Sam im Cottage der Latimers vorgefunden hatten. Als er fertig war, folgte zunächst ein langes Schweigen, bis Decker sagte: „Du denkst also, es ist unser Abtrünniger, der sich jetzt nicht mehr damit begnügt, seine Opfer zu beißen.”
    „Was?”, warf Bricker ein. „Wie kommst du denn auf die Idee? Ja, okay, die Umstände sprechen dafür, dass ein Unsterblicher seine Finger im Spiel hat, aber das Cottage in Minden ist zwei Autostunden von hier entfernt. Meinst du etwa, wir haben es mit mehr als einem Unsterblichen in der Gegend zu tun?”
    Mortimer stutzte. Der Gedanke war ihm gar nicht gekommen. Zwei Autostunden waren auch für einen Unsterblichen eine beträchtliche Strecke. Vielleicht war er von seinem Wunsch beeinflusst gewesen, bei Sam bleiben zu können, und deshalb hatte er sich ein Szenario zurechtgelegt, das ihm einen Vorwand gab....
    „Es wurden ja nicht nur hier in Magnetawan Gebissene gesichtet”, unterbrach Decker seinen Gedankengang. „Es gab auch Meldungen aus Huntsville, Bracebridge und Gravenhurst. So weit ist Minden da auch nicht entfernt.”
    Angesichts dieser Neuigkeit zog Mortimer erstaunt die Brauen hoch. „Ich wusste gar nicht, dass außerhalb von Magnetawan auch Sterbliche gebissen wurden.”
    Decker lachte kurz auf. „Dann lässt Onkel Lucian wohl allmählich nach. Allerdings hat er ja auch mit den Hochzeitsplänen und mit Leigh im Moment genug um die Ohren, weshalb er vielleicht nicht ganz so auf die Arbeit konzentriert ist.”
    Unwillkürlich musste Mortimer lächeln, als der andere Unsterbliche den Ratsvorsitzenden und dessen Lebensgefährtin Leigh erwähnte. Er und Bricker waren dabei gewesen, als die beiden sich das erste Mal begegnet waren. Da hatte keiner von ihnen geahnt, dass aus den beiden einmal Lebensgefährten werden sollten. Aber zu dem Zeitpunkt war sie ja auch bewusstlos gewesen. Bei der zweiten Begegnung dagegen.... Die Erinnerung ließ Mortimer noch’ breiter lächeln. Er hatte nie zuvor erlebt, dass Lucian sich so aufführte, wie er es tat, wenn Leigh in seiner Nähe war. Es war ein Leichtes gewesen, zu erkennen, dass die zwei füreinander bestimmt waren.
    „Onkel Lucian hat den kompletten Bericht per Boten nachschicken lassen, als ihm aufgefallen war, dass er ihn dir und Bricker gar nicht mitgegeben hatte. Er ist heute geliefert worden”, ergänzte Decker dann noch.
    „Verstehe. Geht man immer noch von einem einzelnen Abtrünnigen aus? Oder inzwischen von einer Gruppe?”
    „Von einem Einzelnen”, erwiderte Decker. „Die zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den Sichtungen der Gebissenen liegen so, dass es sich um einen Unsterblichen handeln dürfte. Doch auch wenn es nur einer ist, kann er nicht von den Sterblichen leben, die er beißt. Es sei denn, es gibt weitaus mehr Gebissene, die bislang nicht aufgefallen sind.”
    „Oder die spurlos verschwunden sind und die man bloß nicht zu seinen Opfern gerechnet hat”, fügte Mortimer hinzu.
    „Auch denkbar”, stimmte Decker ihm erkennbar frustriert zu.
    Mortimer ließ sich durch den Kopf gehen, was er soeben erfahren hatte. „Es könnte von Nutzen sein, Bastien anzurufen, damit er den Jungs von der Argeneau-Blutbank sagt, dass sie

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