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Mörderische Lust: Erotischer Thriller (German Edition)

Mörderische Lust: Erotischer Thriller (German Edition)

Titel: Mörderische Lust: Erotischer Thriller (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: H. J. Evans
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ihm sein?“
    Als ob es sich um einem Déjà-vu-Erlebnis handeln würde, ist die Situation so wie im letzten Jahr. David verhörte mich damals ebenfalls zu einem Schüler von mir, mit dem ich kopuliert hatte. Sollte er erfahren haben, dass ich mit Tom ebenfalls Sex hatte? Aber wie? Tom hat es sicherlich nicht weitererzählt. Da bin ich mir sicher. Er weiß ganz genau, welchen Vorteil er davon hat, wenn er mich sexuell befriedigt. Seine Abiturnoten und damit seine ganze Zukunft hängen von mir ab. Abgesehen davon ist er mir hundertprozentig devot. Mir wurde es am Samstag schlagartig klar, dass er bereits seit Jahren schwer verliebt in mich ist und bereit ist, sich mir nicht nur sexuell völlig hinzugeben. Er ist willig, mir zu gehorchen und sich meinem Willen zu fügen. Aber seine Hörigkeit beinhaltet noch mehr als die sexuelle Abhängigkeit. Ich bin mir sicher, dass ich Tom so gefühlsmäßig an mich binden kann, dass er alles für mich tunwürde. Er ist also der ideale Partner für Seitensprünge. Genau der richtige Ersatz für Alex.
    „Ich habe gehört, dass er Samstagnachmittag bei dir war. Stimmt das?“
    Woher weiß er das? Aber er weiß es. Soll ich es einfach abstreiten? Nein. Denk nach, Yvonne und denke schnell!
    „Ja, er war hier.“
    Zeit zum Nachdenken. Mir fällt das Lügen, doch sonst auch nicht so schwer. Am Besten rede ich einfach. Ich fange mit der Wahrheit an und dichte irgendeine Mär zusammen. David wird es nicht merken. Seit ich denken kann, erzähle ich doch Lügengeschichten. Mein ganzes Leben ist doch eine einzige Lüge.
    „Am Samstagnachmittag habe ich Tom im Fitnesscenter getroffen. Ich habe mit ihm ein bisschen geplaudert. Ich weiß, dass ich eigentlich keine Lieblingsschüler haben sollte, aber Tom ist ein sehr guter Schüler und er ist ein ganz netter Kerl. Ich gebe zu, ich mag ihn.“
    Das war für den Anfang nicht schlecht, offen und ehrlich in die Offensive. Das Seltsame ist, dass es der Wahrheit entspricht. Ich bin nicht nur geil auf den jungen Tom, ich mag ihn tatsächlich. Etwas Eigenartiges, das ich bei einem Schüler noch nie verspürt habe. Seit wann hat es für mich eine Bedeutung, ob ich jemanden mag oder nicht? Yvonne lasse dich nicht ablenken. Ich muss die Zeit nutzen, weiter nachzudenken. Und mit der eigentlichen Lüge beginnen, bevor David merkt, dass ich vielleicht doch nicht so gelassen bin, wie meine Stimme klingt.
    „Tom hat mir etwas von seinen Zukunftsplänen erzählt, dass er unter Umständen Pilot werden will oder vielleichtauch Informatik studieren will. Na ja, das war eigentlich der Grund, warum ich ihn dann bat, mir daheim zu helfen. Mein PC ließ sich am Morgen nicht starten, als ich eine Vorbereitung für den Englischunterricht schreiben wollte, deshalb fragte ich ihn, ob er da helfen könne. Ich meine, die meisten Kids haben heutzutage irgendeine Ahnung von PCs, obwohl viele mit ihren LAN-Partys doch nur Spielfreaks sind. Aber Tom hat echt gute PC-Kenntnisse und er hat die Kiste wieder zum Laufen gebracht.“
    Die Kunst beim Lügen besteht nicht nur darin, ruhig zu bleiben und eine logische Geschichte zu erfinden, sondern auch noch einen „Beweis“ für die Wahrhaftigkeit der Geschichte zu erbringen. Ich stehe auf und gehe zum Computertisch und suche nach einem Zettel. Währenddessen spreche ich weiter.
    „Die Geschwindigkeit hatte sich verstellt oder irgendwie so was. Tom hat mir aufgeschrieben was ich machen soll, falls es wieder passiert.“
    „PC starten – Entf mehrmals drücken – CPU PnP Setup – CPU Speed auf 133/133 MHz stellen – Esc – F10 Save & Quit“
    David schaut sich den Zettel an und nickt, so, als ob er den gleichen Fehler schon mal am PC hatte. Natürlich hat Tom ihn nicht geschrieben, sondern bereits vor zwei Jahren der Informatikstudent, der nach einer heißen Nacht mit mir nur allzu bereit war, mir bei einem Computerproblem zu helfen.
    Nachdem ich meine Lügengeschichte so sachlich und gelassen vorgetragen habe und mit den Anweisungen zum PC quasi einen Beweis für meine Aufrichtigkeit erbracht habe, wird es Zeit den Spieß umzudrehen.
    „Wie kommst du aber eigentlich dazu, mir diese Fragen zu stellen? Ich komme mir vor wie bei einem Verhör. Ich bin doch deine Freundin und nicht irgendeine Verdächtige,“ sage ich mit einer etwas scharfen Note.
    David zögert. Er wird leicht rot. Die Peinlichkeit ist ihm ins Gesicht geschrieben. Ist denn etwas Verwerfliches darin, wenn eine Lehrerin einen Schüler um eine kleine Hilfe

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