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Perry Rhodan - 2564 - Die verlorene Stimme

Perry Rhodan - 2564 - Die verlorene Stimme

Titel: Perry Rhodan - 2564 - Die verlorene Stimme Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Marc A. Herren
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Terrain
     
    Lloyd/Tschubai verschwand.
    Exakt fünf Atemzüge später tauchte das Konzept mit Terrence Dubai und Scotty Sutter wieder

auf, ehe es erneut verschwand.
    Rhodan zuckte zusammen. Hatte er sich getäuscht, oder war da tatsächlich zwischen mehreren

Dunstwolken eine kleine Gestalt sichtbar gewesen? Irritiert schüttelte er den Kopf.
    Er musste sich getäuscht haben. Diese kleine Person - das Kind? - hatte keinen

Schutzanzug getragen.
    Was geschieht mit mir?, fragte er sich beunruhigt. Wenn er tatsächlich halluzinierte,

konnte er das Unternehmen in höchstem Maße gefährden.
    Der Terraner wusste, dass er sich mit Lee und den anderen absprechen sollte - in diesem

Zustand wurde er mehr und mehr zu einem Risikofaktor.
    Rhodan schloss die Augen, öffnete sie wieder. Starrte in die fremde Umgebung mit grauen Böden

und Wänden und kastenförmigen Modulblöcken, zwischen denen milchige Dünste waberten, die von der

SERUN-Optik nur unzulänglich neutralisiert wurden.
    Er hielt den Atem an, um besser hören zu können.
    Wie befürchtet war die Kinderstimme auch in dieser Umgebung zugegen. Rhodan vermeinte einzelne

Wörter ausmachen zu können, scheiterte aber an ihrer Interpretation.
    In diesem Augenblick verwirbelte die dichte Atmosphäre vor Rhodan. Die Umrisse von drei

Gestalten materialisierten.
    Der mittlere Umriss sackte merklich in sich zusammen. Offenbar hinderte nur der SERUN das

Konzept daran, zu Boden zu stürzen.
    Rhodan machte zwei Schritte nach vorne. Mit beiden Händen umfasste er den Helm der

Gestalt.
    Tschubais schweißüberströmtes Gesicht war schmerzverzerrt, die Augäpfel so unnatürlich

verdreht, dass man die Pupillen nicht erkennen konnte.
    »Ras, Fellmer! Hört ihr mich?«
    Das Konzept schloss die Augen, stöhnte.
    »Es ... geht ... gleich ... «
    »In Ordnung, ruht euch aus. Lee!«
    Wolf Lee, der zusammen mit N'ri Bienvenu als Letzter materialisiert war, trat zu Rhodan und

dem Konzept. »Perry?«
    »Wir werden kurz hier warten, bis Lloyd/Tschubai wieder zu Kräften gekommen ist. In der

Zwischenzeit sollen die SERUNS so viele Daten wie möglich sammeln.«
    »Das geschieht bereits!«
    Rhodans Kopf zuckte nur unmerklich zur Seite, als er hinter dem nach außen hin sichernden

Scotty Sutter eine kleine Gestalt davoneilen sah.
    »Perry? Sir!«
    Rhodan blinzelte. Es hatte tatsächlich wie ein Menschenkind ausgesehen. Ein Menschenkind, in

einem kurzärmligen Baumwollhemd.
    »Resident!«
    Rhodan blickte Lee an. Durch die Helmscheibe sah er Lees besorgtes Gesicht. Schon die

Tatsache, dass der Master-Sergeant die Stimme gegen ihn erhoben hatte, zeigte den Grad der

Beunruhigung, den diese kurze Szene im Weltraum-Veteranen ausgelöst hatte.
    »Alles klar bei dir, Perry?«
    Rhodan nickte. »Ich habe gedacht, etwas gesehen zu haben, Wolf. Wahrscheinlich hat aber nur

meine Positronik das Bild fehlerhaft hochgerechnet.«
    Wolf Lees Blick blieb misstrauisch. »Verstanden, Perry!«
    »Deine Männer sollen sich ausbreiten, ohne den Sichtkontakt untereinander zu verlieren. Die

SERUNS sollen die Ortungsdaten laufend miteinander abgleichen, damit wir so schnell wie möglich

ein umfassendes Bild der Umgebung erhalten!«
    Lee nickte. Er gab die Befehle an die anderen Young Boys weiter.
    Obwohl das Bild ihrer wuchtigen Monturen dem Hohn zu sprechen schien, eilten die Männer in

geschmeidigen, fast elegant zu nennenden Bewegungen auseinander und bezogen hinter Modulen und

Wandvorsprüngen Stellung.
    Rhodan schaltete die Medoeinheiten von seinem und Lloyd/ Tschubais Anzug zusammen. Die

Körperwerte des Konzepts zeigten die üblichen seltsamen Werte. Die Anwesenheit zweier

Bewusstseine im gleichen Körper wirkte sich offenbar auf dessen biologische Funktionsweise aus.

Die metaphysische Ebene beeinflusste, formte die physische.
    Oder aber der Körper, der ES dem Konzept zur Verfügung gestellt hatte, wies diese Abnormitäten

bereits von Anfang an auf. Sofern es überhaupt ein echter Körper war.
    Trotz der teilweise widersprüchlichen Daten ließen frühere Vergleichswerte darauf schließen,

dass der Körper des Konzepts durch die Sprünge lediglich stark geschwächt war und somit keine

zusätzlichen Beeinträchtigungen aufwies.
    Rhodan ließ Lloyd/Tschubai eine liegende Haltung einnehmen und die Sauerstoffzufuhr erhöhen.

Augenblicklich zeigte sich die Wirkung dadurch, dass die Hirnströme des Konzepts ruhiger und

gleichförmiger wurden. Der Puls beruhigte

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