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Star Wars Erben des Imperiums

Star Wars Erben des Imperiums

Titel: Star Wars Erben des Imperiums Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Zahn Timothy
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verspannten sich vor Überraschung. Ein anderes Schiff stürzte sich von oben auf sie.
    Er drehte sich wieder um, griff nach den Kontrollen und fuhr den Bordreaktor hoch. Aber es war nur ein sinnloser Reflex. Selbst im Notfall dauerte es fast fünfzehn Minuten, um den X-Flügler flugbereit zu machen, von der Gefechtsbereitschaft ganz zu schweigen. Wenn das andere Schiff feindselige Absichten hatte...
    Er aktivierte die Notsteuerdüsen und drehte den X-Flügler, bis er das näherkommende Schiff vor sich hatte. Die Bildschirme und Kontrollen leuchteten auf und bestätigten, was ihm seine Augen bereits verraten hatten: Bei dem Besucher handelte es sich um einen mittelgroßen, schäbigen corellianischen Frachter. Nicht die Art Schiff, die die Imperialen benutzten, und an der Hülle waren eindeutig keine imperialen Hoheitsabzeichen zu erkennen.
    Aber unter den gegebenen Umständen war es ebenso unwahrscheinlich, daß es ein harmloser freier Händler war. Vielleicht ein Pirat? Luke griff mit der Macht hinaus, forschte nach der Besatzung...
    Erzwo trällerte, und Luke sah auf den Computermonitor. »Ja, das habe ich auch schon bemerkt«, erklärte Luke. »Aber ein normaler Frachter könnte auch so schnell abbremsen, wenn er leer ist. Warum machst du nicht schnell eine Sensoranalyse? Ich muß wissen, ob sie bewaffnet sind.«
    Der Droide piepte zustimmend, und Luke überflog die anderen Instrumente. Die Kapazität der Hauptlaserkanone lag bei fünfzig Prozent, der Hauptsublichtantrieb würde in knapp sieben Minuten startklar sein.
    Und die flackernde Diode am Funkgerät verriet, daß man versuchte, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

    Luke gab sich einen Ruck und ging auf Empfang. »... Sie Hilfe?« fragte eine kühle Frauenstimme. »Wiederhole: Unidentifizierter Sternjäger, hier ist der Frachter Wilder Karrde . Brauchen Sie Hilfe?«
    Â»Wilder Karrde , hier ist der X-Flügler AA-589 der Neuen Republik«, identifizierte sich Luke. »Um ganz offen zu sein, ich brauche tatsächlich Hilfe.«
    Â»Verstanden, X-Flügler«, bestätigte die Frau. »Was ist das Problem?«
    Â»Der Hyperantrieb«, erklärte Luke und verfolgte, wie das Schiff immer näher kam. Er hatte vor einer Minute beigedreht, doch der andere Pilot hatte die Drehung mitgemacht und damit die Wilder Karrde aus dem Schußbereich der X-Flügler-Laser gebracht. Vielleicht nur eine reine Vorsichtsmaßnahme... aber es gab auch andere Möglichkeiten. »Ich habe beide Motivatoren verloren«, fuhr er fort. »Schutzmantel gerissen, vermutlich auch noch andere Schäden. Ich schätze, Sie haben keine Ersatzteile dabei?«
    Â»Nicht für ein Schiff dieser Größe.« Eine kurze Pause folgte. »Ich soll Ihnen sagen, daß wir Ihnen eine Passage zu Ihrem Zielsystem anbieten, wenn Sie an Bord kommen wollen.«
    Luke griff mit der Macht hinaus, aber wenn es ein Täuschungsmanöver war, dann ein gut getarntes — er spürte nichts, was seinen Argwohn rechtfertigen konnte. Außerdem hatte er ohnehin keine andere Wahl. »Klingt gut«, meinte er. »Was ist mit meinem Schiff?«
    Â»Ich bezweifle, daß Sie sich unsere Frachttarife leisten können«, sagte die Frau trocken. »Ich werde den Captain fragen, aber machen Sie sich keine großen Hoffnungen. Wir müßten es außerdem in Schlepptau nehmen — unsere Frachträume sind im Moment voll.«
    Luke kniff die Lippen zusammen. Ein vollbeladener Frachter hätte unmöglich so schnell abbremsen können. Entweder war es
eine Lüge, oder das normal aussehende Triebwerk war massiv modifiziert worden.
    Was bedeutete, daß die Wilder Karrde entweder ein Schmuggler, ein Pirat oder ein getarntes Kriegsschiff war. Und die Neue Republik verfügte über keine getarnten Kriegsschiffe.
    Die Frau ergriff wieder das Wort. »Wenn Sie Ihre derzeitige Position beibehalten, X-Flügler, docken wir jetzt an«, sagte sie. »Oder möchten Sie lieber Ihren Raumanzug anziehen und einen kleinen Weltraumspaziergang machen?«
    Â»Andocken geht schneller«, erklärte Luke. »Ich schätze, von uns möchte keiner länger als nötig hier bleiben. Wie hat es Sie überhaupt hierher verschlagen?«
    Â»Sie können eine begrenzte Menge Gepäck mitnehmen«, sagte sie, die Frage ignorierend. »Ihren Astromech-Droiden wollen Sie vermutlich auch nicht zurücklassen,

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