Theodor: The Theodor Story (Die Wiedergeburt) (German Edition)
nahegelegene kleine Parkanlage zu.
Mit Bedacht sammelte er mehrere Steine und kurze Stöcke, die er alle in seiner Tasche verschwinden ließ. Daraufhin besorgte er sich in einem Kaufladen mehrere Kerzen und ein Päckchen Streichhölzer.
Äußerlich gelassen, innerlich angespannt schlenderte er zurück in die Pension und er war sich nicht gewiss, was nun passieren wird!
Garden saß am Tresen. Er wog sich in Sicherheit, denn er machte keinerlei Anstalten, sich vor seinem Blick zu verbergen.
Der Dickschnäutzige saß ebenfalls am Tresen! Auch er wog sich in Sicherheit. Henriece sah, wie er von ihm beobachtet wurde, er sah aber auch, wie er Garden geradezu observierte.
Nachdem er die Utensilien in sein Zimmer gebracht, sie sorgfältig unter laufendem Wasser gereinigt hatte, nahm er das Athamé und begann, die Stöcke zu entrinden. Die Rinde legte er in ein kleines Glasschälchen, das er im Bad gefunden hatte.
Sämtliches legte er dann auf den Tisch und breitete auf dem Boden seine Bettdecke aus. An jedes Eck stellte er dann eine Kerze. Daraufhin zog er die schweren Vorhänge zusammen und verließ das Zimmer wieder.
Wenige Minuten vor zwölf Uhr war es, als er das Restaurant betrat. Garden und der Fremde waren verschwunden. Judy saß am selben Platz wie am Morgen und lächelte ihm zu. Auch sie wog sich in Sicherheit.
„Und? Haben Sie alles?“, fragte sie ihn, während er sich ihr gegenüber setzte.
Henriece lächelte sie an. Es fiel ihm schwer, sie anzulächeln. „Möchten Sie zuvor noch eine Kleinigkeit essen?“, stellte er eine Gegenfrage.
„Nein, eigentlich nicht“, erwiderte sie. „Sie glauben gar nicht, wie gespannt ich auf diese Rückführung bin.“
„Es ist schon alles vorbereitet“, sagte er und stand einfach auf.
Als sie sich nach oben begaben, fiel Henriece der schwarze Wagen auf, der auf der nun gegenüberliegenden Seite parkte. Der Fremde stimmte ihn nachdenklich.
„Wow“, verschaffte Judy ihrem Staunen Ausdruck, nachdem Henriece ihr die Tür geöffnet hatte. Sorgfältig schloss er hinter sich die Tür wieder und bat sie, nachdem sie Jacke und Schuhe ausgezogen hatte, sich an das Fußende zu stellen.
Nachdem er die Kerzen angezündet hatte, legte er ein brennendes Streichholz in das Glasschälchen. Augenblicklich verbreitete sich ein sonderbarer, angenehmer Duft im Raum.
Schweigend stellte er sich ihr dann gegenüber. Sein Blick begann sich in ihren zu bohren. Immer noch wog sie sich in Sicherheit. Für Henriece eine Voraussetzung, sie überhaupt hypnotisieren zu können.
„Vertrauen“, sprach er sie nach langem Schweigen an, „ist eine Grundvoraussetzung für dieses Ritual.“
Er trat hinter sie und legte ihr seine Hände auf die Schulter. „Lassen Sie sich einfach von mir führen und schließen Sie jetzt ihre Augen.“
Judy kam seiner Aufforderung nach.
„Nun atmen Sie tief“, flüsterte er. „Folgen Sie Ihrem eigenen Atem und spüren Sie, wie er durch das Innere Ihres Körpers strömt, wie er Sie belebt und Ihnen Kraft spendet.“
Mit festem Druck ließ er seine flachen Hände an ihr hinab gleiten.
„Behalten Sie diese Kraft, halten Sie Ihren Atem an und konzentrieren Sie sich auf die Kraft, die Sie mit allen notwendigen Energien versorgt und lassen Sie den Atem langsam wieder entweichen.“
Mehrmals hintereinander forderte er sie auf, diese Übung zu tun. Henriece strich bei jedem Vorgang mit festem Druck seitlich ihrem Körper entlang.
„Wie fühlen Sie sich?“, fragte er nach dem siebenten Atemzug.
„Schwer“, kam es flau über ihre Lippen.
„Dann öffnen Sie jetzt Ihre Augen und legen Sie sich mit dem Rücken auf die Decke. Machen Sie es sich so bequem wie möglich.“
Sehr langsam kam sie dieser Anweisung nach. Henriece unterstützte sie und legte sanft eine Hand auf ihre Augen, nachdem sie es sich bequem gemacht hatte. Er fühlte ihre Müdigkeit. Nicht mehr lange, und er wird die Kontrolle über ihren Geist übernehmen können.
„Judy“, sprach er sie leise an. „Kannst du mich hören?“
„Ja“, flüsterte sie nur.
An ihren Gesichtszügen konnte er ihren Trancezustand feststellen. Noch war sie nicht so weit, um die Kontrolle übernehmen zu können. Leise begann er zu summen.
Ihr Atem wurde flacher, ihre Gesichtszüge entspannten sich zunehmend.
„Judy“, flüsterte er. „Was siehst du?“
„Wüste“, antwortete sie. Ihre Lippen hatten sich dabei kaum bewegt.
Henriece stand auf und begab sich an den Tisch. Vorsichtig nahm er die
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