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Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
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mit?«
    Als sich eine gelangweilte Frauenstimme meldete, bedeutete er Tilda, den Mund zu halten. »Er ist nicht da. Und er kommt erst spät nach Hause.«
    »Dann werde ich mich später noch mal melden. Ich interessiere mich für ein paar Bilder, die er zu einer Müllhalde gebracht hat. Wissen Sie zufällig, zu welcher?«
    »Er hat noch nie ein Gemälde zu einer Müllhalde gebracht«, entgegnete die Frau indigniert. »Er verkauft dieses Zeug auf dem Flohmarkt an der South High.«
    »Ist er jetzt dort?«, erkundigte sich Davy, mühsam um einen freundlichen Ton bemüht.
    »Nein, bei der Arbeit. Der Flohmarkt findet nur am Donnerstag statt.«
    »Danke...«, begann Davy. Doch da hatte sie schon aufgelegt.
    »Was stimmt denn nicht mit dir?«, fragte Tilda.
    »Dieser Abschaum ! Miese Typen, die armen Leuten ihr letztes Geld aus der Tasche ziehen. Diese elendigen Gauner und falschen Schlangen. Wie ich sie hasse !« Als Tilda minutenlang stumm blieb, drehte er sich zu ihr um und sah sie an. Hinter den Brillengläsern wirkten ihre Augen riesengroß, und sie war leichenblass. »Schon gut, ich kümmere mich um ihn. Aber der kriegt kein Geld.«
    »Okay«, flüsterte sie. »Nimm’s nicht so schwer, Betty«, bat er und tätschelte ihr Knie. »Für die schiefe Bahn bist du nicht geschaffen.«
    »Nein, wirklich nicht.«
    Welch eine Schande, dachte er und startete den Motor.
     
    An diesem Abend ging Tilda um elf Uhr nach oben in ihr Zimmer, gefolgt von Steve und Davy - und war fest entschlossen,
Nein zu sagen, falls Davy einen Annäherungsversuch unternehmen sollte. Und genau das hatte er offensichtlich vor, dem fröhlichen Ausdruck in seinen Augen nach zu urteilen. Auch Steve wirkte ausnahmsweise gut gelaunt.
    Als sie den Treppenabsatz des dritten Stockwerks erreichten, öffnete Dorcas ihre Tür. »Würdet ihr ein bisschen leiser sein?«
    »Was?«, fragte Tilda verwirrt. »Wir haben gar nichts gesagt.«
    »Jetzt nicht. Aber letzten Freitag und Samstag. Dieses Gestöhne und Geschrei! Ich konnte nicht malen.«
    »Das waren wir nicht«, erklärte Davy bedauernd, »sondern Simon und Louise.«
    »Simon?«, wiederholte Dorcas. In diesem Augenblick kam Ariadne aus dem Zimmer.
    »Davys Freund. Und das war nur am Wochenende. Louise ist nicht...«
    Die Krallen gezückt, stürzte sich Ariadne auf Steve und schlug blitzschnell dreimal zu. Tilda hob den erschrockenen Hund rasch hoch und brachte ihn so in Sicherheit.
    »Was zum Teufel war das?«, fragte Davy.
    »Rache.« Tilda drückte den Hund an ihre Schulter, von wo er mit großen Augen die Katze fixierte. »Schon gut, Steve, sie wird darüber hinwegkommen. Ich sag’s Louise, Dorcas.«
    »Was hat er mit Ariadne angestellt?«, fragte Davy, während sie zum Dachboden hinaufstiegen.
    »Er ist ihr zu nahe getreten«, antwortete Tilda, um eine jugendfreie Ausdrucksweise bemüht.
    »Oh...« Davy blickte zu Ariadne hinab, die auf der untersten Stufe saß. »Kriegt er denn keinen Bonus für seine unvoreingenommene Einstellung?«
    Da gab Tilda den jugendfreien Tonfall auf. »Er wollte sie besteigen.«

    »Steve, du Idiot! Wenn du eine Frau rumkriegen willst, musst du sie auf ein paar Drinks einladen. Füll sie ab, dann hast du leichtes Spiel mit ihr.«
    Vor Tildas innerem Auge blitzte das Bild von Steve auf, wie er in Dorcas’ Türrahmen lehnte und Ariadne lässig fragte, ob sie öfter hier vorbeikam. Darüber musste sie lachen.
    »Und wenn du sie zum Lachen gebracht hast, machst du dich ran«, empfahl Davy dem Dackel.
    »Auch ich habe Krallen«, warnte Tilda.
    »Und Zähne«, ergänzte Davy. »Aber ich fürchte mich nicht.«
    »Wie ähnlich ihr euch seid, du und Steve...« Tilda reichte ihm den Hund.
    »Da wir gerade von gefährlichen Frauen reden…« Er klemmte Steve unter seinen Arm. »Wo ist eigentlich Louise? Simon glaubt allmählich, er hätte sich die Liebesnächte nur eingebildet.«
    »Am Mittwochabend tritt sie wieder im Double Take auf. Sonntag, Montag und Dienstag hat sie frei.« Tilda öffnete die Schlafzimmertür und sah ihr Bett, riesengroß und weiß im Mondlicht schimmernd.
    »Drei Nächte ohne Sex?«
    »Drei Nächte fern vom Double Take. Sag Simon, er soll sich gedulden.« Wirklich gedulden, denn sie kommt nicht mehr hierher.
    » Noch zwei Tage?« Davy stellte Steve auf den Boden. »So lange wird er’s nicht aushalten. Das könnte nicht einmal ich.«
    »Dann musst du’s lernen.«
    »Heißt das - nein?«
    »Wenn die Frage bedeutet, was ich glaube, heißt es tatsächlich -

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