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Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Titel: Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Edward M. Larry;Lerner Niven
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wagen.«
    »Wären sie denn rein technisch in der Lage zu biologischer Kriegführung?«
    »Nein, Euer Erhabenheit. Nicht ohne Hilfe. Nicht ohne die ... Freunde ... die wir haben gewinnen können.«
    Zweifellos wollte Rt’o ihn beruhigen. Dennoch nagten heftige Zweifel an Bm’o. Vielleicht würden Ol’t’ro lieber sterben als sich ergeben. Wenn ja, wer könnte sagen, ob Ol’t’ro nicht gern andere, und möglichst viele, mit sich in den Tod nehmen wollten? Er würde das tun. Herrscher wussten alles über Stolz. Aber wenn er, Bm’o, so gut wie unsterblich wäre, würde der dann nicht eine Demütigung hinnehmen in der Hoffnung, irgendwann in der Zukunft doch noch zu triumphieren?
    Bm’o wechselte die Farbe zu einem wütenden Tiefrot. »Sie möchten mich also glauben machen, die Rebellen würden gar nichts unternehmen? Dass sie in aller Stille verhungern werden?«
    »Bitte, Euer Erhabenheit, verzeiht meine Unzulänglichkeit! Ich vermag ihre Reaktion nicht vorherzusagen. Vielleicht die anderen ...« Unterwürfig warf sich Rt’o flach auf den Boden, zeigte aber dennoch mit einem Tubakel in Richtung des Zellentrakts für Gw’otesht.
    Vielleicht könnte tatsächlich ein Gw’otesht vorhersehen, was ein anderes zu tun bereit war. Aber die Frage überhaupt zu stellen wäre ein Risiko: Sie zuzulassen bedeutete, dass ein weiteres Gw’otesht Schlüsse über das Gelingen einer Rebellion ziehen könnte.
    »Nein, meine Freundin ...«. Bm ’o streckte einen Tubakel aus, um der Ratgeberin aufzuhelfen, der er mehr als allen anderen vertraute. »... die Lage verlangt, dass wir uns nur von unseren eigenen Erkenntnissen leiten lassen.« Er schwieg, nahm einen weiteren Bissen von den Schlickläufern und ...
    Mit einem Mal lag die Flanke des Tiefseebergs, von der Mitte an abwärts, in Dunkelheit.
    Dann, Licht für Licht, glitt die Welle des Stromausfalls in rasend schnellem Lauf den Berg hinauf; Bm’o musste es hilflos mitansehen.
    In dem einen Augenblick arbeiteten die Fusionskraftwerke noch auf Höchstleistungsniveau, im nächsten ... endete jegliche Fusionsreaktion. Hydrothermal- wie Strömungsgeneratoren arbeiteten störungsfrei, was jedoch kaum ausreichte, um das Wasser weiterhin um die plötzlich reaktionsträgen, allerdings immer noch extrem heißen Reaktoren zirkulieren zu lassen.
    Mysteriöserweise arbeiteten die Fusionskraftwerke einen halben Tag später wieder ganz normal.
    Keine bekannte Wissenschaft hatte eine Erklärung für den Stromausfall. Die versklavten Gw’otesht in ihren Denkfabriken lieferten nichts, was man hätte als nennenswerte Theorie bezeichnen können.
    Bm’o hatte selbst eine Theorie: Sie hieß Ol’t’ro. Diese Perversen taten schließlich nichts anderes , als unaufhörlich neue Technologie zu entwickeln.
    Ohne Fusionskraftwerke gäbe es keinen Fortschritt und keine fortschrittliche Zivilisation. Die Zivilisation der Gw’oth würde untergehen, ohne die Nahrungskette in Mitleidenschaft zu ziehen, die Ol’t’ro und die Rebellen zum Erhalt ihrer eigenen Nahrungsmittelversorgung brauchten.
    Jetzt hatte Bm’o seine Antwort. Er wusste, was Ol’t’ro tun würden – wenn man Ol’t’ro ließe. Das aber durfte nicht geschehen! Bm’o zog keinerlei Nutzen daraus, ihre Koloniewelt zu erhalten. Jetzt, wo er wusste, wo sich die Rebellen niedergelassen hatten, war es an der Zeit, seine Flotte auszuschicken. Die Rebellen würden sich ergeben müssen oder sterben.
    Die Entscheidung lag ganz allein bei Ol’t’ro.

26
    Getreidefrachter 247 schien dem zukünftigen Hintersten kein angemessener Name. Daher gab Achilles seinem neuen Schiff einen neuen Namen. Von nun an hieße es Remembrance . Dem Namen gemäß war es ein Gruß aus der Vergangenheit an die Zukunft, die Zeuge seiner triumphalen Rückkehr würde. Der Name war das Fanal für seine zahlreichen Gegner: Er behielte jeden ihrer Angriffe auf ihn im Gedächtnis.
    Wenn sich doch nur der Geruch an Bord des Schiffes ebenso leicht ändern ließe wie dessen Name!
    Getreidefrachter verließen Hearth niemals leer: Sie transportierten Körperausscheidungen. Ohne diese Rückfracht hätte man auf den Feldern der Naturschutzwelten schon seit langem nichts mehr anbauen können.
    Deswegen hatte Achilles einen Abstecher zur nächstgelegenen Wasserwelt angeordnet. Gemächlich durchquerte dort das Schiff die Tiefen eines Ozeans, die Frachtluken weit geöffnet. Die Ladung landete im Meer, selbst letzte Reste wurden fortgespült. Danach musste sich Achilles nur noch

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