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Wogen der Liebe

Wogen der Liebe

Titel: Wogen der Liebe Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Susan Hastings
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kommst.«
    Raudaborsti wollte erwidern, dass ihre Kräfte noch längst nicht am Ende seien, aber dann begriff sie. »Danke, Herr«, wiederholte sie und eilte davon, so schnell ihre dünnen Beine sie tragen konnten.
    Viviane errötete, als Thoralf vom Pferd sprang und sie ohne Zögern in die Arme zog. »Endlich«, flüsterte er und küsste sie auf die Stirn.
    »Ich habe mich so nach dir gesehnt.«
    »Wir sollten das nicht tun. Ich glaube, der Herrin missfällt es.«
    »Die Herrin ist nicht hier, und niemand sieht uns, nicht einmal Raudaborsti.« Er lachte. »Es ist eine göttliche Fügung, dass ich dich hier getroffen habe.« Er zog sie mit sich zu einem kleinen Wäldchen aus Buchen und Birken. Es lag noch genug trockenes Laub auf dem Boden. Thoralf zog Viviane in seine Arme und suchte ihre Lippen. Viviane hatte sich vorgenommen, sich gegen Thoralfs Zärtlichkeiten zu wehren, aber es war unmöglich. Es kribbelte und prickelte in ihrem ganzen Körper, und eine unsichtbare Macht zog sie zu ihm hin. Wie war so etwas möglich, wo sie ihn doch hassen sollte? Aber der Grund für diesen Hass lag so weit weg, in der Vergangenheit, in einer anderen Welt, an die sie sich nicht mehr genau erinnern konnte. Gegenwärtig jedoch war dieses überwältigende Gefühl, wenn sie in seinen Armen lag. Sie konnte nicht anders, als diesen Kuss erwidern, ihm zeigen, wie gut ihr seine Zärtlichkeiten taten. Im Augenblick waren alle Skrupel hinweggewischt, es gab kein Skollhaugen, keine Astrid, keine Gunnardviga. Es gab nur Thoralf und sie und weiches, trockenes Laub, das unter ihnen raschelte. Sie hatte kaum bemerkt, wie er sie einfach hochgehoben und auf den Boden gelegt hatte, wie er sich neben sie legte, seinen Körper an ihren gepresst, seine streichelnden Hände überall auf ihrem Körper. Durch den Vorhang ihrer Wimpern sah sie sein Gesicht dicht über ihrem, spürte seinen Atem, vernahm zärtlich gemurmelte Worte. War das wirklich dieser harte, herzlose, stolze Thoralf, Anführer einer raubenden und mordenden Wikingerbande? Sie wollte nicht darüber nachdenken, sie wollte überhaupt nicht denken. Sie wollte nur in seinen Armen liegen, sich seinen Zärtlichkeiten hingeben, das Prickeln, Ziehen und das Feuer in ihrem Körper genießen.
    »Es ist so schön«, hauchte sie. Seine Hand fuhr unter ihr Kleid, ertastete ihren Bauch und strich sacht darüber. Es kratzte etwas, seine Hand war schwielig und fest, doch das schürte ihre Leidenschaft nur noch mehr an.
    »Liebe kleine Skolli«, flüsterte er ihr ins Ohr, während seine Hand weiter nach oben wanderte. »Du besitzt einen wunderschönen Körper, Brüste voller Honigtau, Schultern wie Schnee auf den Tannenzweigen.« Er schob ihr Kleid nach oben. Viviane spürte kühle Luft über ihre Brüste streichen, dann seine zärtlichen Lippen, die liebkosend darüberfuhren. Ihre Haut zog sich zusammen, die rosa Spitzen ihrer Brüste verhärteten sich. Thoralf bemerkte es mit Wohlwollen. Sacht saugte er daran. Wonnige Schauer durchströmten Viviane, sie fuhr mit den Fingern durch sein Haar und hielt seinen Kopf fest. Er sollte nicht aufhören damit, sollte fortfahren, etwas aus ihr herauszusaugen, das sich in ihre Brüste drängte. Gleichzeitig verspürte sie ein heftiges Feuer in ihrem Schoß, als flösse heißes Wasser aus ihrem Bauch heraus. Erschrocken wollte sie sich aufrichten, doch Thoralf ließ es nicht zu. Er lag schwer auf ihr. Mit einer Hand schob er ihre Schenkel auseinander. Sie ließ es zu, ja, sie wollte es so. Alles in ihr strebte nach ihm, nach seinem Körper, nach seinen Berührungen. Sie war willenlos, gleichzeitig wollte sie, was gerade geschah.
    Thoralf spürte sehr wohl ihr Entgegenkommen, das leise Vibrieren ihres ganzen Körpers. Der Kessel begann zu sieden, tausende Bläschen befreiten sich aus dem Wasser, um nach oben zu streben, wie Perlen aus ihrem Gefängnis auszutreten. So stellte er sich die höchste Leidenschaft eines weiblichen Körpers vor, so hatte er Viviane gesehen, damals im See der Frigg. Viviane war keine Sklavin, sie war eine leibhaftige Göttin, und sie war ihm verheißen. Er nahm sich nur, was ihm gehörte. Er und Viviane, sie gehörten zusammen.
    Seine Hand schob sich liebkosend die Schenkel hinauf und strich über das lockige, dichte Haar, das ihren Schoß verhüllte. Ein sehnsuchtsvoller Laut entrang sich seiner Brust, während Viviane den Atem anhielt.
    »Ich … ich habe dich gesehen«, flüsterte er mit rauher Stimme. »Dieses Haar ist ebenso rot wie

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