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Das Erbe der Jedi-Ritter 14 - Wege des Schicksals

Das Erbe der Jedi-Ritter 14 - Wege des Schicksals

Titel: Das Erbe der Jedi-Ritter 14 - Wege des Schicksals Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Walter Jon Williams
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Sagen Sie ihm, dass ich ihn gerade zum Präsidenten von Ylesia und Oberbefehlshaber der Friedensbrigade gemacht habe.«
    Nom Anor war überwältigt von Bewunderung. Das nenne ich wahrhaft phantasievolle Rache, dachte er. Thrackan Sal-Solo hatte bei Fondor Tausende von Yuuzhan-Vong-Kriegern getötet, und nun würde er öffentlich mit einer Regierung in Verbindung gebracht werden, die mit den Yuuzhan Vong verbündet war. Das würde seinen Ruf vollkommen vernichten und ihn der Gnade jener ausliefern, deren Krieger er getötet hatte.
    Sal-Solo lauschte der Übersetzung in entsetztem Schweigen. Wieder zuckte sein Blick hin und her, dann sagte er: »Bitte teilen Sie dem Höchsten Oberlord mit, dass ich mich durch sein Angebot einer solchen Vertrauensstellung zutiefst geehrt fühle, aber da dies die Ausführung seiner Pläne für Corellia unmöglich machen würde, muss ich die Ernennung zu meinem Bedauern ablehnen. Der Höchste Oberlord erkennt vielleicht nicht, dass die Friedensbrigade nicht von allen Corellianern bewundert wird, und dass eine Person, die als Friedensbrigadist bekannt ist, nicht den Respekt erhalten könnte, der notwendig wäre, um sich auf Corellia die Macht zu verschaffen. Außerdem ist es absolut notwendig, dass ich auf Corellia präsent bin, um die Centerpoint-Partei anzuführen und …«
    Sal-Solo sprach noch eine Weile weiter, lange genug, dass Nom Anor begann, echte Verachtung für ihn zu empfinden. Dieser Mann war so überzeugt von seiner Fähigkeit, andere einzuwickeln, dass er glaubte, da er sich nun im gleichen Raum wie Shimrra befand, mit ihm wie mit einem Gleichgestellten sprechen und ihn von der Richtigkeit seiner Pläne überzeugen zu können. Als könnte er den Höchsten Oberlord der Yuuzhan Vong so auf seine Seite ziehen wie einen jämmerlichen Senator seines Heimatplaneten!
    »Exekutor«, fragte Shimrra beiläufig, als Sal-Solo weitersprach, »gibt es eine Stelle, an der man einen Menschen schlagen kann, um Schmerzen zu verursachen, die ihn auf der Stelle lähmen?«
    Nom Anor dachte darüber nach. »Es gibt Organe, die als ›Nieren‹ bekannt sind, Herr. Sie befinden sich zu beiden Seiten des unteren Rückenbereichs, etwas über Hüfthöhe. Ein Schlag dorthin bewirkt beträchtliche Schmerzen, häufig so heftig, dass das Opfer nicht einmal schreien kann. So sagt man mir zumindest.«
    »Wir wollen es herausfinden«, sagte Shimrra. Er machte eine knappe Geste, und Onimi erhob sich von seinem Platz am Fußende von Shimrras Podium. Im trüben Licht entdeckte Nom Anor in der Hand des Beschämten einen Rangstab, die Version des Amphistabs, die Offiziere benutzten. Er war schockiert zu sehen, dass Shimrra seinem Vertrauten erlaubte, eine Waffe zu tragen.
    Onimi trat hinter Sal-Solo und hob den schlaksigen Arm. Der peitschenähnliche Stab erstarrte zu seiner festen Form, und der Beschämte ließ ihn mit einer einzigen effizienten Bewegung auf Sal-Solos linke Niere niedersausen.
    Der Mensch riss den Mund zu einem lautlosen Schrei auf und fiel um wie ein Stockbündel. Hilflos kratzte er mit den Nägeln über den Boden. Nom Anor trat zu ihm, beugte sich vor und packte ihn am Haar.
    »Ihr Rücktrittsgesuch ist abgelehnt, Ungläubiger«, sagte er. »Wir werden dafür sorgen, dass Sie sofort nach Ylesia gebracht werden, wo die Position des Regierungsoberhaupts auf Sie wartet. Zuvor jedoch werden Sie uns die Namen Ihrer Mitarbeiter auf Corellia geben, damit auch sie ihre Anweisungen erhalten können.«
    Sal-Solos Gesicht war immer noch zu einem Schrei verzogen, der nie erklingen würde, und Nom Anor kam zu dem Schluss, dass seine Informationen betreffend der Verwundbarkeit menschlicher Nieren der Wahrheit entsprachen.
    »Nicken Sie, wenn Sie mich verstehen, Ungläubiger«, sagte Nom Anor.
    Sal-Solo nickte.
    Nom Anor wandte sich Shimrra zu. »Hat der Allerhöchste noch weitere Anweisungen für seine Diener?«, fragte er.
    »Ja«, antwortete Shimrra »Unterweisen Sie die Wachen dieses Ungläubigen gut.«
    »Das werde ich tun, Herr.«
    Nom Anor warf sich neben dem schaudernden Sal-Solo nieder, dann trugen er und Onimi Thrackan Sal-Solo zu den Wachen, denen es gelang, den Mann aufrecht hinzustellen.
    »Ich glaube, ich werde Sie von nun an mit ›Präsident‹ ansprechen«, verkündete Nom Anor.
    Sal-Solos Lippen bewegten sich, aber er schien immer noch nicht imstande zu sein, einen Laut von sich zu geben.
    »Ach übrigens, Eure Exzellenz«, fuhr Nom Anor fort, »ich muss Ihnen zu meinem Bedauern mitteilen,

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