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Der Rache Suesser Klang

Der Rache Suesser Klang

Titel: Der Rache Suesser Klang Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Karen Rose
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dass sie keine Beziehung suchte. Tja, nun, zum Teufel damit. Sie hatte eine gefunden, ob sie nun wollte oder nicht. Sie hatte gerade einen Freund verloren. Den Arzt. Und einen anderen bekommen
. Mich.
Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. »Können wir. Und jetzt wird geschlafen.«

Chicago
    Dienstag, 3. August, 22.15 Uhr
    E than erwachte schlagartig, als ihr Rücken gegen seine Brust prallte und ihre Füße über das Laken rutschten, als ob sie entkommen wollte. Sie träumte. Ein Alptraum.
    Er schlang seinen Arm um ihre Taille. »Dana.«
    Sie verharrte abrupt, und er fühlte den dünnen Schweißfilm auf ihrem Körper. Ihr Herz hämmerte heftig unter seiner Hand. »Schsch. Du hast geträumt. Willst du darüber reden?«
    »Nein.« Es klang wie ein Wispern, und er stützte sich auf einen Ellenbogen, um sie anzusehen. Im Licht, das durchs Fenster drang, sah sie sehr blass aus. »Tut mir leid. Ich wollte dich nicht wecken.«
    »Macht nichts.« Er küsste ihre Schläfe. »Ich habe Hunger wie ein Wolf. Wir haben den Zimmerservice ganz vergessen.«
    Ihr Lächeln war zittrig. »Ich habe auch Hunger.«
    Er lehnte sich zurück, schaltete das Licht an und telefonierte mit dem Zimmerservice. »Es dauert mindestens eine Dreiviertelstunde, sagt er. Fällt dir irgendwas ein, was wir eine Dreiviertelstunde machen können, damit wir nicht wieder einschlafen?«
    Die Farbe kehrte in ihr Gesicht zurück. »Tja, ich hätte da die eine oder andere Idee.«
    »Hmm«, war alles, was er sagte. Dann, ohne Warnung, zog er ihr das Laken vom Körper, und sie schnappte nach Luft.
    »Ethan!«
    »Roll dich herum, Dupinsky.« Er versetzte ihr einen kleinen Schubs. »Na, los.«
    Sie starrte ihn an, als habe er den Verstand verloren.
»Was?«
    »Ich will deine Tätowierung sehen.«
    »Oh, ach so.« Brav rollte sie sich auf den Bauch, und er lachte laut auf.
    »Oh Mann, Dana, wie einfallslos. Auf dem Hintern.« Eine auf jeder Backe, um es genau zu sagen.
    Sie funkelte ihn biestig an. »Was denkst du denn? Auf der Schulter?«
    Er blinzelte, als ihm die Video-Frau einfiel. »Nein, das ist immer ein schlechter Ort für eine Tätowierung.«
    Sie ließ die Stirn auf das Kissen sinken. »Im Übrigen konnte ich nicht hinsehen, als sie mit der Nadel kamen.«
    Er rutschte abwärts und kam näher an ihre appetitliche Kehrseite heran. »Das kann doch nicht wahr sein.«
    Sie stieß den Atem aus. »Eddie spielte in einer Band. Und die nannte sich ›Born2Kill‹.«
    Er küsste den Totenschädel, in dessen Gebiss ein Messer steckte. »Aber der Schmetterling ist niedlich.«
    »Der Schmetterling ist ein Symbol für das Leben.« Sie rollte sich wieder herum und griff nach dem Laken, verdrehte aber die Augen, als er es wegzog. »Mir ist kalt.«
    Er warf sich auf die Seite und zog sie an sich, bis sie sich Nase an Nase befanden. »Symbol für das Leben?«
    Ihr Blick veränderte sich, wurde ernst. »Ich habe sie machen lassen, als ich die Scheidung einreichte.«
    »Dann gefällt mir der Schmetterling am besten.« Er küsste sie und spürte, wie sie sich wieder entspannte.
    »Du hast nur noch vierzig Minuten, Ethan«, murmelte sie. »Sieh zu, dass du in die Gänge kommst.«

Chicago
    Mittwoch, 4. August, 8.15 Uhr
    Dana griff neben sich und tastete blind das leere Kissen ab. Sie holte tief und entspannt Luft, unwillig, die Augen zu öffnen. Aber der Tag hatte begonnen. Sie konnte die Sonne auf ihren Lidern spüren.
    Sie hob den Kopf und zuckte zusammen, als ihr Körper sie daran erinnerte, dass sie nicht mehr ganz so jung war. Aber selbst in jüngeren Jahren wäre sie nach solch einer Nacht wund gewesen. Sie öffnete die Augen und sah den Wecker, der ihr anzeigte, dass es Viertel nach acht war. Auf dem leeren Kissen neben ihr lag ein Zettel, und ihr fiel wieder ein, dass er gesagt hatte, er müsse früh wieder los.
    Steif rappelte sie sich auf, nahm den Zettel und lachte leise.
Liebe Dana,
hatte er geschrieben,
ich hoffe doch sehr, dass du dich heute Morgen wieder an deinen Namen erinnern kannst. Falls nicht: Du bist Dana Danielle Dupinsky und Fotografin. Was die »Born
2
Kill«-Tätowierung auf deiner linken Backe angeht, kann ich nur fragen: »Was hast du dir bloß dabei gedacht?« Ich rufe dich später an. Süße Träume. Ethan.
    Behutsam ließ sie sich aus dem Bett gleiten. Sie hatte den altbekannten Alptraum gehabt, aber danach hatte sie tatsächlich nur Schönes geträumt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren. Im letzten Traum am frühen Morgen war er in sie

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