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Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Titel: Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Terry Brooks
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dich der Rauch verraten könnte?«, wollte Sider wissen.
    Der Hüne sah ihn an. »Ich kann mich nicht um alles kümmern. Bei einem Wetter wie diesem wäre es auf jeden Fall schwierig, den Rauch von Nebel und Regen zu unterscheiden. Im Übrigen würde mich niemand so leicht in diesem Labyrinth aus Gängen und Tunneln finden, die diese Ruine durchziehen, selbst wenn er wollte. Rauch oder nicht, wir sind hier ziemlich sicher. Ein Bier?«
    Sie saßen vor dem Feuer, tranken schweigsam ein paar Bier und genossen die Wärme des Feuers sowie die Gesellschaft. Sider überlegte, dass auch er so leben könnte. Eingesponnen in einen Kokon, vor Raubtieren geschützt und mit der Freiheit, kommen und gehen zu können, wie es ihm beliebte. Vielleicht hatte er ja bald Gelegenheit, es auszuprobieren. Denn die Zeiten, in denen er die Pässe, die ins Tal führten, überwachen musste, näherten sich ihrem Ende.
    »Ich brauche da bei einer Sache deine Hilfe«, sagte er schließlich, stellte das leere Bierglas zur Seite und lehnte sich zurück.
    Inch nickte. »So was in der Art hab ich mir gedacht.«
    »Nicht, dass wir uns missverstehen: Ich bitte dich nicht, dich zu beteiligen, sondern ich brauche nur ein paar Tipps, damit ich möglichst verhindern kann, dabei getötet zu werden.«
    Deladion Inch grinste. »In deinem Fall, Sider, dürfte es mit ein paar Ratschlägen wohl nicht getan sein. Aber sprich weiter.«
    Sider nickte. »Ein junges Mädchen aus dem Tal wird in einem Trolllager gefangen gehalten. Sie sitzt dort als Unterpfand fest, für etwas, was jedoch nie eintreten wird. Und ich muss jetzt herausfinden, wie ich sie retten kann, bevor die Trolle das spitzbekommen.«
    »Klingt, als ob das Refugium deines Tals doch nicht mehr ganz so sicher wäre. Das ist schade, aber ich hatte dich ja gewarnt.«
    »Schade ist so einiges.«
    Deladion trank einen großen Schluck von seinem Bier. »Was kannst du mir über diese Trolle erzählen? Weißt du, um welchen Stamm es sich handelt?«
    »Es sind Drouj. Ihr Anführer heißt Taureq Siq. Sie lagern etwas nördlich von hier. Angeblich sind sie auf der Wanderschaft, um ein neues Heim zu suchen, und als sie von meinem Tal erfahren haben, kamen sie wohl auf die Idee, dass das vielleicht ihre lang gesuchte Heimat werden könnte. Sie haben das Mädchen und einen Jungen gefangen genommen, die sich ein bisschen zu dicht an sie herangewagt haben. Ein Troll aus einem anderen Stamm hat sich mit den beiden angefreundet und es geschafft, den Jungen aus dem Lager zu schleusen. Nicht aber das Mädchen. Deshalb muss ich die Kleine jetzt holen. Die Sache ist zwar noch etwas komplizierter, als ich es darstelle, aber der Rest spielt keine entscheidende Rolle.«
    »Für mich jedenfalls nicht«, stimmte der Hüne zu. »Taureq Siq, sagtest du? Das ist allerdings ein außerordentlich mieser Mistkerl. Über den kann ich dir einiges erzählen. Man kann Taureq nicht über den Weg trauen. Die Drouj sind der dominierende Stamm der Trolle in diesem Teil der Welt. Sie haben alle anderen Stämme unterworfen und sie dazu gezwungen, Taureq als ihren Obersten Maturen anzuerkennen. Taureq hat ein ernsthaftes Problem, was Macht angeht. Er will einfach alles und jeden beherrschen. Wenn er in euer Tal kommt, dann sucht euch lieber schleunigst eine andere Bleibe. Du hast gesagt, sein Lager wäre im Norden?«
    »Das war es, jedenfalls noch vor ein oder zwei Wochen. Vielleicht ist er inzwischen näher zu den Bergen gezogen. Er glaubt, es gäbe ein Treffen mit unseren Anführern in drei Tagen. Das Mädchen hält er als Unterpfand gefangen. Natürlich wird ihm die Kleine nicht die Gewähr bieten, die er sich von ihr verspricht, und ich kann sie auf keinen Fall einfach in seiner Gewalt lassen.«
    »Das klingt ganz so, als hättest du noch einen anderen Grund, das Mädchen zu retten. Einen Grund, der über das hinausgeht, was du mir bisher erzählt hast.«
    »Das habe ich auch. Es hat etwas mit dem Jungen zu tun. Wenn du willst, kann ich es dir erklären.«
    Deladion schüttelte den Kopf. »Spar dir die Mühe. Ich kann dich zwar an den Wachen vorbei ins Lager schmuggeln, aber ich habe keine Ahnung, wie wir das Mädchen finden sollten. Die Drouj sind ein verdammt großer Stamm. Ihre Zahl geht in die Tausende. Es dürfte nicht leicht werden herauszufinden, wo sie die Kleine festhalten. Du sprichst nicht zufällig ihre Sprache, oder?«
    »Nein, nicht die der Drouj. Unsere Echs… Trolle sprechen eine andere Sprache.«
    »Ich schätze, dann

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