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GK0215 - Die Rache des Kreuzritters

GK0215 - Die Rache des Kreuzritters

Titel: GK0215 - Die Rache des Kreuzritters Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jason Dark
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Kugelschreiber bereit. Während Will Mallmann sprach, machte er sich einige Notizen. Der Kommissar erklärte ihm genau, wo die Burg zu finden war. Anschließend wechselten die beiden Männer noch einige private Worte, und John mußte auch versprechen, auf dem Rückweg bei Will Mallmann vorbeizuschauen. Es war immer noch ein Zug durch die Gemeinde fällig.
    John versprach es hoch und heilig. Falls es einen Rückweg gab…
    Dann legte er auf.
    Der Geisterjäger wollte fliegen, sich in Deutschland einen Wagen leihen, um dann in das Elsaß zu fahren. Er war gespannt, was an der Geschichte mit diesem Kreuzritter wirklich dran war…
    ***
    Die moderne Zivilisation hatte auf dem Burghof Einzug gehalten! Das heißt, es wurde gegrillt.
    Sie hatten das Grillgerät mitgenommen und auch die Holzkohle. Es war nur ein einfacher Rost. Er wurde auf zwei Steine gelegt, darunter die Holzkohle – fertig.
    Es gab Würstchen. Irene Held, hatte den Vorschlag gemacht, und die anderen drei waren dafür gewesen. Die Männer hatten die Holzkohle geholt, die Mädchen kümmerten sich um die Bratwürste. Sie hatten sie unten im Dorf gekauft und kühl gelagert.
    Rainer Schröder war ziemlich schweigsam. Das Erlebnis am späten Morgen hatte ihn doch schwer mitgenommen. Versonnen hockte er auf dem Boden und beobachtete einen am Himmel kreisenden Raubvogel.
    Selbstverständlich fiel den anderen Rainers Zustand auf, doch auf Fragen schüttelte er immer wieder den Kopf.
    Schließlich hielt Michael Kramer es nicht mehr aus. Er ging zu Rainer. Ächzend ließ er sich neben ihn fallen.
    »Toller Tag heute, wie?«
    Schröder nickte.
    »Hast du was?« fragte Michael.
    »Wieso?«
    »Du bist so komisch.«
    Rainer Schröder riß einen Grashalm aus dem Boden und streichelte mit der Spitze über seine linke Handfläche. »Das täuscht, mein Lieber. Ich bin eben müde.«
    »Ich denke, du hast gut geschlafen.«
    »Habe ich auch. Nur zu wenig.«
    »Dann leg dich doch nach dem Essen etwas hin.«
    »Mach ich – vielleicht.«
    »Mensch, Rainer, jetzt mach aber mal einen Punkt. So komisch kenne ich dich ja gar nicht. Was ist nur in dich gefahren? Was du mir hier erzählst, sind doch nur billige Ausreden. Sag mir doch, was wirklich geschehen ist?«
    »Nichts, zum Teufel!« Rainer Schröder stand auf. »Und jetzt laß mich in Ruhe.«
    »Ja, ja, schon gut. Entschuldige.« Kopfschüttelnd ging Michael Kramer zurück zu den beiden Frauen.
    Irene Held erhob sich aus ihrer gebückten Haltung, während Paulette die zehn Würstchen noch einmal wendete.
    »Was hat Rainer eigentlich?« fragte Michael Kramer.
    Irene hob die Schultern. »Ich kann es dir auch nicht sagen. Sonst ist er nicht so komisch. Irgendeine Laus ist ihm heute über die Leber gelaufen. Jeder hat ja mal einen schlechten Tag.«
    »Das ist was anderes.« Michael ließ sich von seiner vorgefaßten Meinung nicht abbringen.
    »Nun mach aber mal einen Punkt. Komm, wir können essen.« Sie drehte sich um. »Rainer, kommst du?« rief sie.
    Rainer Schröder hatte an der zerstörten Mauer gestanden und den Blick durch das Tal schweifen lassen.
    »Ich bin gleich da«, rief er zurück. Er warf den Stein, den er in der rechten Hand hielt, auf den schmalen Weg, der hinunter zur Straße führte.
    Irene fiel noch etwas ein. »Bring bitte das Plastikbesteck aus dem Wagen mit.«
    »Okay.«
    Der 2 CV parkte auf dem Burghof. Und zwar dort, wo am wenigsten Sonne war. Rainer Schröder fand die Bestecke in einer schmalen Kunstledertasche. Paulette hatte die Würstchen schon auf die Teller gelegt. Die Mädchen bekamen je zwei, die Männer drei. Zwei große Rotweinflaschen waren bereits geöffnet. Pappbecher standen auch bereit. Paulette goß den Roten in die Becher.
    Die vier Freunde hockten sich um das Grillgerät. Die Teller stellten sie auf ihre gekreuzten Oberschenkel. Das Weißbrot, das es zu den Würstchen gab, war ziemlich zäh.
    »Guten Appetit«, wünschte Irene.
    Sie aßen. Während die anderen miteinander redeten, saß Rainer Schröder stumm daneben. Er schnitt seine Wurst auf und hatte den Blick angehoben.
    Die Sonne befand sich in seinem Rücken. Das T-Shirt schien zu brennen. Michael hatte sein Hemd ausgezogen. Er trug nur kurze Jeans und Sandalen. Die Mädchen hatten ebenfalls Hosen an und leichte Blusen. Der Stoff war durchsichtig. Man sah die Umrisse der Brüste.
    Rainer Schröder konnte direkt auf die Burg sehen. Er war mit seinen Gedanken ganz woanders, hörte wohl, daß sich die anderen unterhielten, achtete

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