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Himmel uber Langani

Himmel uber Langani

Titel: Himmel uber Langani Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Barbara und Stefanie Keating
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nach der Prinzessin.« Als Sarah protestieren wollte, lächelte er sie an. »Doch im Leben läuft es selten wie im Märchen. Es ging mir unter die Haut, und eine Weile dachte ich, dass sie ähnlich empfindet. Das war wie bei der Malaria, die immer wiederkommt, wenn man sich bereits für geheilt hält. Und deshalb habe ich mich zum Narren gemacht.«
    »Nein!«, rief Sarah aus. »Sie hat dich an der Nase herumgeführt, dich benutzt und dich gekränkt. Ich war so wütend auf sie, dass ich ihr beinahe die Freundschaft gekündigt hätte. Du warst so nett zu ihr, als sie mit uns auf Safari war, und wenn man bedenkt, was sie dir angetan hat, ist dir das sicher nicht leicht gefallen. Und mit anzusehen, wie Anthony …«
    Verlegen hielt sie inne. Eigentlich wollte sie nicht über Camilla sprechen. Hier auf Piets Berg sollte ihr Name nicht fallen. Und war es wirklich vorbei? Sie wagte nicht, ihn zu fragen. Was war, wenn er sie nur als Ersatz betrachtete? Schließlich wusste er, dass sie ihn mochte, und außerdem war sie eine gute Freundin seiner Schwester. Ängstlich schloss Sarah die Augen. Doch dann spürte sie, wie er ihr unter das Kinn fasste und ihren Kopf anhob.
    »Wir müssen einiges besprechen, Sarah. Zwischen uns entsteht gerade etwas Großes und Wunderbares. Aber ich brauche Zeit, um alles in Langani zu regeln.«
    Sarah wollte etwas Aufmunterndes sagen, fürchtete jedoch, seinen Gedankenfluss zu stören.
    »Außerdem mache ich mir Sorgen um Ma. Seit sie nach Rhodesien gezogen sind, geht es Pa schlecht, und er trinkt immer noch«, fuhr Piet fort. »Ich weiß, dass Hannah dir erzählt hat, warum sie von dort weggegangen ist. Nach dem Überfall hat sie Ma angeflehnt, nach Hause zu kommen, aber Pa … tja, vermutlich würde er sich in Langani überflüssig fühlen, und Ma will ihn nicht allein lassen.«
    »Sicher ist Hannah sehr enttäuscht«, meinte Sarah.
    »Meine Schwester ist ein wunderbarer Mensch und hat eine Menge Mut. Sie ist sehr einsam hier, und seit dem Überfall geht es ihr nicht sehr gut. Ich bin ihr keine große Hilfe, denn ich bin oft unterwegs oder habe in der Lodge zu tun. Bei Lars ist es genauso. Eine Weile dachte ich, dass die beiden sich näher kommen könnten. Mein Freund Lars ist ein anständiger Mensch. Zuverlässig. Ein Fels in der Brandung. Aber seit dem Überfall ist Hannah in merkwürdiger Stimmung. Und dann kam Viktor Szustak – du erinnerst dich doch noch an meinen Architekten – immer häufiger zu uns, blieb über Nacht und fing an, ihr schöne Augen zu machen. Mir ist das gar nicht recht, denn die Sache hat keine Zukunft. Es wird ein schwerer Schlag für Hannah sein, wenn er ihr den Laufpass gibt. Außerdem ist Lars ziemlich verärgert, und darum herrscht dicke Luft.«
    »Das erklärt so manches«, erwiderte Sarah. »Mir ist gestern schon aufgefallen, dass zwischen den beiden etwas nicht stimmt.«
    »Das ist die Untertreibung des Jahres. Es ist, als lebe man am Abhang eines Vulkans. Lars und Hannah können einander nicht einmal in die Augen sehen, geschweige denn zusammenarbeiten. Ich befürchte, dass er geht, wenn es noch schlimmer wird. Keine Ahnung, wie ich es ohne ihn schaffen soll. Und Viktor, diesen Idioten, kann ich auch nicht zum Teufel schicken, ehe die Lodge nicht vollständig fertig ist. Allerdings habe ich ihm gesagt, er soll die Finger von ihr lassen.«
    »Und?«
    »Er lacht mich nur aus und meint, sie sei ein Traum und er vergöttere sie. Und Hannah sagt, dass mich das einen Dreck angeht.«
    »Vielleicht kann ich herausfinden, was sie wirklich für ihn empfindet. Der arme Lars! Ganz bestimmt liebt er sie wirklich. Das Traurige daran ist, dass er so gut zu ihr passen würde. Wenn sie doch nur nicht so vernagelt wäre!«
    »Ich weiß.« Piet schenkte ihr ein schiefes Grinsen. »Muss in der Familie liegen. Aber Hannahs Schwärmerei ist aussichtslos. Viktor wird sich niemals auf einer Farm niederlassen oder überhaupt sesshaft werden, und Hannah will nicht fort von Langani. Zumindest nicht, soweit ich im Bilde bin.« Er hielt inne und drückte Sarah fester an sich. »Jetzt aber genug von meinen shauris . Nächste Woche trittst du deine Stelle an und beginnst ein neues Leben. Ich werde dich in Buffalo Springs besuchen, wenn ich es schaffe, mich von hier loszueisen. Und Weihnachten verbringst du in Langani bei Hannah und mir. Vielleicht kommen Ma und Pa ja auch. Bist du einverstanden?«
    Sie rutschte auf seinen Schoß und umarmte ihn. Es würde nicht leicht werden. Am liebsten

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