Ich bin alt und das ist gut so
und Löwenzahn, Brunnenkresse und Sauerampfer – sie veredeln unseren Frühlingssalat auf delikate Weise und reinigen so ganz nebenbei unseren Organismus von angesammelten Winterschlacken.
Auch Wildkräuter werden immer häufiger auf dem Gemüsemarkt angeboten. Bitte danach verlangen, denn die Nachfrage schafft das Angebot.
Da Wildkräuter häufig einen etwas bitteren Geschmack haben, ein Rezept, wie sie zu einer Gaumenfreude ohne Bitternis werden können: Ganze Händevoll gehackter Wildkräuter wie Bärentatzen (Bärenklau), Brunnenkresse, Brennnesselblätter, Spitzwegerich, Bärlauch und Giersch mit Zitronensaft, Kräutersalz und viel Sauerrahm (Veganer nehmen Sojasahne) anmachen und diesen Salat mit grob zerdrückten, noch heißen Pellkartoffeln vermischen. Schmeckt super!
Meine liebsten Küchen- und Wildkräuter
Basilikum
appetitanregend, verdauungsfördernd; für Suppen und Saucen, Salat.
Bärlauch
wilder Knoblauch, den die Bären lieben; als Suppe, Pesto.
Beinwell (s. oben)
Bohnenkraut
appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend; als Gewürz an Salat, Gurken, Tomaten etc.
Brunnenkresse
entwässernd, blutreinigend, gegen Rheuma; schmeckt wunderbar im Salat und enthält viel Vitamin C. Darf in der Frühjahrskur nicht fehlen.
Dillkraut
appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend; als Gewürz an Salat, Gurken, Tomaten etc.
Estragon
appetitanregend; als Gewürz zu Salaten, für Essig.
Fenchel
bei Husten, Magen- und Darmstörungen; als Gewürz für Brot – so zusammen mit Koriander, Kümmel und Leinsamen im »Barbara-Rütting-Brot«. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen. Täglich 1 bis 3 Tassen. Wirkt stimmungsaufhellend – gut für die Wechseljahre!
Frauen, die viel Fencheltee trinken, sind ausgeglichen.
In Indien knabbert man Fenchel- und Kümmelkörner nach dem Essen zur besseren Verdauung.
Frauenmantel
blutreinigend, stärkt die weiblichen Organe; ganze Blättchen im Salat. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken.
In den Blättern des Frauenmantels halten sich die Tautropfen, wie Diamanten glitzernd. Wer damit die Gesichtshaut benetzt, wird wunderschön – sagen alte Kräuterbücher. Ich möchte mich dafür aber nicht verbürgen – anno dazumal gab es noch keinen sauren Regen …
Heidelbeeren
bei Durchfall (stopfende Wirkung); täglich 2 bis 3 Teelöffel voll Beeren gut kauen. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, kurz aufkochen. Täglich 2 bis 3 Tassen.
Holunderblüten
ergeben im Sommer ein sehr erfrischendes Getränk: Holunderblüten in kaltem Wasser über Nacht ansetzen, am nächsten Tag mit Honig und Zitronensaft abschmecken. In einer Glaskaraffe gekühlt angerichtet, mit einigen frischen Melisseblättchen garniert, ist dieser Holunderblütentrank auch ein optischer Genuss.
Koriander
bei Magen- und Darmstörungen; als Brot-, Suppen- und Saucengewürz.
Kümmel
verdauungsfördernd, gegen Blähungen; als Brotgewürz. Kümmel macht Kohl verträglicher.
Kürbiskerne
stärken die Harnorgane, gut für Blase und Prostata; über den Salat streuen. 1 bis 2 Esslöffel gut kauen.
Leinsamen
hat eine leicht abführende Wirkung. Innerlich: bei Reizungen der Magen- und Darmschleimhaut (geschrotet und eingeweicht). Äußerlich für Umschläge: mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. So heiß wie möglich auflegen. Hilft bei Entzündungen, Prellungen etc.
Liebstöckel, auch Maggikraut genannt
entwässert; im Salat, in Suppen und Gemüsegerichten.
Löwenzahnblätter
blutreinigend, galletreibend, entwässernd; unentbehrlich bei der Frühjahrskur, am besten im Salat.
Lorbeerblätter
appetitanregendes Gewürz; für Suppen, Saucen, Gemüse.
Majoran
gegen Blähungen; als Gewürz im Salat, auf Pizza etc.
Pfefferminze
bei Magen- und Darmstörungen, Blähungen; fördert die Gallebildung. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen. Täglich 1 bis 2 Tassen trinken.
Rosmarin
stärkt Herz und Kreislauf und die Nerven; Gewürz für Suppen, Saucen, überbackene Kartoffeln. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit kochendem Wasser überbrühen. Täglich 1 bis 3 Tassen trinken.
Salbei
verhindert Schwitzen, angezeigt bei Hitzewallungen in den Wechseljahren; magenstärkend, gegen Blähungen. Als Gurgelmittel bei Halsschmerzen; stärkt das Zahnfleisch. Als Gewürz für Suppen und Saucen, in Butter gebraten. Als Tee: 1 Teelöffel auf 1 Tasse, mit
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