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Snowbound - Atemloses Verlangen

Snowbound - Atemloses Verlangen

Titel: Snowbound - Atemloses Verlangen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Larissa Ione
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hören, gleichzeitig hatte sie ihren Ärger lange genug angefacht, um ihm zuzuhören, als er sie gebeten hatte, ihn vor dem Wettkampf zu treffen.
    Ziemlich dumm von ihm, den Wettkampf zu erwähnen. Sie hatte ihm gesagt, wohin er sich seine Einladung schieben könnte, und nachdem sie aufgelegt hatte, war sie vor Wut zitternd zur Bäckerei aufgebrochen.
    Im
Hausfreunde
hatte es nach Gebäck, Schokolade, warmen Walnüssen und heißem Kaffee geduftet. Die Bäckerei, die sie ihr ganzes Leben lang geliebt hatte, die aber auch eine Gefahr für sie darstellte. Die vielen Leckereien und ihre Schwäche für Essen waren eine ungünstige Mischung.
    Aber an diesem Morgen widerstand sie der Versuchung, Süßes in sich hineinzustopfen. Stattdessen hatte sie sich eine Tasse Kaffee geholt und zu einer selbstbefreienden Therapie entschlossen. Als Erstes hatte sie Brad angerufen, um ihn zu warnen, dass sich Damon möglicherweise auf sie berufen wurde, um sich ein Interview zu erschleichen. Nachdem Brad gehört hatte, was Damon ihr angetan hatte, hatte er klargestellt, dass es kein Interview geben würde. Ihr Exfreund hatte ihr schon fast leidgetan. Aber nur fast. Sie hatte sich in die Arbeit gestürzt und den Angestellten dabei geholfen, die Tagesangebote herzustellen. Die Zeit in der Bäckerei hatte ihr Muße zum Nachdenken gegeben, und als ihre Mutter zur Arbeit gekommen war, hatten sie ein langes Gespräch miteinander geführt. Als Robyn die Bäckerei schließlich verließ, hatte sie endlich gewusst, was sie tun würde.
    Nun musste sie nur noch die Versteigerung überstehen.
    Sie richtete den Blick auf die ein paar Häuserblöcke entfernte Highschool. Die Schule war renoviert worden, damit sie zwischen den neueren, nobleren Häuser der Nachbarschaft nicht herausstach, und so glich das Gebäude nicht mehr dem hässlichen quadratischen Gefängnis, an das sie sich erinnerte.
    Tatsächlich sah die Schule nun völlig anders aus. Auf dem an die Sporthalle angrenzenden und mit Schneeflecken übersäten Rasen war ein riesiges Zelt errichtet worden, und strategisch platzierte, elegante weiße Stehleuchten und bunte Papierlaternen trugen ihren Teil zu der festlichen Atmosphäre bei. Ihre Klassenkameraden hatten keine Kosten gescheut. Sie hatten sogar einen roten Teppich auslegen lassen, der sich vom Parkplatz bis zum Zelteingang erstreckte, und der Gehweg wurde von Heizstrahlern flankiert.
    Ihre Nervosität hinunterschluckend, fuhr sie auf den Parkplatz, auf dem bereits ziemlich viele Fahrzeuge standen. Da es nur noch drei Stunden bis zum Beginn der Auktion waren, waren ihre Klassenkameraden eifrig mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt, und sie würde ihnen endlich sagen müssen, dass sie die Moderation selbst übernehmen musste.
    Sie parkte in der Nähe der Turnhalle und ging eilig über die Rasenfläche, wobei ihre hochhackigen Stiefel über die vereinzelten Schneereste knirschten. Ihr wadenlanger smaragdgrüner Wickelrock raschelte in der eisigen Luft, und durch die Lücke im Stoff strich hin und wieder eine kalte Brise über ihre Beine, während sie an den größeren Gegenständen vorbeimarschierte, die bei der Aktion verkauft werden sollten. Flöße, Motorroller und Kanus waren vor dem Zelt aufgestellt worden, und als sie sich näherte, rechnete sie im Geist zusammen, was sie einbringen würden. Sie hoffte inbrünstig, dass die Anzeigen, die sie in den Zeitungen und im Radio platziert hatte, genug Gäste anlocken würden, um die Preise in die Höhe zu treiben. Mit ein bisschen Glück würde die Tatsache, dass sie keinen berühmten Showmaster für die Auktion hatten, nicht automatisch in einem finanziellen Desaster enden.
    Sie glitt in das Zelt, dessen Luft von der Morgensonne genügend aufgeheizt worden war, sodass man die Heizstrahler hatte abstellen können. Nachdem sie aus ihrer Jacke geschlüpft war, suchte sie sich ihr Namensschildchen aus einem Korb neben dem Eingang. Während sie das Schildchen an ihrer Bluse befestigte, bahnte sie sich einen Weg durch mehrere Dutzend Klassenkameraden, bis sie Linda in der Nähe des Buffettischs fand, der sich schon bald unter der Last der Speisen aus mehreren kostspieligen Feinkostläden biegen würde. Die Frau, die mit ihr zusammen die Organisation der Wohltätigkeitsauktion übernommen hatte, zeigte gerade zwei früheren Schulbandmitgliedern, wohin sie die beiden Ölgemälde stellen sollten, die ein Ortsansässiger gespendet hatte.
    »Linda. Ich bin Robyn«, sagte sie, nachdem die beiden

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